Joachim Deutschland

Liebes Land, liebe Leute, liebe Medienmeute, es ist nicht die Sonne, die uns scheint, sondern ein sterbender Stern, der ständig weint. Und kalt ist es auch. Dreht ihr mal an der Heizung, ich dreh am Gitarrenverstärker. Dann rücken wir enger zusammen, kuscheln mehr, tuscheln weniger, toben auf Feten, pfeifen auf Fehden und blicken ruckzuck nach vorn statt zurück im Zorn. Es ist Zeit für Liebe! Zeit für Joachim Deutschland. Denn Deutschland rockt intim in neuem Team. Was ist passiert? Es g...

Steckbrief
Name:
Joachim Deutschland
Musikrichtung:
Gründung:
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Joachim Deutschland Lyrics
Intro C H F C H F haha los geht s C H F C H F C Ich gab dir meine Liebe ich g...
Ha Ha Ha Los geht s Ich gab dir meine Liebe Ich gab dir mein Geld Und wo bist...
Viele Dinge braucht man fuers moderne Leben Viele Dinge fuer viele Ziele zu e...
Biografie Joachim Deutschland

Liebes Land, liebe Leute, liebe Medienmeute, es ist nicht die Sonne, die uns scheint, sondern ein sterbender Stern, der ständig weint. Und kalt ist es auch. Dreht ihr mal an der Heizung, ich dreh am Gitarrenverstärker. Dann rücken wir enger zusammen, kuscheln mehr, tuscheln weniger, toben auf Feten, pfeifen auf Fehden und blicken ruckzuck nach vorn statt zurück im Zorn. Es ist Zeit für Liebe! Zeit für Joachim Deutschland. Denn Deutschland rockt intim in neuem Team. Was ist passiert? Es gibt ein neues Album von mir. Rock sei Dank. Zucker, die Platte! Zucker auf die Seelen aller, die sich nach ein paar ehrlichen Worten und Akkorden sehnen. Nach Saitenhieben und Trompetenstößen. Nach Gedankenfreiheit und Geschlechtereinheit. Macht euch schon mal frei! Die erste Single heißt „Ein wenig Anarchie“ und verlangt einen klaren Kopf, leer von Vorurteilen und voll mit Gehörteilen. Nennt mich Joachim Deutschland, Popp-Star oder die wahrscheinlich lauteste Praline der Welt. Mir ist das schnuppe. Wichtig is’ nur im Ohr! (Sagte auch Adi Preißler, wenn er im Traum rockte statt kickte.) Mein erstes Album vor zwei Jahren hieß „Musik wegen Frauen“ (und Frauen sind weiterhin der triftigste Grund für Musik), aber die Musik steht und stand immer an erster Stelle (sonst hätte das Album „Frauenhalber Musik“ gehießen). Ich mein’s ernst. Wer denkt, Joachim Deutschland war, ist & bleibt ein Depp, der tut mir Leid und kann hier mit dem Lesen aufhören. Wer aber Ohren hat zu hören, Hirn zu verstehen und ein Herz zu zergehen, der kann auf „Rock sei Dank“ was erleben: eine Stunde scharfe Unterhaltung. Überhaltung! Denn Haltung zählt. Man mag in Politik, Gesellschaft, Geschlechterkampf und in sich selbst nach Harmonie suchen, doch übersieht leicht, dass jede Seite auch eine Kehrseite hat. Ich kehre gern auf der anderen Seite. Um euch zu erinnern, dass nichts sicher ist. Und dass es sich trotzdem lohnt, ein Leben in Leidenschaft zu führen. Auch wenn die Leidenschaft Leiden schafft. Wie im Februar 2004, als ich im Auftrag von Adidas in die USA flog, um Muhammed Ali zu interviewen. Doch statt Fragen zu stellen, musste ich welche beantworten – im Verhör der Flughafenpolizei. Warum ich im September 2000 aus der Armee abgehauen bin? … Handschellen