Raging Speedhorn sind: Frank Regan (Gesang), John Loughlin (Gesang), Gareth Smith (Gitarre), Jaye Thompson (Gitarre), Darren Smith (Bass), Gordon Morison (Schlagzeug) „Wenn es Raging Speedhorn nicht gäbe, wären wir alle tot, im Gefängnis oder würden als Lebensunterhalt Gebäude in die Luft sprengen.” Frank Regan Versuche dich doch einmal daran zu erinnern, wie es um die britische Rockszene vor den Raging Speedhorn bestellt war. Komm schon, gar nicht so einfach, oder? Wir können dir auf di...
Raging Speedhorn sind: Frank Regan (Gesang), John Loughlin (Gesang), Gareth Smith (Gitarre), Jaye Thompson (Gitarre), Darren Smith (Bass), Gordon Morison (Schlagzeug) „Wenn es Raging Speedhorn nicht gäbe, wären wir alle tot, im Gefängnis oder würden als Lebensunterhalt Gebäude in die Luft sprengen.” Frank Regan Versuche dich doch einmal daran zu erinnern, wie es um die britische Rockszene vor den Raging Speedhorn bestellt war. Komm schon, gar nicht so einfach, oder? Wir können dir auf die Sprünge helfen: Die britische Rockszene lag im Sterben. Sie bestand aus sabbernden Metal-Jünglingen, die einen große Haufen an Sinnlosigkeiten herausbrüllten, hirnlosen Grunge-Kids, die unterwürfig am Schrein vom heiligen Kurt niederknieten und armseligen Indie-Streuner mit konturlosen Frisuren und ebenso nichts sagenden Songs. Raging Speedhorn haben all dies nicht nur geändert. Sie schnallten der Szene eine Landmiene um den Brustkorb, rammten ihr eine Granate in den Mund und feuerten sie geradewegs in die ewigen Jagdgründe. Raging Speedhorn wurden im August 1998 in der trostlosen englischen Stadt Corby gegründet. Sie rekrutierten sich aus zwei rivalisierenden Bands der Stadt: Box (John Loughlin, Gordon Morrison und original Gitarrist Tony Loughlin) und Soulcellar (Frank Regan, Gareth Smith und Darren Smith). Dieser wilde Haufen aus Freaks, Bastarden und Außenseitern legte seine Rivalität ad acta, vergrub das Kriegsbeil und entschied, dass diese Welt dringend frischen Wind braucht. England wusste da noch nicht, was die Stunde geschlagen hatte. Nur drei Monate nach ihrer Gründung nahmen die Speedhorns mit Produzent Roddy Stone ihr erstes Demo auf. Das Demo umfasste vier erbarmungslose Geräuschattacken mit ultrabrutaler Gangart, die all jene Zyniker Lügen strafte, für die Amerika angeblich das gelobte Land aggressiver Musik ist. Die Gerüchteküche brodelte in ohrenbetäubender Lautstärke. Das Demo verkaufte sich mehr als 1000 Mal, vor allem bei Fans, die weit mehr erwarten als lediglich das lahme Geseiere trauriger Gestalten mit ihren herunterhängenden Hosen und abgehalfterten Sounds. In den Jahren 1999 und 2000 entwickelte sich das Speedhorn-Phänomen in einer geradezu Furcht einflößenden Dimension. Die Band spielte – und eroberte die Bühne – mit Will Haven, Biohazard, Ministry… und sogar Blur-Gitarrist Graham Coxon. Clubs wurden in Schutt und Asche gelegt – manchmal im wahrsten Sinne des Wortes – und die Fans kamen der Speedhorns wegen in Scharen. In August 2000 veröffentlichten Raging Speedhorn ihr selbstbetiteltes Debütalbum. Mit ihrem kraftstrotzenden Sound stieg die Band direkt in den laufenden Wettbewerb ein. Urplötzlich wurde ihr bedingungsloser Mix aus extremem Krachterrorismus zum Sound der Straße. Jeder wollte einen Teil davon abbekommen. Artikel erschienen in weltweit respektierten Publikationen wie Kerrang, dem NME, Metal Hammer und dem Q-Magazin. Raging Speedhorn waren in der Szene angekommen. In den folgenden 12 Monaten untermauerten Raging Speedhorn ihre Position als wichtigste neue Metal Band, die England seit Generationen hervorgebracht hat. Sie tourten in der ganzen Welt und hinterließen eine breite Spur der Verwüstung. Wo immer die Band auftauchte, wurden eiligst die Türen verrammelt, die Polizisten in Alarmbereitschaft versetzt und Barbesitzer schlossen ihre Fenster. Gleichzeitig stieg die Popularität von Raging Speedhorn in einem beängstigenden Maße. Im Juni 2001 waren sie die Opener des Ozzfest in England und legten eine markerschütternde Show hin. Im gleichen Monat stieg ihre erste offizielle Single ‘The Gush’ bis in die englischen Top 50 – eine sensationelle Leistung, angesichts des Terrors, den sie bei Radio- und Fernsehprogrammen auslöste. Aber gleichzeitig kündigte sich auch Ärger an. Die Politik der Musikindustrie – Todesurteil so vieler Bands – legte Raging Speedhorn für fast ein Jahr auf Eis. Die Wut und Frustration dieser Periode entlud sich in ihrem elektrisierenden zweiten Album ´We Will Be Dead Tomorrow’. Dieses war kein Rock´n`Roll, dieses war Völkermord. Die folgenden 18 Monaten rauschten an den Musikern in einem Wust aus Krach und Blut vorbei. Es gab tumultartige Tourneen mit Biohazard und Amen. Es gab verlorene Nächte und kaum wahrgenommene Tage. Die Band verlor einen Gitarristen (Gründungsmitglied Tony Loughlin) und verpflichteten einen anderen (Jaye Thompson der englischen Sludge-Metal-Newcomer Defenestration). Sie zogen nach London, Cardiff und Stockholm. Doch in all diesen Tagen brannte ein großes Ding in ihrer Brust – Raging Speedhorn. All dieses bringt uns nun zum neuesten Kapitel der Geschichte von Raging Speedhorn. In diesem Jahr werden sie ihr ambitioniertes drittes Album ´How The Great Have Fallen` veröffentlichen. Produziert von Queens Of The Stone Age-Mitglied Joe Baresi ist ´How The Great Have Fallen` ihr bis heute mächtigstes Album. Solch spektakuläre wilde Tracks wie ‘A Different Shade Of Shit’, ‘Slay The Coward’, ‘Dead Man Walking’ und ‘Don’t Let The Bastards Grind You Down’ zeigen, dass sie nichts von ihrem Biss eingebüßt haben. Dieses ist der Sound wütender Männer, die gewalttätige Musik für völlig verstörte Menschen machen. Raging Speedhorn haben bereits einmal das Gesicht des Metals grundlegend verändert. Mit ´How The Great Have Fallen` tun sie es ein weiteres Mal. Gehörst du zu ihnen?
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