Stephan Eicher

Beinahe auf den Tag genau (1.6.1999) vier Jahre ist es her, dass Stephan Eicher sein letztes Album Louanges veröffentlichte. Vier Jahre, in denen einer der renommiertes-ten Schweizer Musiker seine Interessen erweiterte - auf der ewigen Suche, seinen Durst nach neuen Erfahrungen, neuen Menschen und neuen Emotionen zu stillen. Was war passiert seit 1999? Eicher war zunächst on the road mit seiner "Louanges"-Show. Es war eine zugleich epische und triumphierende Tour, so dass der Ausdruck "Lobg...

Steckbrief
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Stephan Eicher
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Stephan Eicher Lyrics
J ai tout simplement renonc vouloir te faire choisir tes amants de fa on un p...
Il n a aucune chance avec elle Je l ai pr venu Mais il veut essayer quand m m...
L ombre de mes cils un seul regard L ombre de mes cils comme un rempart Le pl...
Biografie Stephan Eicher

Beinahe auf den Tag genau (1.6.1999) vier Jahre ist es her, dass Stephan Eicher sein letztes Album Louanges veröffentlichte. Vier Jahre, in denen einer der renommiertes-ten Schweizer Musiker seine Interessen erweiterte - auf der ewigen Suche, seinen Durst nach neuen Erfahrungen, neuen Menschen und neuen Emotionen zu stillen. Was war passiert seit 1999? Eicher war zunächst on the road mit seiner "Louanges"-Show. Es war eine zugleich epische und triumphierende Tour, so dass der Ausdruck "Lobgesang" (louange steht im Französischen für ‚Lob') dafür irgendwie geschaffen schien. Neben der Tour hat Stephan noch "Hotel S" veröffentlicht, ein Best Of-Album, das noch bereichert wurde durch einige bis dato unveröffentlichte Lieder, etwa "Elle Vient Me Voir". Und er fand die Zeit, einige interessante Duette aufzunehmen: mit dem belgischen Original Arno den Song "Ils Ont Changé Ma Chanson", mit Rudolphe Burger (von Kat Onoma) den Song "Arthur Gordon Pim" und mit den Korsen von I Muvrini den Song "Juste Un Songe". Damit nicht genug, schrieb Monsieur Eicher noch ein Stück für die französische Rock-Legende Johnny Hallyday und fand weiterhin die Zeit, die ambitioniert-symphonische Musik für Antoine de Caunes' zweiten Spielfilm "Monsieur N" (mit Philippe Torreton in der Hauptrolle) zu komponieren. Mitten in diesem unaufhörlichen Strom der Aktivität passierte etwas nach außen hin eher Unscheinbares, das später massiven Einfluss auf die musikalische Richtung von Stephans neuem Album haben sollte: Während des Winters 2001 unternahm Stephan eine eher kurze Live-Tour durch Deutschland, dem Land also, in dem er einst mit "Eisbär" einen Riesenhit als Mitglied von Grauzone hatte, einer New Industrial-Band, die er Ende der 70er Jahre mit seinem Bruder Martin ins Leben gerufen hatte. Da die Deutschland-Tour in eher kleinen Hallen über die Bühne ging, war klar, dass man nicht mit dem kompletten, aus 15 Musikern bestehenden Tross des Lost & Found-Orchestra durch die Gegend ziehen würde, mit dem Eicher im Sommer zuvor getourt war. Stephan reduzierte also seine Band auf gerade mal vier Mitstreiter (Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboards), was zur Folge hatte, dass er sich mitreißen ließ von der Freude des erneuten musikalischen Erwachsenwerdens gepaart mit dem Spaß daran, einfach nur Krach zu produzieren. So beseelt war Eicher von diesem Tour-Erlebnis, dass er kurzerhand beschloss, ein Studio zu entern, so schnell wie möglich! Oh ja - ein echtes Studio! Es war das erste Mal seit Urzeiten, dass Stephan sich vornahm, eine Platte ganz konventionell aufzunehmen (in Brüssel, Paris und London), anstatt in einem Hotelzimmer, einem Tanzsaal oder auch einem verlassenen Casino, den Örtlichkeiten also, in denen er frühere Platten eingespielt hatte. Unter diesen Umständen ist die neue CD eine sehr bodenständige Angelegenheit geworden, nach all den Jahren des wilden Herumruderns. Es ist auch eine einfachere, unkompliziertere und direktere Platte geworden, vor allem im Vergleich zu dem sehr barocken, lyrischen Vorgänger Louanges, dem eigentlich ein weiteres, lyrisch-barockes Epos folgen sollte. Doch wie üblich veränderten sich die Dinge, während das Projekt Taxi Europa heranreifte. Ideen und Inspiration türmten sich übereinander, aber dennoch blieb ursprüngliche Sehnsucht nach Simplizität - eine Aura, die diese Platte von Anfang bis Ende ausstrahlt. Vermutlich seit seinem Engelberg-Album ( 1991) hat er nicht mehr so losgerockt wie etwa auf "On Nous A Donné", dem aufrüttelnden Eröffnungsstück, das lediglich ein wenig abgemildert wird durch den Gospel-artigen Backgroundchor, der von Zeit zu Zeit durchschimmert. Ungefähr die Hälfte der CD ist gewürzt mit einer heftigen Gitarre und aggressiven treibenden Rhythmen. So auch "Avec Toi", das im übrigen den Stempel des Produzenten Pierre Jaconelli aufgedrückt bekam, bestens bekannt für seine Rolle als Dreh- und Angelpunkt in der Etablierung von French Pop (Johnny Hallyday, Zazie). Interessant: Bei Taxi Europa ist es das erste Mal in Stephan Eichers Karriere, dass er mit Produzenten zusammengearbeitet hat. Neben Jaconelli waren das noch Dutchman Reyn und schließlich auch Benjamin Biolay, der drei Tracks auf Taxi Europa seinen unverkennbaren Touch verlieh. Biolay haucht dem Album etwas Neues ein, einen Kontrapunkt, der etwas introvertierterer daherkommt, und sich durch ruhige Akkorde, durch ein nostalgisch-klingendes, elektronisches Piano und in der reichen Bandbreite äußerst präziser Produktionstechniken ausdrückt, für die Biolay in den letzten Jahren berühmt wurde. Man sieht schon, bei der Aufnahme von Taxi Europa war zwar die Einheit von Ort und Zeit gegeben, dennoch ist es eine Platte voller Bewegung geworden, wie schon der Albumtitel verrät. Zugleich ist es ein Treffen bemerkenswerter Gäste. Schon das Titelstück vereint verschiedene Stimmen, und untermauert damit auch ein europäisches Konzept von Identität, das Stephan Eicher immer schon viel bedeutet hat. So hört man bei "Taxi Europa" Eichers Langzeit-Kumpel Herbert Grönemeyer und daneben den italienischen Rocker Max Gazzè, den einige Kritiker gerne als Italiens Manu Chao bezeichnen. So mischen sich hier Deutsch, Italienisch und Französisch in einem Lied. Überhaupt spiegelt Taxi Europa die linguistische Vielfalt von Eichers Geburtsland - der Schweiz - wider. Die Platte unterstreicht einmal mehr Stephans Position als ein Künstler, den Grenzen sprengende Erfahrungen und Dialoge antreiben. Wie immer gibt es neben Texten auf Französisch, Italienisch und Deutsch auch wieder ein Stück in Englisch, dieses Mal das zarte, introvertierte "Swim To America". Die einzige wirkliche Konstante auf diesem ansonsten äußerst vielseitigen Werk ist die langandauernde Songwriter-Kooperation mit dem französischen Bestsellerautoren Philippe Djian, die bereits bis ins Jahr 1988 zurückreicht. Auch auf Taxi Europa setzen die beiden Kreativ-Kumpels ihre wenige Minuten dauernden Diskurse über unterschiedliche menschliche Qualen und Unglücksfälle - seien sie emotionaler oder gesellschaftlicher, intimer oder allgemeiner Natur - unbeirrt fort. Das Herzstück des Albums ist eine äußerst ungewöhnliche Coverversion aus dem Jahr 1971, das Lied "Si On S'y Mettait", komponiert ebenfalls von einem kongenialen Songwriter-Duo, Jean-Pierre Ferland und Paul Baillargeon aus dem kanadischen Quebec. Darüber hinaus sind noch Texte in Schwyzerdütsch zu bewundern - das Ergebnis einer brandneuen Zusammenarbeit zwischen Stephan und Tinu Heiniger. Und schließlich ist das Taxi Europa noch stolz darauf, zwei äußerst ungewöhnliche Passagiere an Bord begrüßen zu dürfen, nämlich die Französin Maurane und - noch ungewöhnlicher - ihre Landsmännin Micheline Dax. Micheline - seit Jahrzehnten in Frankreich eine Legende, verfügt über ein einzigartiges und kostbares Talent: Sie kann pfeifen wie beinahe niemand sonst, was sie in geradezu magischer Art und Weise auf dem Lied "Avec Toi" unter Beweis stellt. Ausgehend von seinem kämpferischen Aufbruch, bahnt sich das Taxi Europa seinen Weg durch Landschaften von großartiger Harmonie genauso wie durch eher sinistre städtische Umgebungen, nachzuhören etwa auf dem Stück "Kreis 5", das nach dem multi-kulturellen Viertel in Zürich benannt ist, in dem Stephan lebt. Unser Taxi sammelt Erfahrungen mit Wetterumschwüngen, Aufregung und verstörende Zwischenspiele, ehe es in sanfter Fahrt sein Ziel erreicht zu den Klängen eines zweigeteilten längeren Finales, einem Track, der sogar eine Andeutung des Irrealen enthält. Wie auch immer: 20 Jahre nach Stephan Eichers Solo-Debüt Les Chansons Bleues, dem Album, das die Welt erstmals auf diesen seltsamen schweizer ‚Urmacher' aufmerksam werden ließ, ist Taxi Europa zugleich ein Resummée und ein Neuanfang Und das macht es zu seinem bisher aufregendsten Album.

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    Discografie
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    2004
    "Taxi Europa Live"
    2004
    "Taxi Europa/Non Ci Badar"
    2004
    "Carcassonne/Louanges"
    2003
    "Taxi Europa"
    2003
    "Hotel S [Eicher S Favourite] [Vinyl LP]"
    2003
    "Engelberg/My Place/Silence"
    2003
    "Hotel S [Eicher S Favourite]"
    2003
    "Silence/My Place"
    2003
    "Taxi Europa"
    2003
    "I Tell This Night/Engelberg"
    2003
    "Les Chansons Bleues"
    2003
    "Taxi Europa"
    2003
    "Monsieur N"
    2002
    "2Cd Mid Price 2002"
    2001
    "HotelS"
    2001
    "1000 Vies"
    2001
    "Hotel S [Ltd. Digipack]"
    2001
    "Carcassonne [Remastered]"
    2001
    "Non Ci Badar Guarda E Passa"
    1999
    "Louanges (+ CD [UKImport]"
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    Songtexte Stephan Eicher
    Me taire, Ni remords ni regrets, Combien de temps, Le m me nez, Louanges, Manteau de gloire, Elle...
    Alben Stephan Eicher
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