"Wenn du alte Frauen fragst ist die Jugend am Ende/ Generationen von uns sind verloren/ Wir feiern immer nur und schmieren Mist an die Wände/ .../ Alte Frauen sagen wir haben zu viel Geld/ Und dass ein Kurzhaarschnitt ein Mädchen entstellt/ Keine Ahnung keiner weiß, woher die das alles wissen/ Reden ist Silber, Reden ist Gold/ Die Hälfte von uns hat die Schule geschmissen" Textauszug aus der Single "Alte Frauen", VÖ: 13.09.2004 Es sind die meist verschlungenen und trotzdem klaren Worte, di...
"Wenn du alte Frauen fragst ist die Jugend am Ende/ Generationen von uns sind verloren/ Wir feiern immer nur und schmieren Mist an die Wände/ .../ Alte Frauen sagen wir haben zu viel Geld/ Und dass ein Kurzhaarschnitt ein Mädchen entstellt/ Keine Ahnung keiner weiß, woher die das alles wissen/ Reden ist Silber, Reden ist Gold/ Die Hälfte von uns hat die Schule geschmissen" Textauszug aus der Single "Alte Frauen", VÖ: 13.09.2004 Es sind die meist verschlungenen und trotzdem klaren Worte, die ihre Texte charakterisieren. KIRA schafft es selbstbewusst und berührend zugleich mit Songs wie "Alte Frauen" den Gefühlen und Erfahrungen Ausdruck zu verleihen, die wir alle kennen. Die sensible Beobachtung der Welt um sie herum setzt KIRA eindrucksvoll in ihren Songs um, deren Thematik und Atmosphäre man sich nicht entziehen kann. "Bei ‚Alte Frauen' geht es nicht um alle alten Frauen, sondern um diese ganze bestimmte Sorte von Frauen, die unentwegt die Augen verdrehen und sich nicht bemühen, irgendetwas zu verstehen, was von "der Jugend" kommt. Es fehlt ihnen an Offenheit und Selbstkritik und an dem Willen, das Leben der nächsten Generationen in einem guten Licht zu sehen. Vieles in dem Song ist aber auch ironisch gemeint oder überzeichnet." Am Tag als der Song entstanden ist, stieß KIRA beim Besuch ihrer Eltern auf eine dieser Frauen. "Ich habe mein Auto geparkt, wo man eigentlich nicht parken durfte. Aber es war okay, ich habe niemanden eingeparkt. Eine alte Frau riss das Fenster auf und wäre beim Versuch über die Strasse zu schreien fast herausgefallen. ‚Hallo Fräulein...hallo'. Ich habe sie ignoriert und sie schrie so lange, bis ich mich umdrehen musste. ‚Sie dürfen da nicht parken!' Sie hat sich noch eine halbe Stunde lang aufgeregt und mir erklärt, dass das alles so nicht laufen würde und wie lange sie hier schon wohnen würde. So ist der Song entstanden." Mit "Alte Frauen" präsentiert KIRA die zweite Single nach "Der Sog" aus ihrem am 25. Oktober erscheinendem Debütalbum "Inauswendig". In enger Zusammenarbeit mit ihrem musikalischen Entdecker, Mitstreiter und Produzenten Michael Hagel entstand in dreijähriger, intensiver Song- und Studioarbeit ein bewegendes Debüt, das nun endlich der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Der Wille sich mit Musik und Songs zu verwirklichen war von Beginn ihres musikalischen Werdegangs an nicht zu bremsen. Nach der obligatorischen musikalischen Früherziehung begann KIRA im Alter von 10 Jahren Geige zu spielen und bekam sechs Jahre lang Unterricht. Schon zu diesem Zeitpunkt wurde KIRA klar, dass sie sich an diesem Instrument nicht verwirklichen konnte - sie wollte eigene Songs schreiben. Um den Wechsel zu einem anderen Instrument zu finanzieren, nahm KIRA 1995 - mit 16 Jahren - einen Job in einer Metallfabrik an. Mit den verdienten 1000 Mark kaufte sie sich ihre erste Gitarre und begann an eigenen Popsongs zu komponieren. "Wenn man selbst schreibt, bekommt jedes Wort und jede Note die persönlichste Bedeutung und die größte Glaubhaftigkeit. Und das ist auch das Wichtigste für mich, egal, ob ich Musik höre oder schreibe. Ein Song muss mir etwas erzählen, ehrlich sein und mich berühren." Nachdem sich KIRA immer stärker für ihren Traum engagierte, fehlte sie immer öfter in der Schule, was nicht immer auf Verständnis seitens der Familie stieß. "Ich saß zu Hause und übte bis mir die Finger wehtaten." Die Gitarrenstunden entwickelten