In kühlen Klosterhallen und schattigen Betgängen lustwandelte Frank Peterson immer schon gern. Eine folgenreiche Passion, wie sich inzwischen heraus stellte. “Ich besuchte vor etlichen Jahren das Kloster Escorial in Spanien. Dabei trug ich einen Walkman und hörte Rockmusik, aber irgendwie mischten sich ungewöhnliche Klänge dazu.” Im nächsten Saal sang ein Mönchschor gregorianische Lieder. Seither ist der Produzent Entdecker und Erfinder zugleich. Kurz darauf brachte er als Partner von Michae...
In kühlen Klosterhallen und schattigen Betgängen lustwandelte Frank Peterson immer schon gern. Eine folgenreiche Passion, wie sich inzwischen heraus stellte. “Ich besuchte vor etlichen Jahren das Kloster Escorial in Spanien. Dabei trug ich einen Walkman und hörte Rockmusik, aber irgendwie mischten sich ungewöhnliche Klänge dazu.” Im nächsten Saal sang ein Mönchschor gregorianische Lieder. Seither ist der Produzent Entdecker und Erfinder zugleich. Kurz darauf brachte er als Partner von Michael Cretu 1991 das erste Album von Enigma auf den Markt. Belächelt und verhöhnt von manchen Kritikern, glaubte Peterson fest an sein Konzept der Kreuzung von Pop und klerikaler Musik. Und mehr noch: „Für mich als jemanden, der vom Pop kommt, war das fast ein Rettungsanker”, wie er heute sagt, “ich kam längst nicht mehr klar mit den engen Formaten, in denen produziert werden durfte.” Wie heute jeder weiß, wurde sein Mut belohnt: Enigmas “MCMXC A.D.” wurde ein Welterfolg und ist noch immer das meist verkaufte, in Deutschland produzierte Album aller Zeiten. 14 Millionen Mal ging es über den Ladentisch! Seither verbringt Frank Peterson manche Stunde als Suchender vor seiner Plattensammlung. Nach Enigma folgten die Gregorian Chants, bei denen Mönche Pop- und Rock-Evergreens der letzten vier Dekaden interpretieren. „Ich suche eigentlich ständig nach Songs, mit denen eine Übersetzung in die gregorianische Tonskala überhaupt funktioniert. Es gibt da ja keine Halbtöne, das schließt unglaublich viel Material aus.” So ungewöhnlich das klingen mag: Für Tausende von Fans war der Klang dieses außergewöhnlichen Projekts das musikalische Ereignis zur Jahrtausendwende. Zwischen 1999 und 2000 verkauften sich die Masters Of Chant – Alben I und II weltweit jeweils eine Millionen Mal und erreichten Gold- & Platinstatus in vielen Ländern. Der Erfolg verließ Gregorian auch nicht nach Veröffentlichung des III und IV. Kapitels sowie der CD „The Dark Side“, die am 25.10.2004 veröffentlicht wurde und auf Anhieb # 16 der Deutschen Charts erreichte. Als genialer Ideengeber und von purer Leidenschaft allein getriebenen Musiker möchte sich Frank Peterson allerdings “lieber nicht sehen. Ich gebe offen zu: Gregorian war zunächst eine am Reißbrett entstandene Idee, wo sich ungefähr einmal im Jahr zehn Sänger zusammen im Studio trafen und sangen, was das Team ausgesucht hat.” Titel, die neben ihm den Kollegen Carsten Heusmann, Jan-Eric Kohrs und Michael Soltau als Kloster-kompatibel auffielen. Inzwischen aber hat Gregorian eine Eigendynamik entwickelt: Jeder von uns ist mit richtig viel Herzblut dabei.“ Mit Gregorian hat Frank Peterson ein eigenes und überaus erfolgreiches Genre aus der Taufe gehoben. Mit weltweit über 3 Mio. verkauften Tonträgern gehört Gregorian zu einem der erfolgreichsten Projekte dieser Art. Veröffentlichungen von fünf erfolgreichen Alben und vier DVDs, sowie unzählige ausverkaufte Tourneen und über zwanzig Gold- und Platinauszeichnungen haben die zehn gregorianischen Mönche bislang erreicht. “The Masterpieces - Decade I” enthält 14 der größten Hits von Gregorian sowie eine neue, hochwertige DVD vom Live-Konzert in Prag. Gregorian ist zu einer starken Marke und zu einem festen Bestandteil im Markt geworden. Der Name und die einzigartige Musik sind Leitbild für eine wiedererweckte Musikrichtung. Gregorian ist ein Original, oft kopiert, aber nie erreicht!

