Sie sind die Vorreiter der aggressiven, elektronischen Musik und sie prägten den inzwischen gefestigten Spartenbegriff "Electronic Body Music" gleich 1981 auf ihrer ersten Maxi: Front 242. Von Belgien aus eroberten sie erst Europa und fassten Ende der 80er auch in Amerika Fuß. Dafür mussten sie sich von dortigen Journalisten oft fragen lassen, in welchem Teil Deutschlands Belgien nun eigentlich läge. Doch der Reihe nach: Auf "Geography", dem Debutalbum, bekam die Öffentli...
Sie sind die Vorreiter der aggressiven, elektronischen Musik und sie prägten den inzwischen gefestigten Spartenbegriff "Electronic Body Music" gleich 1981 auf ihrer ersten Maxi: Front 242. Von Belgien aus eroberten sie erst Europa und fassten Ende der 80er auch in Amerika Fuß. Dafür mussten sie sich von dortigen Journalisten oft fragen lassen, in welchem Teil Deutschlands Belgien nun eigentlich läge. Doch der Reihe nach: Auf "Geography", dem Debutalbum, bekam die Öffentlichkeit seltsames zu hören: harte Elektronikbeats verknüpft mit Sprachfetzen vom Tonband in Kombination mit klinisch-steifem Synthie-Sound à la Kraftwerk und Cabaret Voltaire. Die rückwärtslaufende Bandmaschine in "GVDT" hat heute längst nostalgischen Charakter. Mit dem Einstieg von Shouter Richard 23 bekam das Projekt Format, die Band präsentierte sich fortan in militantem Kampfoutfit inklusive Schweißerbrillen und bei Auftritten der Band versank die Bühne in Tarnnetzen. "No Comment" zeichnete 1985 ein dunkles, starres Kompositionsgefüge, in dem nun vermehrt politische Samples Platz fanden. Unberührt von den aufkommenden Vorwürfen zum Thema Rechtsradikalität, verfolgte die Band ihr Konzept weiter. Doch erst 1987 werden sie zu einer auffälligen Kraft: "Official Version" fängt alle Stärken der Band ein, verkauft sich weltweit beachtlich und verhilft der Band zu Kultstatus. Als sie 1987/88 abwechselnd mit Nitzer Ebb das Teeniepublikum von Depeche Mode erschrecken dürfen, ist man endgültig in aller Munde. "Front By Front" gerät staubig-rhythmisch und scheint dabei nicht einen Akkord zu enthalten. Mit "Im Rhythmus bleiben" gibts erstmals einen deutschen Track und mit "Headhunter" den wichtigen Underground-Hit. Längst ist man zur elektronischen Alternativeband Nummer Eins aufgestiegen, die kommenden Alben untermauern solide den erreichten Status. Nach vierjähriger Auszeit - der massive Output an elektronischer Musik drängte die Band zu einem Break - kehren die Urväter 1998 mit einer Tour zurück und überraschen mit zeitgemäßen Remixversionen ihrer Kultsongs, die auf dem Album "Re:Boot" für die Nachwelt festgehalten wurden. 1998 Re:Boot (live) 1994 Live Code 1993 05:22:09:12 Off 1993 06:21:03:11 Up Evil 1992 Mixed By Fear 1991 Tyranny For You 1988 Front By Front 1987 Official Version 1987 Back Catalogue 1985 No Comment

