Ringo Starr

Wenn man es genau betrachtet, dann beeindruckt Ringo Starr schon lange nicht mehr durch das, was er war, sondern durch das, was er ist. Zumal dann, wenn er und sein eng kooperierendes Team ein neues Album vorlegen können, das so charmant und ansteckend intim geraten ist wie "Ringo Rama" – das Herz und Seele, Witz und Weisheit dieses Mannes so laut und klar reflektiert. "Es steckt viel von mir in diesen Songs", sagt Starr. "Im Laufe der Zeit kommt meine Persönlichkeit immer stärker in der Mus...

Steckbrief
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Ringo Starr
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Ringo Starr Lyrics
HAVE I TOLD YOU LATELY THAT I LOVE YOU COULD I TELL YOU ONCE AGAIN SOMEHOW HA...
quotWHAT KEY IS IT IN quot quotD quot quotI COULD HAVE PLAYED THE PIANO IF I...
COME ON CHRISTMAS CHRISTMAS COME ON COME ON CHRISTMAS CHRISTMAS COME ON EV RY...
Biografie Ringo Starr

Wenn man es genau betrachtet, dann beeindruckt Ringo Starr schon lange nicht mehr durch das, was er war, sondern durch das, was er ist. Zumal dann, wenn er und sein eng kooperierendes Team ein neues Album vorlegen können, das so charmant und ansteckend intim geraten ist wie "Ringo Rama" – das Herz und Seele, Witz und Weisheit dieses Mannes so laut und klar reflektiert. "Es steckt viel von mir in diesen Songs", sagt Starr. "Im Laufe der Zeit kommt meine Persönlichkeit immer stärker in der Musik zum Ausdruck, einfach so. Ich denke, mein Schlagzeugspiel ist auf diesem Album dynamischer, mein Gesang ist besser und ich glaube auch, dass wir bessere Songs schreiben. Die Tourneen helfen natürlich, denn da bleiben deine Fähigkeiten gefordert. Ich hatte eine lange Auszeit – und jetzt hab‘ ich eben eine lange Ein-Zeit." "Ringo Rama" ist der thrill ride eines Erwachsenen, der liebenswürdig, zuweilen bewegend Gestern und Heute feiert. Ein Song-Zyklus, der die illustre Vergangenheit des ex-Beatles keineswegs ignoriert, doch mit Macht darauf besteht, dass es wichtiger ist, im Hier & Jetzt zu leben und zu lieben. "Ringo Rama" wäre auch ohne die große Historie ein feines Album. Aber weil es von Ringo Starr kommt, fühlt es sich schon an wie ein Album, das man nur einmal im Leben macht. Seitdem er sich Ende der 80er wieder berappelt hat, ist Starr beständig mit wechselnden All-Starr-Ensembles live unterwegs gewesen; dazu hat er eine Reihe beeindruckender Alben eingespielt, die endlich das große Versprechen der frühen Post-Beatles-Werke doch noch einlösen konnten. "Ich hatte 1973/74 mit "Ringo" und "Goodnight Vienna" eine großartige Phase, aber dann gings bergab", räumt Starr heute ein. "Doch dann haben wir 1992 mit "Time Takes Time" begonnen, den Berg wieder hinaufzuklettern. Und sind seitdem immer besser geworden." Als Schlagzeuger stets ein Synonym für rock steady, begeistert sich Ringo Starr heute darüber, dass er insgesamt wieder in einen gesunden und beständigen Groove gefunden hat. "Ich habe das immer wieder betont: Ich liebe es, in einer Band zu sein. Und ich liebe es, mit einer Meute von Musikern rumzuhängen. Das sind wir und das tun wir auch. Wir schreiben die Songs und dann nehmen wir sie auf." Die Meute, die Ringo Starr meint, umfasste für "Ringo Rama" neben Produzent Mark Hudson so begabte Songschreiber und Instrumentalisten wie Gary Burr, Dean Grakal, Steve Dudas, Jim Cox und Gary Nicholson. Dazu gesellten sich als Gäste alte Freunde wie Eric Clapton, David Gilmour, Willie Nelson, Shawn Colvin, Timothy B. Schmidt, Van Dyke Parks und Charlie Haden. Das Album wurde größtenteils in Starr’s Studio in England eingespielt, einige Tracks entstanden im winzigen Studio von Produzent Hudson in Los Angeles. "Ich weigere mich inzwischen, in ein so genanntes "echtes" Studio mit dem ganzen Firlefanz zu gehen", erklärt Starr. "Ich sehe uns lieber zusammen schwitzen, die Musik gemeinsam fühlen." Hudson habe dafür eine ideale Arbeitsatmosphäre geschaffen. "Vor allem lachen wir viel, weil wir Spaß haben, zusammen zu arbeiten. Aber wir können uns auch mal gegenseitig anschreien, ohne dass sich gleich jemand verletzt fühlt und rausstürmt. Manchmal kommen schon Spannungen auf im Studio, aber Mark schafft es dann immer wieder, die Gruppe zusammenzuhalten – mit viel Liebe, großem musikalischen Talent und einer Menge Diplomatie. Wir sind ein Team. Aber es kommt immer darauf an, wieviele gerade im Raum sind, wieviele den Song schreiben, was gerade in der Luft liegt. Da ist nicht alles groß geplant." Dieser spontane, positive Ansatz – das Fundament seiner Arbeit seit den Beatles-Tagen – prägt auch "Ringo Rama" gleich vom ersten Track weg. Wobei das aggressive "Eye To Eye" direkt auf Starr’s Solo-Hit "It Don’t Come Easy" von 1971 anspielt. Wie auch einige andere Titel auf dem Album, beharrt der Song leidenschaftlich auf dem Primat von Frieden und Liebe - auch in traumatischen Zeiten. "Für mich klingt "Eye To Eye" wie ein Krieg, aber wir versuchen, einen Krieg der Liebe daraus zu machen", erläutert Starr. "Ich weiß, dass man leicht reden kann. Aber wir versuchen immer, uns in die Augen zu gucken, weil dann die Welt eine bessere wäre. Meine Mission ist immer dieselbe geblieben: Frieden und Liebe und vier Typen, die gemeinsam Love-Songs schreiben." Wobei ein Liebeslied der etwas anderen Art auf "Ringo Rama" herausragt. "Never Without You" ist ein leuchtender, tief empfundener Tribute an seinen inzwischen verstorbenen Freund und ehemaligen Bandgefährten George Harrison. "Es ist mein Weg zu sagen, wieviel George mir bedeutet hat und wie sehr er in unserer Erinnerung bleiben wird", sagt Ringo Starr. "Gary Nicholson hatte den Song angefangen, Mark ihn vorgestellt und wir realisierten, dass wir das hinbekommen würden. Meine Gedanken waren zu der Zeit ständig bei George. Ich versuchte sogar ihn, John Lennon und Harry Nilsson in dem Song unterzubringen. Aber das wurde zu viel, also dachte ich, dann mach‘ ich ihn halt für George." Für das bewegende Gitarren-Solo in "Never Without You" konnte sich Ringo auf die Unterstützung eines anderen engen Harrison-Freundes verlassen. "Ich rief Eric Clapton an und es war toll, ihn dabei zu haben", sagt Starr. "Eric hat zwei Tracks auf dem Album, aber ich wollte ihn unbedingt in diesem Song, denn ihre Liebe beruhte auf Gegenseitigkeit. Eric sollte kommen und das Solo spielen, denn ich wollte nur Musiker auf diesem Song haben, die George kannte und liebte." Ein anderer Gitarrist von Rang, nämlich David Gilmour (ex-Pink Floyd), spielt im trocken philosophischen "I Think Therefore I Rock & Roll" und auf "Missouri Loves Company." Ringo Starr weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Legenden nicht nur inspiriert waren, sondern auch bequem (zu erreichen). "Wir hatten hier diesen Witz am Laufen", erinnert sich Starr in seinem Haus in England. "Wenn die Leute fragten: "Na, und wer ist auf der Platte?", haben wir immer geantwortet: "Nur ein paar Typen aus der Nachbarschaft. Du weißt schon, wie Eric Clapton und Dave Gilmour." Denn sie leben ja wirklich gleich um die Ecke." Apropos: "Ringo Rama"-Songs wie "English Garden" and "Elizabeth Reigns" reflektieren die Ursprünge des Briten ebenso unverhohlen wie ungewöhnlich. Ringo Starr sagt dazu: "Dieser Elizabeth-Song entstand, weil während der Sessions für das Album gerade das Thron-Jubiläum der Queen lief, mit dieser großen Party, wo auch Paul und viele andere Bands spielten. Dem konnte man ja nicht entgehen. Und unsere amerikanischen "Cousins", die alle bei mir waren – praktisch die ganze Band auf dem Album -, waren alle ganz aufgeregt deswegen. Dean Grakal fing dann mit diesem Song an. Und weil ich wirklich glaube, dass ihre Tage langsam gezählt sind, konnte ich mir diesen Vers nicht verkneifen mit den sechshundert Dienern, die den Palast-Fußboden schrubben. Elizabeth war die letzte der großen Majestäten, und wie es in dem Song heißt: ‚Wir brauchen den König nicht wirklich.