The Man - he's back. Mit The Last DJ meldet sich einer der ganz großen zeitlosen Songwriter zu Wort. Der 1950 in Florida geborene TOM PETTY vertritt ja schon seit Jahren das Bild des authentischen Geschichtenerzählers, der komplexe Stories über Runaways aus dem mittleren Westen, tiefgreifende Gefühlsthemen über Trennung und Verlust und den Zustand der von unerfüllten Träumen geplagten industrialisierten Welt in kleine, handwerklich perfekte Songs kleidet.Er ist zudem unverwechselbar: Seine St...
The Man - he's back. Mit The Last DJ meldet sich einer der ganz großen zeitlosen Songwriter zu Wort. Der 1950 in Florida geborene TOM PETTY vertritt ja schon seit Jahren das Bild des authentischen Geschichtenerzählers, der komplexe Stories über Runaways aus dem mittleren Westen, tiefgreifende Gefühlsthemen über Trennung und Verlust und den Zustand der von unerfüllten Träumen geplagten industrialisierten Welt in kleine, handwerklich perfekte Songs kleidet.Er ist zudem unverwechselbar: Seine Stimme, sein Sound und die Struktur seiner Songs machen von vorn herein klar, wer hier am Werke ist. Einer der ehrlichsten und unprätentiösesten Rocker der Gegenwart. Das ist auch auf The Last DJ nicht anders. Auf 12 Songs lotet er sowohl emotionale Tiefen des Individuums als auch die Verfassung der westlichen Wirklichkeit aus. Und natürlich die des Künstlers in dieser Welt. Wenn ein TOM PETTY zum Beispiel auf dem Opener (und der ersten Single) The Last DJ singt: "There goes the last DJ / who plays what he wants to play / and says what he wants to say / there goes the freedom of choice / there goes the last human voice / there goes the last DJ..." dann gehört er in der Tat zu den wenigen, denen man das Statement abnimmt. Und einen Dance-Remix wird man auf der Single vergeblich suchen. The Last DJ besticht durch alles, wofür man TOM PETTY braucht. Entspannte Balladen wie Money Becomes King und Blue Sunday, verträumte Beatle-esken wie Dreamville oder Like A Diamond und griffige Hardrock-Nummern wie Joe und das bluesgeschwängerte When A Kid Goes Bad, die mit PETTYs rauem Gänsehaut-Shouting ausgerüstet sind. Nein, bei TOM PETTY geht es nicht um ‚hip' sein, oder ums Jammern, wer einem schon alles aufs Maul gehauen hat. TOM PETTY haut selber; und das mit der ihm eigenen Eleganz und mit dem unvergleichlichen Talent, Geschichten zu erzählen."Ich betrachte The Last DJ wie einen kleinen Hör-Film," äußerte er gegenüber der Los Angeles Time: "Es gibt ein paar Charaktere und ein lockeres Konzept drumherum. Aber ich wollte es nicht weiter definieren und zu sehr auf eine Erzählung festlegen. Ich habe auch einen oder zwei Lovesongs für das Album geschrieben, weil ich fühlte, dass Liebende eine gewisse Hoffnung in ihrem Leben haben. Unterm Strich besitzt das Album eine sehr optimistische Perspektive."The Last DJ wurde in Los Angeles aufgenommen und gemeinsam von George Drakoulias, PETTY und dessen langjährigem Sozius Mike Campbell produziert. An den Instrumenten findet man mit den HEARBREAKERS ebenso alte Bekannte: Neben PETTY (Guitars, Bass, Piano, Ukulele, Vocals) und Campbell (Guitars, Bass) sind das Benmont Trench (Keyboards), Scott Thurston (Guiotar, Lap Stell Guitar, Ukulele) und Steve Ferrone (Drums). Auf zwei Songs hört man zudem Ron Blair, der die HEARBREAKERs nach Hard Promises (1981) verließ und nun für Howie Epstein wieder dabei ist. Im Background von The Man Who Loves Women hört man überdies Fleetwood Mac-Veteran Lindsey Buckingham, Jon Brion übernahm die Orchester-Arrangements auf dem Album. Die Geschichte von TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS beginnt im Jahre 1976: Denny Cordell produziert das erste Album der Band um TOM PETTY, Mike Campbell, Benmont Tench und Ron Blair. Tom Petty and The Heartbreakers (1977 veröffentlicht) steigt bis auf Platz 55 der US-Charts und erhält Gold. You're Gonna Get It (1978) ist das erste Top 30-Album von TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS. Die soliden Rhythm & Blues-Rhythmen der Band und ihre klaren Kompositionen haben auch in Europa, be-sonders in England Erfolg. Damn The Torpedoes (1979) markiert den globalen Durchbruch der inzwischen in Kalifornien ansässigen Band. Sieben Wochen Platz 2 der Billboard-Charts, dreimal Platin allein in den USA. MCA richtet ei-gens für TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS das Backstreet-Label ein auf dem auch 1981 Hard Promises erscheint. Ab Long After Dark (1982) steigt Howie Epstein als Bassist für Ron Blair ein. Für Southern Accents (1985) nehmen sich TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS drei Jahre Zeit. Im selben Jahr erscheint das Live-Album Pack Up The Plantation -Live!, Let Me Up (I've Had Enough) (1987) ist das bis dato fünfte Platin-Album von TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS. 1988 initiiert TOM PETTY gemeinsam mit George Harrison, Bob Dylan, Jeff Lynne und Roy Orbison die TRAVELING WILBURYS. Das Album Volume One ist ein weltweiter Top 10-Hit. Das nächste Album Full Moon Fever (1989, inkl. I Won't Back Down), gemeinsam von Jeff Lynne, Mike Campbell und TOM PETTY produziert, ist ein Multi-Platin-Erfolg. Full Moon Fever er-scheint als TOM PETTY-Album, alle HEARTBREAKERS außer Stan Lynch beteiligen sich an den Aufnahmen. Into The Great Widen Open (1991, Platin) ist das zehnte TOM PETTY & THE HEARTEBREAKERS-Album, Jeff Lynne ist wiederum Co-Producer. Für Greatest Hits (1993, vierfaches Platin), die erste Best Of-Compilation von TOM PETTY AND THE HEARTBREAKERS, spielt die Band zwei neue Titel ein. Neben der Coverversion von Thunderclap Newman's Something In The Air enthält Greatest Hits auch die Rick Rubin-Produktion Mary Jane's Last Dance. 1994 veröffentlicht TOM PETTY sein Warner-Solo-Debut Wildflowers, das bis heute zu seinen umschwärmstesten Alben gehört und US-Doppelplatin erreichte (der darauf enthaltene Song You Don't Know How It Feels wurde für einen Grammy nominiert), 1996 folgt mit den HEARTBREAKERS zusammen der mit Gold bedachte Soundtrack She's The One zum gleichnamigen Film von Edward Burns. Noch im selben Jahr erhält TOM PETTY den Golden Note Award, den George and Ira Gershwin Award for Lifetime Musical Achievement und seinen wohlverdienten Stern auf dem Walk Of Fame in Hollywood. 1999 überraschte er mit dem Album Echo, das ihn in der Blüte seiner Kraft zeigte.

