Primal Scream wird Mitte der 80er Jahre von Bobby Gillespie und Jim Beattie in dessen Schlafzimmer am Ende einer gemeinsamen Jamsession spontan gegründet. PS sind nach The Jesus And Mary Chain die zweite Kombo auf Alan McGees Label Creation Records, das im Jahr 2000 wieder aufgelöst werden sollte. Bobby freundet sich mit den Labelkollegen an und steigt kurzzeitig als Drummer auf einer Tour beider Bands ein. Das Angebot seiner Kumpels, künftig bei ihnen die Felle zu dreschen, lehnt er mit der ...
Primal Scream wird Mitte der 80er Jahre von Bobby Gillespie und Jim Beattie in dessen Schlafzimmer am Ende einer gemeinsamen Jamsession spontan gegründet. PS sind nach The Jesus And Mary Chain die zweite Kombo auf Alan McGees Label Creation Records, das im Jahr 2000 wieder aufgelöst werden sollte. Bobby freundet sich mit den Labelkollegen an und steigt kurzzeitig als Drummer auf einer Tour beider Bands ein. Das Angebot seiner Kumpels, künftig bei ihnen die Felle zu dreschen, lehnt er mit der Begründung ab, sich verstärkt um die Belange von Primal Scream kümmern zu wollen. 1986 wird die Band erstmals durch ein Feature auf einem Sampler ("C86") des britischen Musikmagazins NME einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. Im folgenden Jahr erscheint das Debüt "Sonic Flower Groove", eine von Indierock Gitarrengeschrammel und Rockmucke dominierte Scheibe, die zum Leidwesen der Band keinen großen Anklang findet. Aus Frust darüber verlässt Jim Beattie Primal Scream. Die folgende selbstbetitelte Platte stellt einen Rock'n'Roll-Bastard dar, irgendwo zwischen den Rolling Stones, The Stooges und -MC5, und trifft auf noch weniger Gegenliebe als der Vorgänger. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre kommt aus dem britischen Underground ein neuer Musikstil aus Rock und Dancemusic in die Charts, angeführt von den Happy Mondays und den Stone Roses. Davon völlig fasziniert gibt die Band einem befreundeten Musikerkollegen, nämlich Andrew Weatherall (einem der Two Lone Swordsmen), den Auftrag, den Track "I'm Losing More Than I'll Ever have" vom 2. Album zu remixen. Das Ergebnis ist ein völlig umgekrempeltes Stück, das unter dem neuen Titel "Loaded" vom Underground begeistert aufgenommen wird. Das dritte Album "Screamadelica", u.a. von Weatherall und The Orb produziert, bringt Primal Scream den Durchbruch im Vereinigten Königreich. Denn der psychedelic dance rock kommt bei Kritik und Hörerschaft gleichermaßen gut an und 1992 kann sogar der Mercury Music Prize von der Industrie abgestaubt werden. Mit der Folge, dass das kommende Album sehnsüchtigste Erwartungen schürt. Komischerweise kehren Primal Scream zum eher antiquierten Sound von -Jagger & Co zurück, was bei den neu gewonnenen Fans nicht gerade Begeisterungsstürme entfacht. 1996 läuft "Trainspotting" in den Kinos an und Primal Scream liefern den Titeltrack ab, der gleichzeitig die Rückkehr zu Dancerock und wieder mehr Credibility beim Publikum bringt. Beim nächsten Album wird der Fehler vom vorherigen tunlichst vermieden und auch die Kritiker sind mit "The Scream" wieder versöhnt, da "Vanishing Point" einen gesunden Mix aus dunklem Dub, Dance und Rock anbietet. Ex-Stone Roses Bassist Gary "Mani" Mounfield gefällt die Zusammenarbeit beim Track "Kowalski" und entschließt sich später, der Band beizutreten. Der neueste Longplayer "XTRMNTR", in dem sehr kritische Töne in Bezug auf die Politk angeschlagen werden, setzt den vorher eingeschlagenen Weg konsequent fort und Kevin Shields von "My Bloody Valentine" kann als festes neues Bandmitglied gewonnen werden. 2000 XTRMNTR 1997 Echo Dek 1997 Vanishing Point 1994 Give Out But Don't Give Up 1991 Screamadelica 1989 Primal Scream 1987 Sonic Flower Groove

