Als Mitglied der britischen Pop-Formation Blue war der 22 jährige Sänger und Songwriter als einer der Köpfe massgeblich am Erfolg des Quartetts beteiligt, das seinen grössten Hit in Deutschland mit der Elton-John-Coverversion bzw Kollaboration "Sorry..." platzieren konnte (Peak Position :3)
In ihrer Heimat UK landeten die 4 einen Hit nach dem anderen, beginnend mit "All Rise" im Jahr 2001, insgesamt 10 Top Ten Singles , drei Nummer- Eins-Hits und 3 Nummer-Eins-Alben.
Ihr...
Als Mitglied der britischen Pop-Formation Blue war der 22 jährige Sänger und Songwriter als einer der Köpfe massgeblich am Erfolg des Quartetts beteiligt, das seinen grössten Hit in Deutschland mit der Elton-John-Coverversion bzw Kollaboration "Sorry..." platzieren konnte (Peak Position :3)
In ihrer Heimat UK landeten die 4 einen Hit nach dem anderen, beginnend mit "All Rise" im Jahr 2001, insgesamt 10 Top Ten Singles , drei Nummer- Eins-Hits und 3 Nummer-Eins-Alben.
Ihre komplett ausverkaufte Farewell Tour ist gerade abgeschlossen, somit ist der Zeitpunkt für den Start der Solokarriere geradezu perfekt.
Bereits am 22. August erschien die erste Single aus seinem demnächst erscheinenden Soloalbum "Lee Ryan".
Als sich Lee Ryan in diesem Sommer daran machte, erstmals ohne seine Blue-Kollegen aktiv zu werden, hatte er bereits weit mehr Ideen und Pläne auf der Agenda als all die Branchen-übliche Boyband-Veteran der vergangenen Dekade. Ähnlich wie George Michaels Wham!-Ausstieg oder Robbies beispielloser Aufstieg aus der Asche seiner Ex-Band Take That, ist Lees Schritt zum Solo-Künstler die nächste logische Stufe in der Karriere eines jungen Mannes, den sein immanentes Talent unermüdlich zu weiteren Erfolgen antreibt. Eine Gabe, die weder erlernbar ist und auch die beste Marketingabteilung sich nicht ausdenken kann.
Bei Blue war er der „Tabloid Boy“, oder wie er selbst sagt „der Wilde, der immer in irgendwelche Schwierigkeiten geriet. Ich glaube, es waren mindestens zehn Mädels, die irgendwelche Geschichten über mich an die Presse verkauften. Aber das war mir egal. So lange sie sich für die Kohle anschließend ein neues Paar Schuhe kaufen konnten – warum sollte ich mich darüber aufregen?“ Die Kontroll-mechanismen, die üblicherweise dafür sorgen, dass Boybands auf Kurs bleiben und einwandfrei funktionieren, verhinderten ansonsten, dass die Informationsquellen im unmittelbaren Umfeld der Bandmitglieder intime Details hergaben.
Die Boyband, der er angehörte, tat derweil alles, um Ryans Licht unter den Scheffel zu stellen – obgleich sie dies zugegebenermaßen auf sehr musikalische Art und Weise tat. Das bedeutet allerdings, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten neben seinem phänomenalen Talent endlich auch den Menschen Lee Ryan kennen lernen werden. Lee s Solo- Material läuft unter der Rubrik “soulful contemporary adult Pop” und eröffnet den zahllosen Blue-Fans in aller Welt die Möglichkeit, noch mehr über ihren Helden zu erfahren – sowie der bislang unerschlossenen Zuhörerschaft, ein unglaubliches Gesangstalent für sich neu zu entdecken.
Die Debütsingle „Army Of Lovers“ ist bereits ein guter Indikator für den Sound seines ersten Solo-Albums. An die Stelle leichter US-R&B-Elemente treten verstärkt Einflüsse aus dem klassischen Soul, wie Marvin Gaye, Maxwell oder Luther Vandross, die mit vorzugsweise akustischer Instrumentierung umgesetzt werden. Zusammen ergibt sich ein starker, einzigartiger Sound, der wie geschaffen ist zum Mitsummen, wenn die Songs bei MTV oder im Radio zum Einsatz kommen. Lee Ryan weiß um die Vorzüge eingängiger Popmusik und auf gleichsam elegante wie ehrliche führt er seine Songs mit seiner Stimme direkt in das Herz des Hörers.
