Im Sommer 1982 kaufen zwei US-Punk-Bands einen alten Schulbus und gehen auf Tour. Mit dabei ein Filmteam. Der No-Budget-Streifen "Another State Of Mind" entsteht und verewigt ein Stück Musikgeschichte, denn eine der beiden Bands ist Social Distortion. Drei Jahre zuvor von den Schulfreunden Dennis Danell und Mike Ness gegründet und mit einem namenlosem Geschwisterpaar komplettiert. Schnell werden die Namenlosen durch Brent Liles (b) und Derek O'Brian (dr) ersetzt und mit "Mainli...
Im Sommer 1982 kaufen zwei US-Punk-Bands einen alten Schulbus und gehen auf Tour. Mit dabei ein Filmteam. Der No-Budget-Streifen "Another State Of Mind" entsteht und verewigt ein Stück Musikgeschichte, denn eine der beiden Bands ist Social Distortion. Drei Jahre zuvor von den Schulfreunden Dennis Danell und Mike Ness gegründet und mit einem namenlosem Geschwisterpaar komplettiert. Schnell werden die Namenlosen durch Brent Liles (b) und Derek O'Brian (dr) ersetzt und mit "Mainliner" steht '81 die erste Veröffentlichung an. Mit dem '82er Album "Mommy's Little Monster", einem astreines Punk-Album voll selbstbewusster Auflehnung und Provokation, gehen die Jungs auf Tour, während der auch eingangs genannter Dokumentar-Movie entsteht.Die Tour endet jedoch anders als sie es sich vorgestellt haben und das Album macht sie auch nicht gerade reich und berühmt. Es wird für lange Zeit still um die Band. Mike Ness, der Motor der Band, hat Probleme mit Drogen, dem Gesetz, mit seiner Freundin und sich selbst. In dieser Zeit verlassen Derek und Brent die Band, werden aber schließlich durch John Maurer (b) und Christopher Reece (dr) ersetzt, nachdem Mike '85 von den Drogen loskommt. Später meint Ness, auf jenen Lebensabschnitt angesprochen: "Ich glaube, ich musste ein solches Leben führen um weiter zu kommen. Der Schmerz war für mich immer eine gute Motivation".Etwa 1987, nach gut vier Jahren, rappelt er sich wieder auf, trommelt die Band zusammen und spielt das Album "Prison Bound" ein. Die selbstbewusste Auflehnung ist einem Gefühl des verlorenen aber doch stolzen Outlawtums gewichen. Der Stil der Band hat sich verändert. "Prison Bound" ist kein reines Punk-Album mehr, was auch für alle nachfolgenden Werke gilt. Der Speed ist Punk, der Ausdruck auch, aber dahinter lugen ganz deutlich Country, Blues und traditioneller Rock'n Roll hervor. Nicht umsonst zählt Mike Ness Johnny Cash, Hank Williams und die Stones zu seinen Einflüssen.Der Erfolg mit "Prison Bound" ermöglicht den Wechsel zu einem größeren Plattenlabel. Die nun folgenden Alben verkaufen sich recht gut, ohne den großen Durchbruch zu erzwingen. 1990 geht man mit Neil Young auf Tour, um das "Social Distortion"-Album zu promoten. Auch die Tour mit den Ramones im Anschluss an das '92er Werk "Somwhere Betweeen Heaven And Hell" ist zwar leidlich erfolgreich, für Christopher scheint es trotzdem an der Zeit, die Band zu verlassen und seinen Platz an Chuck Biscuits (Danzig) witerzugeben.Fast sieht es schon so aus, als ob Social Distortion ein Geheimtipp für "Old School Freaks" bleiben, da erscheint 1996 "White Light, White Heat, White Trash" und liefert den eindrucksvollen Beweis, dass die alte Kraft immer noch da ist. Viele Anhänger der härteren Töne werden plötzlich auf diese Band aufmerksam, wodurch ein regelrechtes Revival der Los Angeles Punk Generation losgetreten wird. Wer einen Einblick in den Sound Social Distortions wagen will, dem sei das 1998 erschienene Live-Album "Live At The Roxy" empfohlen, eine Aufnahme von drei Apriltagen im Roxy in Hollywood.Die folgenden Jahre nutzt Mike vor allem zum voranschieben seines Soloprojektes "Mike Ness", das ganz deutlich seine Blues-, Country- und Rockabilly Roots zum Ausdruck bringt. "Cheating With Solitaire" erscheint '98 und "Under The Influence" ein Jahr später. 2000 ist für die Band ein tragisches Jahr, da Dennis Dannel am 29. Februar im Alter von 38 Jahren bei einem Unfall stirbt. Zunächst ist das Weiterbestehen der Band ungewiss, inzwischen steht jedoch eine neue Scheibe für 2001 in Aussicht, für die sich Mike die Hilfe von John, Charlie Quintana (dr) und Jonny Wickersham (g) gesichert hat. 1998 Live At The Roxy 1996 White Light, White Heat, White Trash 1992 Somewhere Between Heaven And Hell 1990 Social Distortion 1988 Prison Bound 1982 Mommy's Little Monster 1981 Mainliner
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