"Hey 'ne neue Britpop-Band" - dieser Gedankengang wird so manchem beim Hören der Musik von Kent durch den Kopf schiessen. Doch die teils wirklich very british klingende Truppe kommt aus Schweden und ist so neu auch nicht. Einigen Erfolg können die Mannen, zumindest im nördlichen Teil Europas, schon verbuchen.Kent gibt's seit 1990. Im Stockholmer Vorort Eskilstuna formierte sich die Gruppe um Sänger und Songwriter Joakim Berg, der mit Gitarrist Sami Sirvio die Sch...
"Hey 'ne neue Britpop-Band" - dieser Gedankengang wird so manchem beim Hören der Musik von Kent durch den Kopf schiessen. Doch die teils wirklich very british klingende Truppe kommt aus Schweden und ist so neu auch nicht. Einigen Erfolg können die Mannen, zumindest im nördlichen Teil Europas, schon verbuchen.Kent gibt's seit 1990. Im Stockholmer Vorort Eskilstuna formierte sich die Gruppe um Sänger und Songwriter Joakim Berg, der mit Gitarrist Sami Sirvio die Schulbank drückte. Die beiden entschieden sich bald, zusammen zu jammen und mit Drummer Markus Mustonen, Bassist Martin Skold und Gitarrist Martin Roos wurde das Line Up komplettiert. Anfangs nannte man sich "Havsanglar", entschied sich dann aber doch für den etwas internationaleren Namen "Kent".1994 wurden sie von BMG Schweden gesignt, veröffentlichten die Debutsingle "Nar Dert Blaser Pa Manen" (keine Ahnung wat dat heisst) und schoben ein Jahr später ihr erstes Album "Kent" nach. Ende des Jahres trennte sich Gitarrist Roos nach massiven Touraktivitäten von der Band und ein alter Kumpel namens Harri Manty nahm seinen Platz ein. 1996 veröffentlichten Kent ihr zweites Werk "Verkligen", das den kommerziellen Stein langsam ins Rollen brachte. Die erste Single "Kram (Sa Nara Far Ingen Ga)" wurde ein Hit in Schweden und pushte das Album ordentlich. Der Bandsound schwenkte stiltechnisch in bislang fremde Gefilde; melancholische, teils an Radiohead erinnernde Songs kamen zum Tragen. Schlag auf Schlag geht es weiter: 1997 kommt "Isola" auf den Markt. Die Band hat inzwischen heftig Liveerfahrung in meist ausverkauften Venues gesammelt. Als Belohnung steht eine Performance auf der Main Stage beim Hultsfred-Festival an, Schwedens grösstem Rock-Open Air (also die Wasa-Variante vom Bizarre). Isola knallt auf Platz 1 der schwedischen Charts, es hagelt schwedische Grammy Awards und langsam reift die Zeit für neue Pläne: Eine englische Version von Isola wird im April 1998 in Schweden, ein halbes Jahr später dann in England veröffentlicht.Im Frühjahr 2000 erscheint das zweite englischsprachige Album "Hagnesta Hill". In Schweden eroberte es bereits Platz Eins der Hitliste und konnte zwei schwedische Grammys (Best Pop/Rockgroup und Best Album) und zwei Rockbjon Awards (Best Swedish Group und Best Swedish CD) einheimsen. 2000 Hagnesta Hill 1997 Isola 1996 Verkligen 1995 Kent

