The Specials

Manche mögen sich erinnern: zwischen 1979 und 1981 tobte in England ein Ska-Revival, welches bis heute sämtliche Skafanatiker zu Tränen rührt, da es ebenso schnell zu Ende ging, wie es in Erscheinung trat. Vorreiter dieser Bewegung waren zunächst mal die Specials, die sich 1977 unter dem sperrigen Namen "The Coventry Automatics" gründeten. Die ersten Jam-Sessions brachten außer der Erkenntnis, dass Roots Reggae und Punk nicht so leicht in Einklang zu bringen ist, den Kompromiss, sic...

Steckbrief
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The Specials
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The Specials Lyrics
This one s for the bouncers Big big Monkey Man Aye aye aye aye aye aye Tell y...
You ve done too much much too young Now you re married with a kid when you co...
Stop your messing around Better think of your future Time you straightened ri...
Biografie The Specials

Manche mögen sich erinnern: zwischen 1979 und 1981 tobte in England ein Ska-Revival, welches bis heute sämtliche Skafanatiker zu Tränen rührt, da es ebenso schnell zu Ende ging, wie es in Erscheinung trat. Vorreiter dieser Bewegung waren zunächst mal die Specials, die sich 1977 unter dem sperrigen Namen "The Coventry Automatics" gründeten. Die ersten Jam-Sessions brachten außer der Erkenntnis, dass Roots Reggae und Punk nicht so leicht in Einklang zu bringen ist, den Kompromiss, sich des verwandten, in den 60ern durch jamaikanische Musiker bekannt gewordenen Ska anzunehmen und fortan eine fruchtig-tanzbare Mischung unters Volk zu bringen. Nun ging alles sehr schnell: The Clash hörte von dem Partyhaufen und schnappte sich die Gang als Support für deren '78er Tour. Major-Labels wurden hellhörig, doch Specials-Mastermind und Keyboarder Jerry Dammers hatte andere Pläne. Er gründete das Indie-Label 2-Tone, worauf der erste Song "Gangsters" in Split-Single-Form erschien, auf der B-Seite eine Band namens The Selecter. Das Konzept ging auf, die Single knackte die englischen Charts und mit Madness, The (English) Beat und The Selecter unterzeichneten Bands bei 2-Tone, die dem Label in besagtem Zeitraum zum Ruf des heißesten Indies der Insel verhalfen. Dazu trug nicht zuletzt Dammers' Vision eines soundeigenen Lifestyles bei: die Band kleidete sich, dem Vorbild der Mods (remember Quadrophenia?) in den 60ern gleich, in schwarz-weißen Anzügen, und entlehnte mit sogenanten Pork Pie Hats (runde Filzhüte) und Loafers (Halbschuhe) das Outfit der jamaikanischen Rudeboys (randalierende, meist trinkfeste Anhänger des 60er Ska). Dazu bekam das Label mit schwarz-weiß kariertem Logo eine Identität verpasst, welche die anti-rassistische Haltung aller Bands symbolisierte. Das von Elvis Costello herrlich (un-)produzierte Debutalbum zeigte die Band in nie wieder erreichter Spiellaune und wurde zu Recht von Spex unter den wichtigsten 100 Platten des 20. Jahrhunderts aufgeführt. Mit vier Top Ten Hits stiegen die Specials in England zu Stars auf, in Amerika konnten sie jedoch nicht Fuß fassen. Bereits auf jener kräfteraubenden US-Tour begann der Zusammenhalt innerhalb der Band zu bröckeln. 1980 sank das Interesse an der Ska-Bewegung und mit ihr der Stern von 2-Tone. Zum einen wechselten Madness zu einem Majorlabel, doch vor allem die Specials selbst verwirrten mit ihrem vom Ska abgekommenen, poppig-jazzigen Sound des "More Specials"-Albums ihre treuen Fans. Während 2-Tone langsam aber sicher dem Bankrott entgegen schimmelte, feierte die Band im Sommer 1981 mit der von rassistischen Spannungen und Massenarbeitslosigkeit inspirierten Single "Ghost Town" ihren größten Erfolg. Die Veröffentlichung fiel mit den damaligen Rassenaufständen in Brixton und Liverpool zusammen und wurde von der BBC indiziert, dennoch erreichte der Song Platz eins der Charts. Doch aller Jubel konnte den Band-Split nicht mehr aufhalten. Sänger Terry Hall gründete mit Percussionist Staples und Gitarrist Golding die mäßig erfolgreiche Formation Fun Boy Three. Ende der 80er startete Hall eine Solokarriere und arbeitete u.a. mit Dave Stewart, Damon Albarn und den Lightning Seeds zusammen. Auf der '95er EP "Rainbows" findet sich eine Live-Version von "Ghost Town" mit Gastsänger Tricky (wer sie hat und nicht mehr will, bitte melden!), im Gegenzug lud dieser ihn zu den Aufnahmen seiner "Nearly God"-Platte ein. Ex-Specials-Chef Jerry Dammers werkelte mit Drummer Radiation als The Special AKA herum und erzielte 1984 mit "Nelson Mandela" noch einen kleinen Hit. Später engagierte er sich bei "Artists Against Apartheid" und zog sich aus dem Musik-Biz zurück. Bradbury, Golding und Staples formten Anfang der 90er mit ehemaligen Mitgliedern von The (English) Beat die Band Special Beat, woraus 1995 die wiedergegründeten Specials wurden. Da Leib-und-Seelen-Komponist Dammers und Sänger Hall die Legende klugerweise nicht wiederbeleben wollten, machte sich der Rest mit Erfolg daran, diese zu Grunde zu richten. Die "Today's Specials" coverten größtenteils Ska-Klassiker, die niemand hören wollte. Was bleibt sind Erinnerungen, die man am besten mit den Klängen des Debutalbums bzw. denen der 1998 erschienenen BBC-Sessions (sämtliche Perlen aus der Anfangszeit unter der Regie John Peels) auffrischt. Wie beliebt die Specials bis heute sind, belegt der Tribute-Sampler "Spare Shells" von 2001, auf dem sich Bands aus allen Kontinenten an den Ska-Klassikern versuchen. 2001 Spare Shells - A Tribute To The Specials 1999 Ghost Town: Live at Montreux Jazz Festival 1998 Guilty Til' Proved Innocent 1998 BBC Sessions 1996 Today's Specials 1996 Too Much Too Young - The Gold Collection 1994 Coventry Automatics Aka The Specials 1991 The Singles Collection 1984 In The Studio 1980 More Specials

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    Songtexte The Specials
    Monkey Man, Too Much Too Young, A Message To You Rudy, Tears In My Bear, Concrete Jungle, Ghost T...
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