Im Frühjahr 1987 beschließen die Hannoveraner Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder zusammen eine Band zu gründen. Zwei Leute erscheinen ihnen aber doch zu wenig, also suchen und finden sie Rainer Schumann (dr), Christof Stein (g) und Hannes Schäfer (b); Fury in the Slaughterhouse ist geboren. Rockig sollte die Mucke sein, eingängig auch, und mit diesem Konzept stellte sich schnell Erfolg ein. Bereits 1988 jubelten die Zuschauer im ausverkauften Hannoveraner Capitol, kurz darauf auch die Besuc...
Im Frühjahr 1987 beschließen die Hannoveraner Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder zusammen eine Band zu gründen. Zwei Leute erscheinen ihnen aber doch zu wenig, also suchen und finden sie Rainer Schumann (dr), Christof Stein (g) und Hannes Schäfer (b); Fury in the Slaughterhouse ist geboren. Rockig sollte die Mucke sein, eingängig auch, und mit diesem Konzept stellte sich schnell Erfolg ein. Bereits 1988 jubelten die Zuschauer im ausverkauften Hannoveraner Capitol, kurz darauf auch die Besucher der Pogues-Konzerte, auf denen Fury als Support wieherte. Pogues-Sänger Shane McGowan soll gar vom "Best Supporting Act Ever" geredet haben. (Hatten die Pogues eigentlich viele Vorgruppen?) Dabei wollten Fury keine Neuauflage der abgeebbten Neuen Deutschen Welle herausbringen, sondern etwas eigenes schaffen. Deshalb singt Kai ausschließlich auf englisch, und das gar nicht mal so schlecht. Seit dieser Zeit haben Fury einige Erfolge vorzuweisen, so z.B. einige Goldene Schallplatten. "Jau" steigt in den deutschen Verkaufscharts 1990 bis auf Platz 49, "Hooka Hey" schon auf 32. 1992 gründet die Band in Zusammenarbeit mit BMG und SPV das Label "Slaughterhouse Music", auf dem die folgenden Alben veröffentlicht werden. Zudem wagt man sich live auf englisches Terrain vor und beglückt deren Plattenläden kurze Zeit später mit der Compilation "Seconds To Fall". Den absoluten Durchbruch bringt das Jahr 1993 mit den Hit-Singles "Radio Orchid" und "Every Generation Got Its Own Disease", die bald auch bei MTV rauf und runter gespielt werden. Das Album "Mono" klettert bis Rang 12 in den deutschen Charts, auf der Tournee schauen mehr als 80.000 Fans bei den Pferden vorbei. In Kanada, das sie neben den Staaten auch bereisen, werden die Hannoveraner als "beste irische Band seit U2" gelobt. In den USA durchbricht "Mono" die 100.000er Verkaufsgrenze. Toll, alles. Doch kaum kommen sie Ende '94 wieder in die Heimat zurück, steht die Aufnahme eines neuen Albums in zwei Wochen auf dem Plan und eine Tour war auch bereits gebucht. Reaktion: gereizte bis auflösungsnahe Stimmung bei den Furys. Gitarrist Stein verlässt die Band, kann aber letztendlich doch noch überredet werden, wieder mitzumachen. 1995 touren sie erneut die Republik und die Staaten, um sich anschließend eine längere Pause zu gönnen. Neue Platten erscheinen seither im schlurfenden Zwei-Jahres-Takt, für einige Hörer hat sich das Konzept "Fury" allerdings mit der Zeit abgenutzt. Aus der deutschen Fernsehlandschaft sind sie dennoch nicht mehr wegzudenken. Einmal durften sie dem Publikum bei Alfredissimo Biolek einen kulinarischen Einblick in ihr Tour-Catering geben. Im April 2002 veröffentlichen sie mit "The Color Fury" ihr neuntes Studioalbum. 2002 The Color Fury 2000 Home Inside 1998 Nowhere..fast! 1997 Brilliant Thieves 1995 The Hearing and the Sense of Balance 1993 Mono 1992 Pure Live 1991 Hooka Hey 1990 Jau 1988 Fury in the Slaughterhouse
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