Sophia

Robin Proper-Sheppard ist SOPHIA. Und Robin Proper-Sheppard ist ein sturer Bock. Und ein Stehaufmännchen. Was er als Kompliment auffassen würde. Anfang der 90er Jahre spielte er Gitarre und sang in einer kultisch verehrten Rockband namens THE GOD MACHINE. Einem Trio aus San Diego, das mit einer leicht gothic angehauchten, wuchtigen Mischung aus metallischer Härte und eleganter Artyness (ohne den blassen Euro-Goth-Schlock allerdings) schon damals einzigartig war und in einem Umfeld von Grunge...

Steckbrief
Name:
Sophia
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Sophia Lyrics
I though I knew you I guess I was wrong you only see the face you re convince...
hand in hand we spend the night love comes easy by candlelight we lie about o...
I lost my head in a landslide I should have seen it coming But you took me su...
Biografie Sophia

Robin Proper-Sheppard ist SOPHIA. Und Robin Proper-Sheppard ist ein sturer Bock. Und ein Stehaufmännchen. Was er als Kompliment auffassen würde. Anfang der 90er Jahre spielte er Gitarre und sang in einer kultisch verehrten Rockband namens THE GOD MACHINE. Einem Trio aus San Diego, das mit einer leicht gothic angehauchten, wuchtigen Mischung aus metallischer Härte und eleganter Artyness (ohne den blassen Euro-Goth-Schlock allerdings) schon damals einzigartig war und in einem Umfeld von Grunge und, ähem, Industriegrunge, den späteren Artrock von Bands wie Tool erst möglich machen sollte. Drei junge Typen aus dem Surferparadies San Diego, die im Musikindustriemoloch London vor mehr als 10 Jahren das Geschäft von allen Seiten (auch den Schatten-) kennenlernten, bis der eine von ihnen gleich nach Fertigstellung der zweiten Platte plötzlich und unerwartet an den Folgen eines Gehirntumors verstarb und die anderen beiden an ein Weitermachen nicht zu denken wagten. Der beste Freund tot, das Plattenlabel ein Spielball der Industriegiganten, der ganze Traum zerplatzt. Viel schlimmer kann es eine junge Band mit diesem Potential kaum treffen. Viel tiefer kann der Fall kaum sein. Ein Drittel der God Machine, Ron Austin, ging zurück nach San Diego und wurde Filmemacher. Robin Proper-Sheppard hingegen wurde Vater, gab seiner Tochter den Namen Hope und beschloss in London zu bleiben. Seine Reaktion war radikal. Er konzentrierte sich fortan auf Flower Shop Recordings (das Label, das er während der God Machine-Zeit als Antwort auf die Major Label-Politik gründete und dessen "Zentrum" ein 8-Spur-Rekorder war, den er Old Betsy Satan taufte), wechselte das Fach vom Musikschaffenden zum reinen Produzierenden und veröffentlichte fortan die Musik anderer. Bands der UK Underground-Post-Hardcore-Szene wie Elevate und Ligament wurden von ihm produziert. Und er beschloss, fortan nur noch auf sich selbst zu hören. Er wurde sein eigener Produzent, Art-Direktor, Vertriebs-Chef, Booking Agent, Verleger und Manager. Alles auf niedrigem Niveau, aber eben gerade ambitioniert genug, um für sich und seine Tochter zu sorgen und um anderen Bands eine Plattform zu bieten. Sein eigenes Ding durchzuziehen und zwar so, dass es auch funktioniert, ist zu einer Art Credo von Proper-Sheppard geworden, worauf er stolz ist. Der durchaus ernst gemeinte Gegenentwurf zu den Geldverbrennungsanstalten der Major Labels. Die Entscheidung für ein Leben ohne Netz und doppelten Boden, dazu braucht es bekanntlich Energie und Enthusiasmus und an beidem mangelt es Proper-Sheppard nicht. Dennoch. es dauerte eine ganze Weile bis er sich wieder in der Lage fühlte eigene Stücke aufzunehmen. Als er wieder damit begann - zusammen mit einigen Musikern mit denen er auf seinem Label gearbeitet hatte - wurde schnell klar, dass SOPHIA mit God Machine nicht mehr viel zu tun haben würde, außer dass mit der gleichen Intensität zu Werke gegangen wurde. Das erste Album "Fixed Water" (1996) war eine äusserst schmerzvolle, morbide Analyse von Verlust und Seelenqualen, elegisch und repetitiv vorgetragen. Live wurden die Stücke hingegen ein bisschen abgespeckt (und manchmal wurde sogar richtig gerockt) aber die Hauptsache war, dass Proper-Sheppard einen Weg gefunden hatte sich auszudrücken- ohne wieder von der Lautstärke aus alten God Machine Zeiten Gebrauch zu machen. "The Infinite Circle", das 1998 folgte, bewegte sich auf ähnlichen musikalischen Pfaden obschon nicht mehr so völlig depressiv und in sich gekehrt. Die Würde und Größe, die Strahlkraft, diese Bigness, die SOPHIA Musik heute ausmacht kommt hier zum ersten Mal zu ihrer vollen Geltung und tatsächlich erspielten sich SOPHIA durch dauerndes Touren ein stetig wachsendes Publikum. Das Ganze passierte ohne großes Zutun der Medien und irgendwie schaffte es Robin Proper-Sheppard mit SOPHIA Platten zu verkaufen ohne jegliche Marketingbudgets. Um ehrlich zu sein verkaufte er sogar ziemlich viele Platten, sogar mehr als Polygram/Fiction damals mit God Machine. SOPHIA wurden zu gern gesehenen Gästen auf den Bühnen der geschmackvolleren Festivals dieser Welt (also weniger in Deutschland), wie das Livealbum "De Nachten" dokumentiert - und mehr und mehr machte der Name SOPHIA die Runde. "PEOPLE ARE LIKE SEASONS" markiert in vielerlei Hinsicht einen Wendepunkt für Proper Sheppard. Nicht nur ist es die erste Platte seit zehn Jahren, die der Eigenbrödler und Querdenker aus den Händen gibt (wobei er bei City Slang, dem Aussiedlerhof für Eigenbrödler und Querdenker jetzt nicht unbedingt das Mega-Risiko auf sich geladen hat). Nein, er geht hier auch musikalisch den einen, konsequenten Schritt weiter. Dieses neue Album strahlt neben aller Gefühligkeit, neben aller Melancholie und Traurigkeit auch wieder Kraft und Lebensmut, aber auch eine ordentliche Portion Wut aus. Man spürt bei jedem Hören förmlich die Schwere und die gesteigerte Intensität, die es mit sich trägt. Es mag vielleicht zunächst ein wenig verwirrend sein, dass sich der Bandsound eher wieder in Richtung God Machine bewegt, doch spiegelt dies lediglich eine Entwicklung wieder, die die Band während der vielen Konzerte durchgemacht hat. Zudem eröffnet sich so eine ganz neue Dimension des SOPHIA Sounds der sich auf den repetitiven Charakter der ersten beiden Studioalben beruft, aber auch eine ganz eigene Dynamik besitzt und eine atemberaubende Auswahl von extrem großartigen und sehr sehr kraftvollen Stücken beinhaltet. Und noch etwas zeichnet diese Platte aus: wie bei den verschiedenartigen Möglichkeiten der Live Shows von SOPHIA zu sehen (kann variieren von Duo- bis Orchestergröße), macht es einen eher kleinen Unterschied, ob jemand mit akustischer oder elektronischer Performance konfrontiert ist, wenn den Songs an sich bereits eine solch dermaßen starke Schwere und Tiefe anmutet, die man heutzutage bei der meisten Musik vermisst. Eine Qualität, die nur schwer gekünstelt bzw. nachgemacht werden kann, die also immer nur genuin sein kann und die man mit Fug und Recht als etwas ganz Besonderes ansehen darf. Auf "People Are Like Seasons" ist das Spektrum der musikalischen Grenzgänge sehr viel weiter gesteckt als auf den Vorgängeralben und Proper-Sheppard wagt auch stimmlich Dynamikwechsel innerhalb ein und des selben Songs, die die ganze Partitur menschlicher Gefühlswelten abtasten können ohne im Klischee zu erstarren. Diese Platte ist sein ganz großer Wurf und wir sind mal wieder einfach nur stolz darauf, dabei sein zu dürfen. Denn das hier war längst überfällig...!

