Wir sind Helden beschreiben ihre Musikrichtung als 28 Prozent Synthie, 34 Prozent Punk und 38 Prozent Pop. Musik, die mit der Neuen Deutschen Welle der 80er-Jahre liebäugelt. Und da gerade diese Dekade ja momentan die deutsche Popkultur wieder fest in ihrer pinken manikürten Pranke hält, kommen die blumigen, schön-traurig, kitschig-fröhlich-frechen Melodien der Helden natürlich glänzend an.
Wir sind Helden gründeten sich im Jahre 2001, als Judith Holofernes nach ihrer eingeschränkt erf...
Wir sind Helden beschreiben ihre Musikrichtung als 28 Prozent Synthie, 34 Prozent Punk und 38 Prozent Pop. Musik, die mit der Neuen Deutschen Welle der 80er-Jahre liebäugelt. Und da gerade diese Dekade ja momentan die deutsche Popkultur wieder fest in ihrer pinken manikürten Pranke hält, kommen die blumigen, schön-traurig, kitschig-fröhlich-frechen Melodien der Helden natürlich glänzend an.
Wir sind Helden gründeten sich im Jahre 2001, als Judith Holofernes nach ihrer eingeschränkt erfolgreichen Solokarriere (damals entstand ihr Soloalbum „Kamikazefliege“ in einer Auflage von 500 Stück – heute ein begehrtes Sammlerstück) in Hamburg nach Musikern suchte, die wenigstens ein bisschen ihren damals recht außergewöhnlichen Stil teilen konnten. Auf einer Messe traf sie dann Jean-Michel und Pola, allerdings fehlte noch der Bassist. Der war schnell gefunden, Pola hatte wunderbare Kontakte. Sie holten den Arzt Mark Tavassol (übrigens der Einzigste in der Band ohne Künstlernamen) von seiner Familie im Iran und begannen auf der Stelle mit ihrer Bilderbuchkarriere: Ohne großen Plan oder gar einem Label im Rücken brachten sie in Berlin ihre erste EP auf den Markt, die sie kurzerhand „Guten Tag“ nannten. Gedacht war sie als freundliche Begrüßung für Konzertbesucher zum Mitnehmen, damit sie bei den nächsten Konzerten auch schon mal mitsingen können...
Aber die EP tat noch mehr: sie begeisterte die Leute, (fast) alle Berliner kannten Wir sind Helden. Klar, dass da auch die Radiosender mitzogen und auf einmal standen die Labels bei Wir sind Helden Schlange – statt umgekehrt! (Übrigens diese Geschichte ist auch in ihrem ersten selbst gebastelten Video „Guten Tag“ sehr schön dargestellt)
2003 kam dann ihr erstes Album „Die Reklamation“ in ganz Deutschland auf den Markt. Angefeuert von ihren ersten beiden Singleauskopplungen „Guten Tag“ und „Müssen nur wollen“ schafften spätestens „Aurelie“ (übrigens auch ein Lied, das schon auf der „Kamikazefliege“ vertreten war) und „Denkmal“ den absoluten Durchbruch von Wir sind Helden.
Damit war die so genannte „neueste Deutsche Welle“ begründet und vieleviele Deutschrockbands schossen wie Pilze aus dem Boden.
Und damit war nicht Schluss. Wir sind „Gekommen um zu bleiben“ titelte die erste Single ihres zweiten Albums „Von hier an blind“ (2005) Auf der extremen Erfolgswelle schwammen dann auch ihre weiteren Singles „Nur ein Wort“ (Wäre fast schon auf der Reklamation gewesen, war aber damals laut der Band noch nicht ausgereift), „Von hier an blind“ und „Wenn es passiert“.
Im laufe der Jahre haben sich die Helden sehr gut kennengelernt, inzwischen haben sie „aus vier mach fünf“ gespielt. Friedrich heißt der kleine und ist der Sohn von Pola und – ratet mal – Judith, die aber auch schon geheiratet haben.
Nach der Babypause haben dann alle vier (großen) weitergearbeitet und so entstand das dritte Kind „soundso“. Geboren, äh noch gar nicht, das geschieht erst am 25. Mai 2007.

