Manfred Mann

In der klassischen Musik ist es der Dirigent, der den Takt bestimmt. Auf den Feldern des Rock und Pop gibt Manfred Mann den Ton an. Seit den frühen 60iger Jahren mixt das Genie erfolgreich Musikstiele. Für zahllose großartige Songs zeichnet er verantwortlich. Wenn Statistiken ausreichen würden, um den Status eines Musikers zu bestimmen, wäre schon alleine mit der Auflistung von Manfreds 22 UK Chart-Singles, 6 –EPs und 12 –Alben alles gesagt. Als Manfred Anfang der 60iger in England ankam, ...

Steckbrief
Name:
Manfred Mann
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Manfred Mann Lyrics
If the song of the songbird Could replace my wrong word Then my dear that s t...
Blinded by the light wrapped up like a deuce Another runner in the night Blin...
There she was just a walkin down the street singin Do wah diddy diddy dum did...
Biografie Manfred Mann

In der klassischen Musik ist es der Dirigent, der den Takt bestimmt. Auf den Feldern des Rock und Pop gibt Manfred Mann den Ton an. Seit den frühen 60iger Jahren mixt das Genie erfolgreich Musikstiele. Für zahllose großartige Songs zeichnet er verantwortlich. Wenn Statistiken ausreichen würden, um den Status eines Musikers zu bestimmen, wäre schon alleine mit der Auflistung von Manfreds 22 UK Chart-Singles, 6 –EPs und 12 –Alben alles gesagt. Als Manfred Anfang der 60iger in England ankam, hatte er nur Musik im Kopf. „Ich wusste, dass ich Musiker werden wollte,“ erzählt er heute, „aber in Süd-Afrika konnte man sich nur auf Hochzeiten, Barmitzvah-Zeremonien und in Bars verdingen.“ Doch mit Hilfe von Stars wie Oscar Peterson, Errol Garner, Bill Evans und vor allem Miles Davis, seinem großen Vorbild, begann er, in seine eigenen Fähigkeiten zu vertrauen. Der Weg zum Erfolg führte über den Pop. Schnell machte Manfred Manns gleichnamige Band durch Titel wie '5-4-3-2-1', 'Ragamuffin Man' und natürlich die legendären Hits 'Do Wah Diddy Diddy' (nicht nur in den USA auf #1), 'Pretty Flamingo' und 'Mighty Quinn' von sich reden. Auch den Wechsel ihres Sängers, von Paul Jones zu Mike d’Abo, überstand die Band, ohne an Popularität einzubüßen. Nur vergleichbar mit den Beatles, produzierten die hochkarätigen Musiker der Gruppe, Tom McGuinness, Mike Vickers und, für eine kurze Zeit, sogar Jack Bruce, regelrechte Klassiker des Pop. Dabei waren viele von Ihnen technisch gar nicht mal so herausragend. „Das Problem mit guten Musikern ist, dass sie oftmals keine gute Musik spielen“, bemerkt Manfred Mann. „Jack Bruce war großartig, aber der Rest von uns gehörte nicht gerade zu den Besten... Klar waren wir besser als einige – aber auch schlechter als viele andere!“ Doch die Genialität, mit der die Songs komponiert wurden, brachte dennoch den ganz großen Erfolg. Mit der Zeit erwies sich das Drei-Minuten-Single-Format für Manfred Mann jedoch als zu einschränkend. 1969 streifte er die Pop-Zwangsjacke ab und gründete gemeinsam mit dem Schlagzeuger Mike Hugg die kurzlebige Band Chapter Three. Ziel war es, „allem, was wir bisher getan hatten, den Rücken zu kehren“, wie Manfred erklärt. „Aber im Rückblick hatten wir einfach zu viele Anti-Pop-Regeln: bloß keine Gitarre, ausschließlich eigenes Material verwenden!“. Heraus kamen zwei jazzige und entschlossen unkommerzielle Alben, sowie ein unveröffentlichtes Werk, dass in einem Boxen-Set präsentiert werden sollte. Der mangelnde Erfolg von Chapter Three war frustrierend. „Im Nachhinein war das Konzept einfach zu speziell“, meint Manfred heute. Also gründete er zusammen mit Mick Rogers, Chris Slade und Colin Pattenden ein neues Projekt: die Earthband. Die einzige Regel der Band: es gibt keine Regeln. “Wir sagten: ‘Lasst uns einfach drauflos spielen und sehen, was dabei heraus kommt!