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    Discografie
    ""
    2006
    "Herbstwerk (Reissue)"
    2006
    "Secrets of Rome [UKImport]"
    2006
    "Secrets of Rome"
    2005
    "Oh My My"
    2005
    "Live au Satellit Cafe"
    2005
    "Avant [UKImport]"
    2005
    "Spite"
    2005
    "Girlie Girlie [UKImport]"
    2004
    "Sophia: Collections One [UKImport]"
    2004
    "Deconstruction of the World"
    2004
    "An Den Nachtfeuern der Karawan"
    2004
    "Girlie Girlie: The Best of Sophie George"
    2004
    "Angel Face Ep [Vinyl MaxiSingle]"
    2004
    "Girlie Girlie (Best of)"
    2004
    "Le Canzoni Di Soph [UKImport]"
    2004
    "Oh My Love [Vinyl LP]"
    2004
    "Oh My Love [UKImport]"
    2004
    "De Nachten"
    2004
    "Infinite Circle"
    2004
    "Fixed Water"
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    Sie ist 22 Jahre jung, kommt aus England, singt auf Wunsch die Lampen von der Decke und wird in i...
    Songtexte Sophia
    Oh my love, If Only, There Are No Goodbyes, Swept back, I left you, So slow, If a change is gonna...
    Kommentare zum Artist: "Sophia"
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