Mary J Blige ist wohl die einzig-wahre Soul-Diva der Moderne. Janet Jackson in allen Ehren, doch nur Mary J. Blige kann sich zwischen die altehrwürdigen Göttinnen wie Aretha Franklin oder Diana Ross einreihen. Mary J Blige geht gradlinig ihren Weg, und veröffentlicht im Herbst 2001 ihr fünftes Album "No More Drama". Skandale sucht man bei ihr zum Glück vergebens, Mary engagiert sich sogar intensiv für die Aids-Hilfe und andere soziale Projekte. Da darf man auch ruhig mal über ihr se...
Mary J Blige ist wohl die einzig-wahre Soul-Diva der Moderne. Janet Jackson in allen Ehren, doch nur Mary J. Blige kann sich zwischen die altehrwürdigen Göttinnen wie Aretha Franklin oder Diana Ross einreihen. Mary J Blige geht gradlinig ihren Weg, und veröffentlicht im Herbst 2001 ihr fünftes Album "No More Drama". Skandale sucht man bei ihr zum Glück vergebens, Mary engagiert sich sogar intensiv für die Aids-Hilfe und andere soziale Projekte. Da darf man auch ruhig mal über ihr seltsames Benehmen bei den MTV-Video-Awards im selben Jahr hinweg sehen, sie ist eben eine Diva und für die gelten andere Regeln. So macht sie von Anfang an auch keinen Hehl aus ihrer Liebe zum Rap/Hip Hop-Genre. Kein Wunder, denn kein Geringerer als Bad Boy Puff Daddy nimmt sie als junge Nachwuchssängerin Anfang der Neunziger unter seine Fittiche. Er entdeckt sie zufällig, als ihm ein Demotape in die Hände fällt, auf dem Mary Anita Bakers "Caught up in the Rapture" zum Besten gibt. Puffy erkennt Marys Talent sofort und gibt ihr einen Vertrag, denn nicht umsonst hält er sich seit Jahren hartnäckig an der Spitze des Rapgames. Und Mary weiß seine Verbindungen in den folgenden zehn Jahren gut zu nutzen. Sie arbeitet mit der Crème de la Crème des Hip Hop zusammen. Die Rapper Method Man, Ghostface Killah, Keith Murray, Nas, Jadakiss, DMX, Eve, Wyclef Jean, Grand Puba und Busta Rhymes stehen auf ihrer Gästeliste oder laden sie auf ihre eigenen Alben ein. Gleiches gilt für Top-Produzenten wie Clark Kent, den Trackmasters, Dr. Dre, Swizz Beats, Rocwilder und Puffys gesamtes Bad Boy Camp. Wutangs Rza zum Beispiel nennt als erstes immer Mary J Blige, wenn er gefragt wird, mit welchem R'n'B-Artists er gerne zusammen arbeiten würde. Und auch Dre schwärmt in den höchsten Tönen von der Diva. Natürlich kollaboriert sie auch mit Musikern aus dem Soul-Bereich (u.a. Aretha Franklin, Lauryn Hill, Babyface) und aus anderen Genres (u.a. Elton John, Eric Clapton, Lenny Kravitz). Denn Mary weiß, dass man sich als angehende Diva musikalisch nicht beschränken darf. Doch bevor sie zu ihrem heutigen Status und Ansichten gelangt, muss sie viele Höhen und Tiefen durchstehen. Denn der rasante Aufstieg vom unschuldigen Kirchenmädchen aus Savannah im US-Bundesstaat Georgie (aber in NY geboren) zum Megastar im Big Apple hinterlässt Spuren in Marys Seele. Ihr 92er Debut "411" mit der ersten Single "You Remind Me" wird in den USA zum Hit, und das glitzernde Popbiz zieht die schüchterne Mary in seinen Bann. Zwei Jahre später gelingt Mary mit ihrem nächsten Werk "My Life" weltweit der Durchbruch. Doch die junge Sängerin zieht mit dieser Scheibe die Notbremse, um nicht vollends ihr natürliches Ich zu verlieren, trotz Millionen verkaufter Platten und unzähliger Awards. Für das Vibe-Magazin hat "My Life" einen Platz in den 100 wichtigsten Alben des 20. Jahrhunderts. Spin und Rolling Stone nehmen es immerhin noch in die Top-Liste der 90er auf. "I was crying out for help during the "My Life" album. If you listen to the song 'Be Happy', I was like, Please, somebody come save me." Der Retter erscheint nicht, viel mehr muss mit Puff Daddy ihr Mentor in den Knast. So endet die Zusammenarbeit der beiden, und Mary nimmt ihre Karriere in die eigenen Hände. Es dauert drei Jahre bis das neue Werk "Share My World" erscheint. "Even by the time 'Share My World' came, I was still trying to find my way." Den findet sie nach ausgedehnter Tourneen mit dem 99er Werk "Mary" endgültig. "The making of this album was unbelievable. All I saw was love; I don't normally see that. No problems, no nonsense in the studio. It was 'You coming right or you not comin in here." Mit von der Partie sind u.a Eric Clapton, Elton John, Nas, Babyface, Lauryn Hill, DMX und Aretha Franklin. Die Platte wird für einen Grammy nominiert und heimst wieder mehrere Platin-Auszeichnungen ein. Mary J. Blige hat somit die Entwicklung zur großen Diva und vor allen Dingen zum ehrlichen Menschen vollzogen. "I've learned that we've got to take responsibility for everything that comes out of our mouths.. so.. my focus is on claiming peace and prosperity, trust, patience and love." Im Spätsommer 2001 erscheint ihr fünftes Studioalbum "No More Drama". Hier beweist die mittlerweile 30-Jährige wieder einmal ihre Klasse und verteidigt den Soul-Thron gegen den Rest der R'n'B-Welt. 2001 No More Drama 1999 Mary 1998 The Tour 1997 Share My World 1994 My Life 1993 What's The 411? - The Remixes 1992 What's The 411?