“ Der Erfolg sollte nicht lange auf sich warten lassen. 1972 veröffentlichte die Gruppe ihren ersten Longplayer, und nur ein Jahr später folgte mit 'Joybringer' die erste von drei Top 10 Hit-Singles. Seitdem ist die Earthband fester Bestandteil des Pop-Business, auch wenn sich ihre Zusammensetzung des öfteren ändern sollte. „Wir haben uns stetig weiter entwickelt“, sagt Manfred, „dazu gehörten eine Vielzahl von verschiedenen Mitgliedern. Es kam nur darauf an, was für die bestimmte Situation das Beste war.“ So folgte der Lead-Sänger Noel McCalla auf die Fußstapfen der berühmten Chris Thomson und Mick Rogers, die jedoch später wieder auf das stetig routierende Bandkarussell aufsprangen. Den kommerziell größten Erfolg bescherte der Earthband die 1976 veröffentlichte Single 'Blinded By The Light', welche in den US-Charts toppen konnte. Dennoch war dies ironischerweise wohl der Zeitpunkt, zu dem Manfred beschloss, sich von dem lukrativsten der Musik-Märkte zurück zu ziehen. „Wir tourten quer durch Amerika, sechs lange Wochen konnte ich meine Kinder nicht sehen“, erinnert sich Manfred, „und alles was ich bei meiner Rückkehr in der Tasche hatte, waren $1500 Dollar – nach einer Number-1-Scheibe! Wir hatten zwar einen großen Hit, den Markt dort konnten wir aber nicht auf Dauer erobern. Das ist der Grund, warum wir in den USA nie wirklich berühmt waren“. Daher weist er die Vermutung, er habe dem Erfolg dort von sich aus den Rücken gekehrt, zurück. „Ich habe in meinem Leben nicht so viel Erfolg gehabt, dass ich davor davon laufen könnte!“, erklärt er. „Klar gab’ es mit der Earthband in den 60iger Jahren schon mal Momente, wo ich gern davon gelaufen wäre! Aber das waren diese Situationen, in denen man ständig auf der Strasse erkannt wurde, die Symptome der Berühmtheit – doch das ist etwas völlig anderes als Erfolg“. Doch wenn man es rein musikalisch betrachtet, hat Manfred unzweifelhaft so etwas wie den „Midas touch“. Genauso wie bei Bruce Springteens 'Blinded By The Light' war er auch mit seinen Interpretationen von Stücken von Bob Marley, Sting, Paul Weller, Del Amitris Justin Currie und anderen erfolgreich. „Jazz-Musiker spielen andauernd Songs anderer Leute, insofern war das für mich absolut normal“, erzählt Manfred. Andersherum war er auch offen genug, seinerseits bei einer Neuaufnahme des Titels ’Blinded’ von Funkstar Deluxe mitzuwirken, der 2002 europaweit ein Hit wurde, gefolgt von der erfolgreichen Neuauflage von Bob Marleys 'The Sun Is Shining'. Weit davon entfernt, nur auf die pure Erhaltung seines bisher erworbenen Ansehens bedacht zu sein, macht es Manfred Mann Spaß, für musikalische Experimente Risiken einzugehen. So veröffentlichte er 1991 das Meisterstück 'Plains Music', ein Album, welches die Musik und Kultur der nordamerikanischen Indianer reflektierte. Manfred beurteilt es selbst als das bis dato „einzige, das ich beim Zuhören als in sich abgeschlossen empfinde, bei dem alles auf natürliche Weise zusammen zu gehören scheint. Bei den vorhergehenden Werken denke ich immer: ‚Dieses oder Jenes hättest du anders machen sollen!’