‘" Noch näher am eigenen Heim ist "English Garden", in dem Ringo’s geliebte Frau Barbara und sogar der Familienhund Buster auftauchen. Wie es sich für ein Album gehört, das in anglo-amerikanischer Co-Produktion entstand, hat "Ringo Rama" aber auch einige Songs mit dezidiert US-amerikanischem Feeling. Dass Starr ein Countrymusik-Liebhaber ist, gilt schon seit seinem klassischen Buck Owens-Cover "Act Naturally" für die Beatles als gesichert. Hier blüht sein Faible in "Write One For Me" auf, das zudem keinen anderen als Willie Nelson als Gast-Sänger präsentiert. "Das haben wir nur long-distance hinbekommen, denn ich war in England und Willie tourte gerade in Amerika", erklärt Starr. "Aber ich habe Willie schon oft persönlich getroffen. Er ist ein wundervoller Mensch, ein Gentleman, offen für alles, ein unglaublicher Mann." Das übermütige, liebenswerte "Missouri Loves Company" ist ein Road-Trip voller Wortspiele. "Wir lieben einfach diese ganze Doppeldeutigkeit", sagt Starr, warm lachend. "Ich wollte so eine Art Reisebericht. Amerika ist immer noch sehr romantisch für mich, auch die Route 66. Deshalb auch dieses Ding mit Chuck Berry." Und in "Memphis In Your Mind" bekommt auch der King of Rock’n Roll persönlich seinen Name-Check. Wie wichtig die Musik für das Leben von Ringo Starr nach wie vor ist, zeigt nicht zuletzt der Song "I Think Therefore I Rock & Roll". "Es geht um Rock’n Roll und Blues, Musik halt", sagt Starr. "Ich liebe Musik. Ich höre sie immer noch. Ich höre nicht viel von dem, was momentan angesagt ist, auch wenn etwa Coldplay über Zweifel erhaben sind. Ich liebe Bands, aber eben nicht diese Bands aus Reality-Shows, die im Fernsehen zusammengesteckt werden. Die haben einfach nicht die Zeit und Energie reingesteckt. Das ist alles ein bisschen wie Instant-Suppe – und so klingt es dann auch. Tatsächlich musst du nur einmal zwinkern und schon hast du sie verpasst. Aber ich liebe Eminem, den Groove, den er immer hat und den großen Humor in seinen Texten." Zuguterletzt und nur unter uns: Es gibt einen Bonus-Track am Ende des Albums. "Schon damals mit den Beatles haben wir ja sowas öfter gemacht", erinnert sich Ringo Starr. "Einfach noch eine Kleinigkeit hinzugefügt." Hier heißt die süße Kleinigkeit "I Really Love Her", er hat den Song komplett im Alleingang eingespielt. "Nur einmal in meiner Karriere wollte ich alles alleine machen", lacht Starr. "Ich war es leid, dass meine Kumpel alles machten. Also dachte ich: Ok, jetzt mach‘ ich mal alles.‘ Was dann ein großer Spaß für mich war." Der inspirierte Spaß von "Ringo Rama" dürfte sich kommenden Sommer weit verbreiten, wenn Ringo Starr seine aktuelle All-Starr-Band wieder auf Tournee schickt. "Ja, wir wollen es in diesem Jahr wieder live wissen", bestätigt er. "Und ich habe unserem Promoter David Fishof versprochen, dass ich drei neue Songs spielen werde. Also haltet Euch bereit."

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    "Choose Love"
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    2005
    "Choose Love"
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    Songtexte Ringo Starr
    Have I Told You Lately That I Love You , CHRISTMAS TIME IS HERE AGAIN, COME ON CHRISTMAS CHRISTMA...
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