Warum muss sich eine Band auf einen Stil festlegen? Wer hat das Recht, Musiker in ihrer künstlerischen Freiheit zu beschneiden? Wie abwechslungsreich darf ein Band sein? Juicy Junk stellen ein paar entscheidende Fragen. Fragen, die im eindimensionalen Musik-Business unserer Zeit leider selten geworden sind. Und die Gruppe um Frontman Mars fackelt auch nicht lange mit gleichermaßen einzigartigen wie verblüffenden Antworten: Fernab der gängigen Kategorien umfasst das musikalische Repertoire ...
Warum muss sich eine Band auf einen Stil festlegen? Wer hat das Recht, Musiker in ihrer künstlerischen Freiheit zu beschneiden? Wie abwechslungsreich darf ein Band sein? Juicy Junk stellen ein paar entscheidende Fragen. Fragen, die im eindimensionalen Musik-Business unserer Zeit leider selten geworden sind. Und die Gruppe um Frontman Mars fackelt auch nicht lange mit gleichermaßen einzigartigen wie verblüffenden Antworten: Fernab der gängigen Kategorien umfasst das musikalische Repertoire von Juicy Junk ein stilistisches Feuerwerk von gefühlvollem Dark Wave bis stylischem HipHop, spritzigem Rock bis krachendem Metal, befreiendem Crossover bis unwiderstehlichem Pop. „Wenn man nur einen Stil spielt, macht man Fließbandarbeit“, erklärt Mars die musikalische Vielfalt. „Das ist langweilig. Wir wollen nie berechenbar werden!“. Juicy Junk, das sind Sirius (guit), Bernd (key), Martin (bass), Dirk (dr) und natürlich Sänger Mars. Schon über zwei Jahre spielten die Musiker zusammen, als RTL Anfang 2004 wegen einer Kooperation anfragte. Ob sie sich vorstellen könnten, in den Sommer-Episoden von Deutschlands nahezu erfolgreichster Soap-Opera “Unter Uns“ (Mo – Fr 17.30 Uhr, RTL) aufzutreten? „Wir freuen uns sehr über die Gelegenheit, Juicy Junk einem breiteren Publikum vorzustellen“, erzählt Mars. „Es stört uns nicht weiter, wenn uns jetzt einige für so eine Art gecastete ’Crossover Boy Group’ halten sollten. Wir bleiben trotzdem eine authentische Band von fünf Jungs, die einfach Mucke machen wollen. Und das wird sich am Ende durchsetzen!“. Authentisch ist auch die Rolle des Bandleaders in der TV-Serie. Mars spielt sich nämlich schlicht selbst – Mars von Juicy Junk eben. Als alter Roadie-Kumpel von Jan Gräser, dargestellt von Soap-Star Andreas Büngen, träumt der charismatische Sänger von der großen Musikkarriere. Da trifft es sich gut, das Jan schon vor längerer Zeit die Strandbar ÜberSee geerbt hat. Den beiden kommt eine Idee... Als Höhepunkt gipfeln die Sommer-Folgen in einem umjubelten Open-Air-Konzert, bei dem Juicy Junk ihren Song “Everybody (Sucks)” präsentieren. Dabei ist die Begeisterung der Schauspieler und Komparsen durchaus nicht nur gespielt. Der Smash-Hit, der während der Drehpausen am ÜberSee entstand, wurde schnell zur Ohrwurm-Hymne des gesamten Sets. „Die Komparsen, die das Publikum spielten, gingen richtig gut ab, mit den haben wir schön gefeiert“, grinst Mars. „Das hat uns motiviert, das Stück richtig rauszuhauen!“. Über seine unleugbaren Qualitäten als Party-Song hinaus, transportiert “Everybody (Sucks)“ eine Message, die jeder versteht: Jeder braucht jemanden, mit dem er Spaß haben kann und daher muss man sich darum kümmern, diesen Jemand zu finden. Musikalisch trumpft das Stück mit harten, rockigen Strophen-Parts und einem eingängigen Refrain auf. Geschrieben haben Juicy Junk den Song gemeinsam. „Wir können unsere Vorstellungen von Musik sehr gut miteinander umsetzen“, erzählt Frontmann Mars über den Entstehungsprozess von “Everybody (Sucks)“, „auch wenn alle Bandmitglieder einen ganz unterschiedlichen Musikgeschmack haben, sind wir uns dennoch in unserer Musikrichtung einig: einfach ’Junk Core’!“. Eine Bezeichnung, die an den Bandnamen Juicy Junk anknüpft. Vielleicht beschreibt dieser Name am besten die musikalische Bandbreite der Gruppe: mal klingt sie kitschig (juicy), mal liebt sie es, so richtig drauflos zu schrotten (junk). „Das Ding ist, dass sich ’Juicy Junk’ selber nicht immer wirklich ernst nehmen“, lacht Mars, „wir finden es eher peinlich, wenn wir andere Bands sehen, die andauernd nur die harten Jungs raushängen lassen. Für uns gibt es beim Musikmachen nur einen Grundsatz: wir machen einen Song nur, wenn alle fünf Bock drauf haben!“. Weshalb die Musiker den Produzenten von “Unter Uns“ auch erst zusagten, als ihnen in künstlerischer Hinsicht absolut freie Hand zugesichert wurde. Neben der Tatsache, dass für die Aufnahme von “Everybody (Sucks)“ kein Geringerer als der Tote-Hosen-Produzent Jon Caffery verantwortlich zeigte, ein weiterer Grund, Juicy Junk unsererseits durchaus ernst zu nehmen... Wetten, dass “Everybody (Sucks)“ nicht lange ”Unter Uns” bleibt?