für Deutschland, und ab in die Zelle! Die war gerade mal doppelt so breit wie ich und ließ kaum Platz für einen Gedanken. Als ob ich nicht gewusst hätte, dass ich als Fahnenflüchtiger auf der Fahndungsliste stand! Doch darüber hatte ich nie nachgedacht. Es war, als ob mich mein Unterbewusstsein lenkte, endlich dieses offene Kapitel zu schließen. Nach zwei Tagen Haft musste ich zu meiner alten Fallschirmjägereinheit nach North Carolina, wo mich (und 13 andere Flüchtige) eine „nicht ehrenhafte “Entlassung erwartete. Diese dauerte fünf Wochen und bestand im Wesentlichen aus Latrinen putzen und Laub zusammenrechen. Obwohl die Latrinen stets sauber waren und im Februar kein Laub fiel. Es war gut, wie es kam. Schließlich sind mir dabei unsagbar schöne Lieder zugeflogen. Rock sei Dank. Zurück in Deutschland habe ich mich in Arbeit gestürzt und eine neue Band formiert. War die letzte noch gut, ist die jetzige gütigst! Sascha Laumann am Bass und Dominik Scholz an den Fellen. (Dominik trommelte schon bei meiner ersten Band Echt Scheiße.) Wir drei. Die Musik ist komplett entrümpelt, keine Synthesizer, kein Quatsch – Rock, auf den Punkt, lecker dreckig, nach Reinheitsgebot gebaut: Trau keiner Gitarre unter 60 Dezibel – und finde die Ruhe in der Kraft! Hier und da bläst Blech, winden sich Trompeten und Posaunen unter den sensiblen Arrangements von Johannes Faber. Herr Faber ist ein Jazzer mit Reife, einer, der den Rock versteht, und daher gehört er von nun an auch zur Live-Band. Außerdem ließ er ein Streichquartett des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München drei meiner Stücke ausmalen. Zudem habe ich mir eine Gitarre zurecht geschnitzt. Sie ist aus demselben Holz wie ich, eine echte Deutschland-Gitarre eben. Alles in allem eine handwerklich feine Sache und ein Album wie aus einem Guss. Luis Trenker hätte sie sehr gemocht, denn Joachim Deutschland 2005 klingt wie frühmorgendliches Atmen in den Bayrischen Hochalpen – frei, rein, rau und tief. Der vollen Lunge folgt das Herz auf der Zunge: „Rock sei Dank“ ist noch mehr als eine puristische Rockscheibe. Es ist eine harte Poesie der Liebe und des Menschseins. Schlichte, direkte, unblumige Sprache ist mein Ding, das Blatt vorm Mund ist schon vor vielen Herbsten gefallen. Ich werde mich nie dafür entschuldigen, Dinge beim Namen zu nennen. Diplomatie den Diplomaten – ich mache Rockmusik! Und falle gerne mit der Tür ins Haus, die andere gar nicht erst finden. Hier folgt eine kleine Wegbeschreibung: | 1 | GESUND LEBEN – die treffendste Überschrift für den ersten Song (und eigentlich für die ganze Platte, denn sie gräbt tief in den Gärten des seelischen und sexuellen Wohl- oder Übel-Befindens). „Ein wenig Anarchie“ ist kein Plädoyer für potenziertes Chaos. Sondern ein Denk-an!