Den vier Legenden aus Washington D.C. ist die Verwirklichung des Traums aller Musiker gelungen: sie sind weltweit erfolgreich und haben vollständige Kontrolle über ihre Musik und deren Vermarktung. Auch nach zahlreichen Angeboten so ziemlicher aller Majors bringt die Band ihre Platten immer noch auf ihrem eigenem Label Dischord raus und verkauft davon trotzdem 100 000 Einheiten. Ihre Konzerte finden nach wie vor ohne Altersbeschränkung statt, die Karten gehen für einen erschwinglichen Preis ...
Den vier Legenden aus Washington D.C. ist die Verwirklichung des Traums aller Musiker gelungen: sie sind weltweit erfolgreich und haben vollständige Kontrolle über ihre Musik und deren Vermarktung. Auch nach zahlreichen Angeboten so ziemlicher aller Majors bringt die Band ihre Platten immer noch auf ihrem eigenem Label Dischord raus und verkauft davon trotzdem 100 000 Einheiten. Ihre Konzerte finden nach wie vor ohne Altersbeschränkung statt, die Karten gehen für einen erschwinglichen Preis über den Tisch. Fugazi haben die Definition von Independent nicht nur verstanden, sie leben sie. Drummer Brendan Canty, Bassist Joe Lally, Gitarrist Guy Picciotto und Sänger/Gitarrist Ian MacKaye gründeten die Band 1987. Letztgenannter hatte bereits für das DC-Hardcore-Urgestein Minor Threat (DIE prägende Band der Hardcoreszene und vor allem die Erfinder des Begriff "Straight Edge") ins Mikro geschrien und 1980 das Label Dischord Records ins Leben gerufen, um der Washingtoner Punkszene eine Repräsentationsplattform zu ermöglichen. Über Dischord wurde 1988 auch die erste EP, schlicht "Fugazi" betitelt, veröffentlicht. Die neue Band entfernte sich aber von den alten Schrei-Und-Geprügel-Zeiten der Fugazi-Mitglieder. Man bewegte sich nun in eine experimentelle und langsame Independent-Richtung, blieb den Punkstandbeinen rau, wütend und politisch, aber treu. Eine EP und ein Jahr später wurde das erste Album "Repeater" auf den Markt gebracht. Die Platte wurde zwar ein kleiner Erfolg, doch die Kritiker legten Fugazi schnell als "One-Hit-Wonder" ab, das nur durch den Bekanntheitsgrad MacKayes Platten verkaufte. Nach dem Release ihres zweiten Albums "Steady Diet Of Nothing" musste jeder Kritiker aber zähneknirschend zugeben, dass er die Qualitäten der Band weit unterschätzt hatte. Fugazi entwickelten sich zur stilgebenden Legende, die heute in der Vorbilder-Liste von praktisch jeder Punk oder Indie-Band ihren Platz gefunden hat. Doch der Erfolg zog auch seine Nachteile mit sich. Bei Konzerten von Fugazi war Stagediving und Pogo immer strengstens verboten gewesen, man wollte nicht riskieren das Fans im Moshpit verletzt wurden. Mit dem ansteigenden Verkauf der Platten, mussten aber größere Clubs für die Konzerte gebucht werden, in denen es aber nahezu unmöglich war, die Menge zu kontrollieren und die Liveatmosphäre herzustellen, die sich die Band gewünscht hätte. Es kam öfters vor das Mosh-Rötzlöffeln, die sich nicht an die Regeln halten wollten, angeboten wurde, ihr Eintrittsgeld zurückzubekommen, wenn sie den Club verlassen würden. Für die Band wurde es immer schwieriger ihre Einstellung zu behalten. Fugazi beschlossen, ihre Medienpräzens streng zu reduzieren, das Startum war kein Ziel, dass erreicht werden musste. Hochglanzmainstream-Magazinen wurden Interviews verweigert (nur noch kleines Fanzines bekamen die Chance die Band auszuquetschen) und an ein Video wurde erst recht nicht gedacht. Fugazi gingen weiter ihren Weg und änderten ihre Einstellung nicht. Bis 1998 veröffentlichte man drei Alben mit einem Minimum an Werbung, die sich aber trotzdem gut verkauften. Der Name Fugazi war Programm und stand für musikalische Qualität. 1999 entstand der Dokumentarfilm "Instrument" über die Band, den Jem Cohen in jahrelanger Arbeit zusammen geschustert hatte. Natürlich lieferte die Band den dazugehörige Soundtrack mit dem gleichnamigen Titel. Im Oktober 2001 erscheint nach einer zweijährigen Ruhepause "The Argument". Die erste "richtige" Fugazi-Platte seit drei Jahren. 2001 The Argument 1999 Instrument (Soundtrack) 1998 End Hits 1995 Red Medecine 1992 In On The Kill Taker 1991 Steady Diet Of Nothing 1989 Repeater

