Wenn es in Deutschland eine Band gibt, die zu den Pionieren des Thrash Metal zählt, dann ist das Sodom. Bis in die frühen Achtziger reicht die Geschichte der Band zurück und wohl kaum einer hätte es damals für möglich gehalten, dass es sie heute noch gibt. 1983 findet die erste Dreier-Formation zusammen. Neben Bandleader Tom Angelripper (Bass/Gesang) sind dies noch Witchhunter (Schlagzeug) und Agressor (Gitarre). Die musikalischen Wurzeln der Band liegen bei den Black-Metal-Veteranen von Ven...
Wenn es in Deutschland eine Band gibt, die zu den Pionieren des Thrash Metal zählt, dann ist das Sodom. Bis in die frühen Achtziger reicht die Geschichte der Band zurück und wohl kaum einer hätte es damals für möglich gehalten, dass es sie heute noch gibt. 1983 findet die erste Dreier-Formation zusammen. Neben Bandleader Tom Angelripper (Bass/Gesang) sind dies noch Witchhunter (Schlagzeug) und Agressor (Gitarre). Die musikalischen Wurzeln der Band liegen bei den Black-Metal-Veteranen von Venom und bei Lemmys Motörhead. Stilistisch kann man Sodom nicht unbedingt mit diesen beiden vergleichen, setzen sie doch in punkto Agressivität und Härte noch eins drauf. Die ersten Demos "Witching Metal" und "Victims Of Death" ziehen die Aufmerksamkeit von Steamhammer auf sich, bei denen sie 1984 ihren ersten Plattenvertrag unterschreiben. Bevor es jedoch an die Aufnahmen zur Mini-LP "In The Sign Of Evil" geht, wird Agressor vom lieblichen Grave Violator ersetzt. Aber auch dieser bleibt nur kurz bei der Band, um dann dem nächsten "or" (Destructor) zu weichen. Mit ihm spielen sie ihr erstes komplettes Album ("Obsessed By Cruelty"). Was die Jungs bis dato aufnehmen, hört sich noch alles recht unausgegoren an, was sich jedoch mit erscheinen von "Persecution Mania" ganz schnell ändert. Sowohl von der heimischen, wie auch der internationalen Presse wird das Werk euphorisch gefeiert. Danach geht es als Support für Whiplash erstmals richtig auf Tour. Während dieser wird in Düsseldorf ein Konzert mitgeschnitten, das später als "Mortal Way Of Life" das Licht der Welt erblicken sollte. Mit dieser Scheibe handeln sie sich Ärger ein. Das Cover ziert - wie der Name Sodom fast vermuten lässt - allerlei Unzüchtiges und darf nur mit schwarzem Deckblatt verkauft werden. "Vielen Dank für diese kostenlose Promo" werden sich Angelripper und co. gedacht haben, die Scheibe verkauft sich glänzend. 1989 dann der große Wurf. Unter der Ägide von Harris Johns, der schon mit Helloween, Kreator und Voivod gearbeitet hat, entsteht ein ausgereiftes Werk, das mittlerweile zu den Klassikern im deutschen Metal zählt. Als erster Thrash-Metal-Band überhaupt gelingt es Sodom, mit "Agent Orange" in die deutschen Charts einzusteigen. Als höchste Platzierung können sie einen respektablen 36. Platz für sich verbuchen. "Nebenbei" erscheint die Single "Ausgebombt", die mittlerweile auch noch nach über zehn Jahren in den Lesercharts der Metal-Magazine auftaucht. Kein Fußbreit weichen sie - trotz Verkaufserfolg - von der brettharten Marschrichtung ab, was ihnen ihre immer zahlreicher werdenden Fans mit Nibelungentreue danken. Das Line Up wechselt zwar immer wieder, Musiker kommen und gehen, die feste Größe Tom Angelripper hält jedoch alle Zügel kompromisslos in der Hand und garantiert, dass die Hörer immer das bekommen, was sie sich von einer Sodom-Platte erwarten: einen kräftigen Punch mitten auf die Ömme. Metal und Bier sind zwei Begriffe, die wie der Arsch auf die Pfanne passen. Wohl auch deshalb, weil Tom Angelripper einem guten Tropfen Gerstensaft nie abgeneigt ist, findet er immer wieder Zeit, unter dem Pseudonym "Onkel Tom" seine Liebe zu Hopfen und Malz in Musik zu kleiden. Nicht ganz ernst gemeint entstehen dabei so nette Sachen wie "When the beer goes marching in", "Ich leg mein Geld in Bier an", "Ballermann 666" oder das unvergessene "Eins, zwei, drei Bier". 2001, nach fast zwei Jahrzehnten Sodom erhält Tom für sein Lebenswerk auch offiziell die Lorbeeren. Auf der Popkomm (sic!) wird ihm Doppelplatin für über eine Million verkaufte Platten überreicht. 2001 M-16 1998 Code Red 1997 'Til Death Do Us Unite 1996 The Black Metal Years (Best Of) 1995 Masquerade In Blood 1994 Marooned Live 1994 Get What You Deserve 1991 Tapping The Vain 1990 Better Off Dead 1989 Agent Orange