Als Autor einiger der besten und wichtigsten Blue-Songs – u.a. einer ihrer größten internationalen Hits „Breathe Easy“ – richtet Lee auch bei seinen Solo-Arbeiten das Hauptaugenmerk auf das Songwriting. Viele Menschen wären überrascht, wenn sie wüssten, wie oft Lee von einem seiner in der Klatschpresse so detailliert geschilderten abendlichen Streifzüge nach Hause zurück kam und sich erstmal hinsetzte, um bis zum Morgengrauen Songs zu schreiben. „Ich ging buchstäblich von der Arbeit direkt ins Studio. Ich habe mir wirklich kein großartiges Leben neben der Musik gegönnt.“ Dass Lee kontinuierlich an seinen Fähigkeiten als Songswriter arbeitet ist aber keineswegs der Credibility-erheischende, verzweifelte Versuch eines Musikers, seine Pop-Vergangenheit vergessen zu machen. Vielmehr treibt ihn die konstante Suche nach Menschen an, die ihm dabei helfen, dieses Handwerk weiter zu entwickeln. „Ich habe mit einer ganzen Reihe von Leuten gearbeitet, von Marios Produzent Neo bis hin zu aufstrebenden britischen Songwritern wie Nigel Hoyle, der ‚Army Of Lovers’ schrieb“, sagt Lee. „Als ich das Lied zum ersten Mal hörte, war mir klar – das klingt genau wie ein klassischer Popsong jener Klasse, die nur alle Jubeljahre auftauchen.“
Das neue Kapitel in Lees Karriere eröffnete ihm auch die Möglichkeit, mit einigen der Schlüsselfiguren zusammen zu arbeiten, die ihm einst geholfen hatten, als Teil von Blue zu Ruhm, Erfolg und Ehre zu kommen. So ist Lee heute Label-Kollege von Natalie Imbruglia bei Brightside Recordings, dem Label, das von demjenigen A&R gegründet wurde, der Blue entdeckt und gesignt hatte: Hugh Goldsmith. Auch für das Video zu „Army Of Lovers“, das in Soller, Mallorca, gedreht wurde, setzte Lee auf bewährte Kräfte: Die renommierten Regisseure Max und Danya hatten u.a. bereits den Clip zu „Sorry Seems To Be The Hardest Word“ inszeniert, der Hitsingle, die Blue zusammen mit Elton John aufgenommen hatten.
Elton John nimmt für Ryan nach wie vor die Rolle eines befreundeten Mentors ein. Und überhaupt ist der Kreis derer, die von ihrer Arbeit mit Lee ausschließlich Positives zu berichten haben und von seiner Dynamik, seinem Talent und seinem Stimmumfang schwärmen, auffallend groß und vielfältig. Nachdem z.B. die Mode-Designer von D&G von seinen Solo-Plänen erfuhren, nahmen sie Lee sofort als eines der neuen Aushängeschilder für ihre Marke unter Vertrag.
Obwohl Lee außergewöhnlich hart an der Umsetzung seiner Ziele arbeitete, entstammt er einem Umfeld, dass sehr leicht die ehrgeizigen Pläne eines jungen Mannes frühzeitig hätte vereiteln können. Als Sohn einer allein erziehenden Mutter wuchs er in einer toughen Londoner Gegend auf. „Wir besaßen nichts. Aber weil ich Legastheniker war und ein ziemlich wildes Kind, dachte sie ‚ich schicke den Jungen auf die Schauspielschule’. Sie dachte, dass es mir helfen würde, meine Konzentrations-fähigkeit zu verbessern, und in der Tat half es mir sehr. Die Sache gab mir jede Menge Energie. Meine Mutter hat sich dafür den Arsch abgearbeitet.“ Zum Ende seiner Aufenthalte an verschiedenen Schauspielschulen, darunter Italia Conti, die Bright Lights Academy und Sylvia Young, und mit diagnostizierter Legasthenie nebst Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, bestand eine der Schulen auf die Einnahme des Psychopharmakons Ritalin, um seinen Realschulabschluss zu meistern. Seine Mutter sah sich das Medikament genau an und stellte fest, dass es sich um ein Amphetamin handelte. Sie ließ nicht zu, dass Lee es einnahm und so war er gezwungen, abermals die Schule zu wechseln. Vordergründig sah es aus, als wenn er nichts zustande brächte – doch künstlerisch war er auf einem guten Weg. „Ich hatte so viele Gesangslehrer – mehr als zehn, bevor ich sechzehn war – und ich lernte sehr viele Musiktechniken. Die meisten Menschen haben einen einzigen Gesangslehrer und eine erlernte, bewährte Technik. Ich aber habe mir von allen ein bisschen abgeschaut. Ich habe mir meine eigenen Regeln zusammen gestellt.“
Irgendwann sah er schließlich den Film „The Basketball Diaries“ („In den Straßen von New York“), einen Film über die Teenager-Junkie-Underground-Szene in New York, basierend auf einem Buch von Jim Carroll. Dies inspirierte ihn dazu, selbst ein Drehbuch zu schreiben. „’Changes’ handelt von meiner Kindheit. Aber es handelt nicht nur von mir, sondern davon, wie Kinder aufwachsen. Es handelt von der Frage, was gewesen wäre, wenn ich an einer Crackpfeife gezogen hätte, wenn sie mir jemand an die Lippen gehalten hätte. Ich werde ‚Changes’ gegen Ende des Jahres inszenieren. Ich arbeite mit Kids aus Jugendheimen zusammen, die mir von der Polizei empfohlen wurden. Aber ich mache das nicht, um mich als Wohltäter zu fühlen, ich mache das, weil ich Schauspieler will, die etwas mit den Dingen anfangen können, von denen ich spreche.“
Die Erfahrungen als Heranwachsender waren derart hart, dass er sich nun bestens dafür gerüstet fühlt, den zahlreichen Fallen auszuweichen, die auf junge Künstler lauern. In einer Gegend aufzuwachsen, in der Drogen und Kriminalität an der Tagesordnung sind, bedeutet für seinen guten Freund Elton John, dass er sich bei Lee Ryan keine Sorgen über Drogenprobleme Doherty’schen Ausmaßes machen muss. „Ich glaube, Elton befürchtete, dass mich die Musikindustrie fertig machen würde. Aber ich hatte nur das Gefühl, das alles irgendwo schon mal gesehen zu haben.“

