Wirft man einen Blick auf die Diskographie, so wird einem schnell bewusst, dass Marc Almond nicht irgendein Wochenendsänger ist, der hier und da zum Zeitvertrieb die Stimmbänder in Schwingung versetzt. Ganz im Gegenteil. Wer beinahe jedes Jahr mit der Veröffentlichung eines Longplayers feiert, dessen unerschütterliche Passion muss die Musik sein. Zum Glück, kann man da im Falle des 1959 in Southport (Nordwest-England) zur Welt gekommenen Marc Almond nur sagen, denn so können wir an uns an sei...
Wirft man einen Blick auf die Diskographie, so wird einem schnell bewusst, dass Marc Almond nicht irgendein Wochenendsänger ist, der hier und da zum Zeitvertrieb die Stimmbänder in Schwingung versetzt. Ganz im Gegenteil. Wer beinahe jedes Jahr mit der Veröffentlichung eines Longplayers feiert, dessen unerschütterliche Passion muss die Musik sein. Zum Glück, kann man da im Falle des 1959 in Southport (Nordwest-England) zur Welt gekommenen Marc Almond nur sagen, denn so können wir an uns an seinen gefühlvollen Werken erfreuen. Die ersten öffentlichen musikalischen Gehversuche unternahm er an der Seite von Dave Ball unter dem Namen Soft Cell, und wurde damit innerhalb kürzester Zeit zum Weltstar. Während er mit kitschig-ironischen Soft Cell-Songs die Spitzen der europäischen Hitparaden erklomm, zeigte sich schon früh seine ungeheure Produktivität. Noch zu Zeiten von Soft Cell veröffentlichte er unter dem Namen 'Marc And The Mambas' zwei Platten (u.a. mit Matt Johnson von The The), auf denen er Songs von Syd Barret, Jacques Brel und Lou Reed coverte und die mit ihrem dunklen, souligen Touch einen krassen Gegensatz zu den poppigen Arrangements von Soft Cell bildeten. Daneben arbeitete Almond noch bei zahlreichen Veröffentlichungen von Freunden mit, unter anderem bei Psychic TV und Coil. Nach einem kurzen Zwischenspiel mit den Musikern der Gruppe "The Willing Singers", die "Vermine In Ermine" 1984 einspielten, folgte dann mit "Stories Of Johnny" Marc Almonds erstes richtiges Soloalbum und gleichzeitig seine Rückkehr in die Hitparade. Diesen Weg setzte er mit der LP "The Stars We Are" 1988 konsequent fort und erzielte im Duett mit Gene Pittney wieder einen Nummer Eins Hit: "Something's Gotten Hold Of My Heart". 1989 huldigte er einem seiner großen Idole, Jacques Brel und entwickelte sich in den folgenden Jahren weg vom Popsänger immer mehr zu einer Art modernem Chansonnier, was seiner Liebe zur Schauspielerei entgegen zu kommen schien. Mit "Fantastic Star" unternahm Marc Almond 1996 noch einmal den Versuch, ein Dancefloor-orientiertes Album in der Tradition seiner früheren Hits zu veröffentlichen, um danach seine Stimme wieder in den Mittelpunkt zu stellen und so seine Rückkehr zum Songwriting zu feiern. Nachdem er schon einige Zeit im dunklen Kämmerlein mit seinem ehemaligen Soft Cell-Partner Dave Ball an neuen Songs werkelte, nimmt man 2001 das Angebot des nagelneuen Londoner Clubs "Ocean" an, den Laden mit einem Soft Cell-Konzert zu entjungfern. Neben alten Hits wie "Baby Doll" und "The Art Of Falling Apart" bekommen die Zuschauer auch neue Songs zu hören. Im selben Jahr veröffentlicht Almond auch sein Soloalbum "Stranger Things", das mit in düstere Elektronik getauchter Melancholie glänzt und das seine Stimme so grandios in den Vordergrund stellt wie nie zuvor. 2001 Stranger Things 1999 Open All Night 1998 Flesh Volcano/Slut 1998 Live In Concert 1998 Virgin's Tale 1996 Absinthe: The French Album 1996 Fantastic Star 1995 Treasure Box 1994 Virgin's Tale Vol. II 1994 Virgin's Tale Vol. I