sich zu Sessions, bei denen sie mit ihrem Gitarrenlehrer Songs austauschte. Diese Sessions eröffneten KIRA ihr "erstes Publikum". Die Fähigkeit sich zu stellen, sein Innerstes nach Außen zu kehren und eigene Ideen zu verwirklichen, wurde in dieser Zeit stark geprägt. So war es auch ihr Lehrer, der mit KIRA einen ihrer ersten Songs aufnahm und 1997 bei einem Homerecording Wettbewerb einreichte. Ein Jahr später bekam KIRA eine Rückmeldung auf das Material, das in der Zwischenzeit an den Hamburger Produzenten Michael Hagel weitergeleitet worden war. Er beeinflusste maßgeblich ihre Entscheidung, sich professionell mit ihrem Talent und ihrer Arbeit auseinander zu setzen und schaffte auch eine wichtige Vertrauensbasis. Die Arbeit an neuen Songs begann. "Ich habe schon immer Musik und Texte parallel geschrieben. Zuerst auf Englisch, aber mein Produzent hat mich immer wieder dazu animiert, einmal etwas auf Deutsch zu schreiben. Als ich es versucht habe, hat uns beide das Resultat und das neue Feeling sofort überzeugt. Von da an hatte ich kein Interesse mehr umzusteigen." Das ihr entgegengebrachte Vertrauen schaffte Sicherheit und weckte weiter ihren Kampfgeist, sich noch stärker für ihre Musik zu engagieren. Im Jahre 2000 entschloss sich KIRA von Wuppertal, ihrer Heimatstadt, nach Hamburg zu ziehen. "Die Schule hatte ich nach der 12. Klasse beendet. Meine Familie zu verlassen viel mir schwer, aber ich wusste, das alles im Sande verlaufen würde, wenn ich den nächsten Schritt nicht gehe." Die Hoffnung, das Richtige getan zu haben, wurde 2001 mit einem Verlagsdeal bei FREIBANK bestätigt. KIRA stellte sich bei verschiedenen Plattenfirmen vor, stieß von allen Seiten auf großes Interesse und musste doch weiter auf die Chance warten, ihre Musik einem größeren Publikum präsentieren zu können und zugänglich zu machen. Letztendlich fehlte den Firmen der Mut, die klare Linie ihrer Musik bedingungslos zu unterstützen. "Ich war kurz davor alles hinzuwerfen. Zu studieren und einen anderen Weg zu wählen." Durch einen glücklichen Zufall erfuhr KIRAs Verlag, dass das Label GRÖNLAND nach neuen, deutschen Talenten suchte. Im November 2002 wurde KIRA bei dem Termin in London Herbert Grönemeyer vorgestellt. Sie hinterließ mit Gesang und Gitarre einen so großen Eindruck, dass Grönemeyer nicht lange zögerte und KIRA direkt unter Vertrag nahm. "Von ihm gesignt zu werden war wie ein Ritterschlag. Das Tolle war, Herbert wusste, wie leicht er mit seiner Erfahrung und Persönlichkeit mein Album hätte viel mehr beeinflussen können. Aber er hat es nicht getan. Er hat mir vertraut und mich machen lassen. Das ist das größte Kompliment, das er mir machen konnte." Die Themen ihres Debütalbums "Inauswendig" kreisen immer wieder um die Fragen nach der Ruhe im Sturm, dem Ich oder dem Vergleich der eigenen Wirklichkeit mit jener von anderen Menschen. Besonders ihre sensible Beobachtungsgabe schafft Themen, die so eigenwillig wie ehrlich ein Ausdruck für ihre eigenen Erfahrungen sind. Auch wenn sich KIRA selbst als introvertiert beschreibt, lässt sie doch keine Zweifel an ihrer Kraft und Stärke, die sie doch immer wieder dazu bringt, ihre Seele zu öffnen, auf die Bühne zu gehen und ihre Musik mitzuteilen. "Bevor ich auftrete, würde ich am liebsten die Flucht ergreifen. Du stelslt dich da hin und machst dich so verletzlich. Aber wenn ich dann auf der Bühne stehe, macht es plötzlich wieder Sinn: Wenn man etwas unbedingt sagen will, spielt es keine Rolle, ob dir fünf Leute zuhören, fünfzig oder fünftausend." Der Titelsong ihres Albums "Inauswendig" behandelt genau diese Thematik: Scheu, Verletzbarkeit und die Angst, das Risiko einzugehen und sein Innerstes nach draußen zu bringen. "Es geht um diesen bestimmten Moment, in dem man einsieht, wie viel man gewinnt, wenn man den Mut hat alle Masken fallen zu lassen. Das ist eine große Erleichterung!" Für ihre Zukunft hat KIRA bestimmte Wünsche und Vorstellungen: "Ich wünsche mir eigentlich, dass das Leben so weitergeht, wie es jetzt ist. Es ist zum ersten Mal alles so, dass es passt .Ich möchte meine Songs schreiben und damit wahrgenommen werden. Ich will vorangehen im Moment." KIRA wird auf der diesjährigen POPKOMM 2004 bei der GRÖNLAND LABEL NIGHT am 30.09.2004 in Berlin ihr Album "Inauswendig" live präsentieren. "ALTE FRAUEN" erscheint am 13. September 2004 "INAUSWENDIG" erscheint am 25. Oktober 2004 "Inauswendig" - Die Songs 1. Mitten im Eis Der Song thematisiert das Selbstmitleid und den Moment, in dem man alle Waffen streckt und einfach nur verzweifelt ist. "Sich zu bemitleiden finde ich eigentlich nicht gut, aber ich wollte das Gefühl festhalten und durchleben. Es ist, wie in Eis gefangen zu sein, zu erstarren und eingeschlossen zu sein. Ein extremes Gefühl sich nicht mehr rühren zu können bis in den kleinsten Finger." 2. Ich hör dir zu Sich in Worten und Musik fallen zu lassen - dieser bestimmte Moment hat KIRA zu diesem Song inspiriert: "Ich habe Musik über Kopfhörer gehört. Es war ein goldener Moment. Ich schloss die Augen und hatte das Gefühl, dass es nichts anderes mehr gibt." 3. Vorher/ Nachher "Der Song handelt von einer unerwiderter Liebe zu einem Freund, die einen voran und in unmögliche Situationen treibt und kein erhofftes Ende mit sich bringt. Doch eine Freundschaft bleibt. Es geht um das Gefühl "vor dem Traum" und "nach dem Traum"." 4. Alte Frauen "Das Original ist von Buju Banton. Mein Produzent Michael Hagel brachte eines seiner Alben aus dem Urlaub mit und gab es mir. Es kam die Idee auf, ich könnte einen eigenen Text zu einem der Songs schreiben. Ich habe so lange daran geschrieben, bis ich das Gefühl hatte, als ob es (von Anfang an) meiner gewesen wäre." 5. Der Sog "Dieser Song ist als Letztes zu den anderen Albumstücken dazugekommen. Wir saßen nachts im Studio und hörten uns das Playback an, das Michael in der Nacht zuvor aufgenommen hatte. Der Song war für mich wie Filmmusik zu meinem eigenen Gedanken, wie ein "Sog", und ich habe mich sofort hingesetzt und den Text innerhalb von 15 Minuten geschrieben. Als ich mit dem damit fertig war, hatte ich das Gefühl, das ich noch nie zuvor so genau sagen konnte was in mir vorgeht und wie es in mir aussieht." 6. Inauswendig "Ein Liebeslied, das den einen ganz bestimmten Moment schildert. In dem man viel riskiert, die Masken fallen lässt und man begreift, dass man sich nie wieder verstellen musst. Und dann diese Sicherheit, dass der andere, was er über dich weiß, niemals gegen dich verwenden wird." 7. Filter "Es geht um das Chaos um uns herum und dass man nicht immer versuchen sollte, die Umgebung zu ordnen und zu verstehen. Durch die eigene Brille, den eigenen Filter siehst Du deine eigene Version der Welt, die weder besser noch schlechter ist, als jede andere (aber mit Sicherheit genauso wichtig)." 8. Engel in der Ecke "Ein schöner kurzer Song. Es geht um das Gefühl, vor einem Berg zu stehen, den man unbedingt noch erklimmen will, wenn man gleichzeitig schon befürchtet, keine Kraft mehr dafür zu haben. In dieser Situation brauchst du Hilfe und findest vielleicht einen Schutzengel, der dich trägt." 9. Aus dir wirst du "Es bringt große Erleichterung mit sich, wenn man feststellt, dass es Punkte im Leben gibt, an denen man keine wirklichen Fehler machen kann, weil jeder Schritt in jede Richtung dazu führt, dass man sich vervollständigt und weiterentwickelt." 10. Meine Kleine "Es geht darum, die schützende Hand über jemanden zu halten, der mir wichtig ist. Man sieht sich an und spürt plötzlich genau, wie wertvoll der andere ist, und wünscht sich alles nur erdenklich Gute für diese besondere Person." 11. Schlaf ruhig ein "Es ist natürlich ein Schlaflied, aber auch ein Lied über das Loslassen im Allgemeinen. Das Lösen von Spannungen und Ängsten, aber auch über das Vertrauen, das man braucht, um die Augen zu schließen und sich einfach fallen zu lassen."