“ Der unermüdliche Perfektionist ist meist in seinem Studio anzutreffen, welches er sich in einem ehemaligen Arbeitshaus an der Londoner Old Kent Road eingerichtet hat. Dort plante er auch seine neueste musikalische Überraschung – das Album “2006”. Viele der Tracks von “2006” wurden mit der Earthband, allen voran Chris Thompson und Mick Rogers, aufgenommen. Dabei arbeiteten die Musiker jedoch auf völlig neue Art und Weise: „Es gab keine Proben vorher“, erzählt Manfred Mann. „Im Ergebnis sind also fast alle Tracks ungeprobt eingespielte Erstaufnahmen. Genauer handelt es sich dabei um die Stücke ‘Mars’, ‘Two Friends’, ‘Two Brides’, ‘Marche Slave’, ‘Frog’ und ‘Get me out of this’. Musikalisch funktionierte diese Methode sehr gut, sie erforderte nichtsdestotrotz aber viel Zeit. Denn wir mussten die separat aufgenommenen Teile, bspw. die Strophen und den Backgroundgesang, im Nachhinein zusammenfügen. Dabei sind teilweise Versionen herausgekommen, die die Fans der Earthband so nicht erwartet haben mögen. Dies ist der Grund, warum das Album in erster Linie meinen Namen trägt, auch wenn bei den meisten Songs Musiker der Earthband mitgewirkt haben. Die Musik repräsentiert einfach in vieler Hinsicht meinen ganz persönlichen Geschmack, nicht notwendigerweise den meiner Kollegen. Es wäre daher falsch gewesen, hier den Kontext zu der Earthband herzustellen.“ Ein gut nachvollziehbarer Entschluss. Denn Manfred Mann wäre nicht Manfred Mann, wenn er nicht auch auf “2006” einmal mehr ein Experiment wagen würde: die Zusammenarbeit mit dem deutschen Rapper Thomas D. (“Die da”, “Rückenwind”)! An zwei Stücken hat Thomas mitgewirkt. Neben dem eindrucksvollen Titel “Independent Woman” ist es vor allem der kraftvolle Song “Demons And Dragons”, der durch die vorzüglich gelungene Fusion unterschiedlicher Genres besticht. “Ursprünglich bat ich Thomas nur, die Line ’you know, that I know’ hinzuzufügen – auf deutsch heißt das, glaube ich, soviel wie: ’ich weiß, dass du weißt’“, erinnert sich Manfred an die Arbeit an “Demons And Dragons”. „Aber das klang zunächst nicht so recht, und so sagte ich: ’Thomas, warum tust du nicht einfach, was du willst, probier’ ein bisschen was’. Und da spielte er einen Track ein, der mir so gut gefiel, dass ich ihn sogar auf dem internationalen Album belies. Denn ich glaube, dass der Song funktioniert, auch wenn einem die deutsche Sprache vielleicht nicht so geläufig ist.“ Ein weiterer genialer Streich von Manfred Mann, der sicherlich nicht sein letzter gewesen sein wird. „Count Basie rockte, bis er starb, Beethoven rockte, bis er starb, Frank Sinatra, Ella Fitzgerald...“, sagt Manfred nachdenklich. „Ich bin ein Musiker und werde es auch bleiben. So lange mich die Leute noch auf der Bühne sehen wollen, so lange werde ich auch noch auftreten“. Ein schönes Schlusswort, wäre da nicht noch eine Frage offen: was hat es mit dem Titel “2006” auf sich? „Nun, dass Album wird natürlich 2004, mancherorts auch 2005 veröffentlicht“, lacht Manfred. „Das ’falsche’ Datum weckt ganz einfach Interesse an dem Album – und vielleicht hält das ja bis 2006 an!“.

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    2006
    "2006 (Diamond Edition)"
    2006
    "Very Best of [the Best 1200]"
    2006
    "Ages of Mann: The Best of Manfred Mann [UKImport]"
    2006
    "Alive in America"
    2006
    "Original Manfred Mann"
    2006
    "Mann Alive"
    2006
    "Soft Vengeance"
    2005
    "Singles in the Sixties"
    2005
    "Complete Greatest Hits 6303, T"
    2005
    "Somewhere in Afrika [+5 Bonus]"
    2005
    "Roaring Silence,the [+2 Bonus]"
    2005
    "Budapest Live +3 [Papersleeve]"
    2005
    "Watch +3 [Ltd. Papersleeve]"
    2005
    "Angel Station +2 [Papersleeve]"
    2005
    "Chance +4 [Ltd.Papersleeve]"
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    "Odds & Sods/MisTakes+OutTakes"
    2005
    "Somewhere in Afrika"
    2005
    "2006"
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    Songtexte Manfred Mann
    Come Tomorrow, Blinded by the Light, do wah diddy diddy, Do wah diddy diddy, 5 4 3 2 1, Angels at...
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