Einsam Songtext - Fard

Ich setz die Mütze auf, und schließ die Türen ab,
Pokerface -, zeig den Leuten nie, dass du Gefühle hast.
Der Hausflur stinkt nach Alkohol und Hundekacke,
schau in den Briefkasten bevor ich meine Runde mache.
Keine Post, Wetteraussicht kalt und grau,
treff' beim Rausgehen auf die verrückte, alte Frau
die ständig Selbstgespräche führt,
und so fertig aussieht, dass es einen fast zu Tränen rührt
Sie hat niemanden, außer ihren kleinen, weißen Hund
freundlich 'Hallo' zu sagen, darin sieht sie keinen Grund.
Wieso auch? Mann tot, Kinder weg,
und ein wenig zu alt und verwirrt fürs Internet.
Ich setz mich auf die Bank im Park vor diesen großen Baum,
erinner' mich daran, wie es früher einmal war.
Der Sommer vor paar Jahrn', doch heut' ist keiner da,
die Jahre ziehn' ins Land und du wirst einsamer.
Tausend Träume, tausend Freunde,
Name und Gesichter verblassen bei so 'nem Haufen Leute,
der Wind ist eisig und peitscht ins Gesicht,
vermisse meine Ex, ach was, scheiß auf die Bitch!
Zünd mir 'ne Kippe an und nimm 'n tiefen Zug,
Hand aufs Herz, uns geht es viel zu gut.
Leben auf großen Fuß, doch kriegen nie genug,
an Tagen wie heute könnt' ich jeden boxen.
Ich streck die Hand aus und spür die ersten Regentropfen,
ich schließ' die Augen, und träume von Freiheit
Gottverdammt, ich vermiss' das Klima meiner Heimat!
Doch hey, ich bin hier aufgewachsen, fremd hier, fremd da -
das heißt im Klartext überall ein Fremder.
Ich schau zum Himmel hoch, und seh den achten Stock
einsam in Freiheit, das hier macht kein Bock.
-----------
''Yo? Was geht?

so läuft das Leben hier, das ist nicht fremd für mich.
Der Teufel trägt Prada, glaub mir, ihn erkennst du nicht.
Dreh mich noch 'mal um und seh den achten Stock,
einsam in Freiheit, das hier macht kein' Bock.
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''Hallo,
Hi. Eine Schachtel Marlboro, 2 Cola und eine Tüte Chips,
darfs noch etwas sein?
Ne, das wars. - Danke.
Dann machts bitte 12. Euro 80.
Einmal hier schonmal 10, *kram*
und .. 2.80 noch.
Dankeschöööööön.
Jo, biddeschön,
schönen Abend noch.
Jo danke, wünsch ich dir auch. Tschüss!
Tschau.''
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Mach mich ohne Umweg auf den nach Hause weg,
für heute und morgen hab ich die Schnauze voll,
nimm ein paar hektische Züge von der Zigarette,
und denke an Jamal, den ich wohl nie vergesse.
Ich schließ' die Türen auf, und laufe durch das Treppenhaus.
Die Schuhe voller Dreck, doch egal, das sind die Treppen auch.
Ich brauch' dringend Schlaf, ich bin kein fauler Kerl.
Doch hier findest du kein' Schlaf, überall lauter Lärm.
Schließ' meine Wohnung auf und zieh die Schuhe aus,
dreh den Fernsehr leiser weil ich Ruhe brauch',
leg mich auf mein Bett und spreche mein Gebet
und hoffe insgeheim, dass diese Zeit vergeht.
Die Augen werden müde und meine Kräfte schwinden,
ich spür die Einsamkeit bis in den letzten Winkel
Da wär ich wieder, in meinem achten Stock,
einsam in Freiheit -, das hier macht kein' Bock.


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