-Stoß. Sich frei machen von den Diktaten der Medien, der Politik, der Industrie … Radikale Gedanken sind ein guter Weg, Blockaden zu lösen, Verstehen zu lernen und neue Weisen des Zusammenlebens zu finden. Das mag unbequem klingen, aber unbequem ist es in dieser Welt auch so schon. ... Es sind wir, die die Rechte andrer Völker übersehn ... Ohne Mut für Neues bleibt alles beim Alten. Weil’s wichtig ist und richtig rockt, kommt „Ein wenig Anarchie“ als Single. | 2 | Ein Kreislauf in unserer aller Leben: Selbstanalyse, Bestätigung, Zweifel. Das Ich und die Anderen. War ich gut? Bin ich schlecht? Und morgen? ... Ist das Leben nur ein winziges Geschenk mit viel zu viel Verpackung? ... Jeder bleibt damit allein, es ist beinah ein Tabu. Ich musste irgendwann darüber schreiben, nun habe ich’s getan: „Ich und Andere“. | 3 | Vom Betrug durch einen Menschen, dem ich einst vertraute, handelt „Alte Zeiten“. | 4 | Ist Liebe dünnflüssig? Sie verfließt so schnell. Herzensangelegenheiten dulden keinen Aufschub, sie verlangen Rücksicht, ohne Rücksicht auf Nebensachen und Konsequenzen. … Wie lang noch muss ich bluten, bis das Loch, wo einst mein Herz war, sich endlich schließt? … Manchmal gibt es eben kein „Zu früh“. | 5 | Zu früh hingegen entstieg mir „Gesichter“. Noch vor Monaten kam mir beim Blick in die Glotze die Kotze. Musik und Fernsehen könnten sich blendend ergänzen und unterstützen, glaubte ich … Statt dessen: Musik-Shows voller Zombies und Replikanten. Inzwischen sehe ich gelassener: Ist vielleicht besser so für die Musik. | 6 | „Es tut weh“ ist ein altes Stück, älter noch als „Marie“. Doch beide auf einem Album? Hätten sich wohl die Augen ausgekratzt. | 7 | Flachhirne werden mir Omnipotenzfantasien unterstellen. Doch wessen Geist noch erigiert, der wird es mit Lust ertragen: Natürlich wollte ich auch über Sex schreiben! ... Doch geht’s ans Eingemachte, hat er nach dem Entree keinen Appetit mehr … „Kopf hoch“ – es kommen wieder bessere Liebhaber. | 8 | Gen Italien! Eine Ode an die Frauen und an alle, die keine Kostverächter sind: „Muscheln“. | 9 | Makellose Menschen neigen manchmal zu einer Glätte, die es schwer macht, an ihnen festzuhalten. Also: Wo liegt der Haken? „Bettler und Prinz“ ist ein Mutmacher: Stärke kann Angst machen, Schwäche liebenswert. … Ich bin sauber, ich bin schlank, ich bin dreckig und gebaut wie ein Schrank, ich bin leise und laut, fremd und vertraut, Bettler und Prinz … | 10 | North Carolina im Winter 2004. Der Militärarrest beflügelte meine Gedanken, sie kreisten um Musik, die Ziele in meinem Leben und welchen Preis ich dafür zahlen würde ... und dann stand es plötzlich da: Das Schaf. Ungerufen, unerklärt, einfach da. Und es blieb. Hier in diesem Song. | 11 | Ferner habe ich mein ganz persönliches Guantanamo genutzt, auch einen englischen Song zu schreiben. „It Ain’t Easy“ ist eine Auseinandersetzung der Liebe, zwischen Euphorie und Resignation. Schön, wenn man einen Hund hat, der einem das Bier bringt. Und wenn einem mindestens so schöne Musik gelingt wie den Libertines. | 12 | Suchen nicht alle Kerle ein bisschen nach „Frl. Schmidt“? Es ist ein sehr männliches Lied. Fräulein Schmidt ist kein Phantom, sondern eine Sehnsucht. Und im Gegensatz zum flüchtigen Moment der Erfüllung vergeht sie zäh wie Zeitlupe … | 13 | Auch „Jane“ gibt es wirklich, und alles an dem Lied ist wahr! So wahr, dass über die ewige Lockung des Weibs dieser Blues entstand. … Oh nein, nicht schon wieder, Jane! … | 14 | Für alle, die eine Beziehung mit Sittenhaft verwechseln, habe ich dieses Ausbrecherlied geschrieben. … Ich lebe mein Leben nicht nach deinen Regeln Deine Grenzen und Verbote interessieren mich nicht … „Treue“ erzählt von Eigenständigkeit. Und geht an alle, die nicht daran geglaubt haben, dass ich dieses Album produzieren kann. | 15 | Bittere Gefühle nach einem One-Night-Stand? Vermeidlich. Man sollte eine gemeinsame Nacht auch als solche im Herzen behalten und nicht zerstören, indem man sie krampfhaft verlängert. „In Wahrheit“ erhebt sich gegen den Zwang des zweiten Mals. Wenn mehr daraus wird, dann bitte aus freiem Herzen, nicht aus schlechtem Gewissen. … Sag nicht, dass ich dir die Welt bedeute, für dich war ich nur leichte Beute … Dieses Lied widme ich mir selbst. Für alle, die sich (oder mich) hier am emotionalen Tiefpunkt wähnen: Regen, bitte! Joachim Deutschland … … kam 1980 in Stuttgart zur Welt, verbrachte seine Jugend in Hamburg und ging 1996 nach Kalifornien, um Basketballprofi zu werden. Vier Jahre später verpflichtete er sich als Fallschirmjäger beim US-Militär, wo er 2001 ausriss. Seitdem lebt und musiziert er in München. … stammt aus einer Musikerfamilie. Sein Großvater war Komponist. Seine Mutter ist Jazzsängerin aus Denver (daher seine US-Staatsbürgerschaft). Sein Vater ist Jazzmusiker und schrieb mit seiner Gruppe Consortium deutsche Jazzgeschichte. … brachte Anfang 2003 sein Debütalbum „Musik wegen Frauen“ heraus, mit den Singles „Marie“, „Ich tu was ich will“ und „Oase“. Es verkaufte sich 15.000 Mal. … wurde vom Kosmetikkonzern L’Oréal ausgewählt, eine von ihnen finanzierte Sportschau im Fernsehen zu moderieren. „Studio Line Special FX Sports“ wandte sich hauptsächlich dem Extrem- und Fun-Sport zu und war auf 13 Sendungen angelegt. Sie lief von Oktober 2003 bis März 2004 auf Viva. … geriet auf einer USA-Reise im Februar 2004 für fünf Wochen in Militärhaft, weil er dort als Fahnenflüchtiger auf der Fahndungsliste stand. … stellte nach seiner Rückkehr nach Deutschland eine neue Band zusammen: Sascha Laumann (Bass), Dominik Scholz (Schlagzeug), Johannes Faber (Trompete), Joachim Deutschland (Gesang, Gitarre). … nahm zwischen 1. Mai und 31. Juli 2004 sein neues Album „Rock sei Dank“ in München im Weltraumstudio und im Staatstheater am Gärtnerplatz auf. Die Band wurde für fünf Titel ergänzt um ein Streichquartett, besetzt mit Albert Ginthör (1. Geige), Beate Färber (2. Geige), Ludwig Hahn (Bratsche) und Hans-Peter Besig (Cello), sowie um die Bläser Claus Reichstaller (Trompete), Stephan Holstein (Alt-Saxophon), Axel Kühn (Alt-/Tenor-Saxophon) und Hermann Breuer (Posaune). … wird 2005 weltbekannt werden.

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    Discografie
    ""
    2005
    "Zu Früh"
    2005
    "Rock sei Dank"
    2005
    "Ein Wenig Anarchie"
    2005
    "Ein wenig Anarchie"
    2003
    "Ich Tu Was Ich Will"
    2003
    "Ich Tu Was Ich Will"
    2003
    "Oase"
    2003
    "Oase"
    2003
    "Musik Wegen Frauen"
    2003
    "Marie"
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    Songtexte Joachim Deutschland
    Marie song chords , Marie, Du Bist mein Sonnenschein, Ich tu was ich will, Luder, In Warheit, Es ...
    Alben Joachim Deutschland
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