Ella Fitzgerald ist ein Name mit Klang. Heutige Sängerinnen mögen mit irrer Stimmenakrobatik und ausgefeilten technischen Hilfsmitteln zu Ruhm gelangen, an Ella Fitzgerald kommt kaum eine auch nur annähernd heran. Ihr unvergleichliches gesangliches Talent war schon zu Lebzeiten ein Grund für stürmische Lobpreisungen und manch einer meint sogar, dass - als sie am 15. Juni 1996 starb - mit ihr die größte Jazzsängerin aller Zeiten gegangen ist.Sie mag vielleicht nicht so versiert gewesen sein wi...
Ella Fitzgerald ist ein Name mit Klang. Heutige Sängerinnen mögen mit irrer Stimmenakrobatik und ausgefeilten technischen Hilfsmitteln zu Ruhm gelangen, an Ella Fitzgerald kommt kaum eine auch nur annähernd heran. Ihr unvergleichliches gesangliches Talent war schon zu Lebzeiten ein Grund für stürmische Lobpreisungen und manch einer meint sogar, dass - als sie am 15. Juni 1996 starb - mit ihr die größte Jazzsängerin aller Zeiten gegangen ist.Sie mag vielleicht nicht so versiert gewesen sein wie Billy Holliday oder die große Sarah Vaughan, aber durch ihr Charisma und ihre unbekümmerte Art zu singen konnte sie ihr Publikum immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißen. In ihrer langen Karriere, die sie 1934 als 16-jähriger Backfisch begann, räumte sie so ziemlich jede Auszeichnung ab, die eine Sängerin gewinnen kann. Eigentlich wollte sie bei einem Nachwuchswettbewerb im Harlem Apollo Theatre tanzen, aber ihr Lampenfieber machte ihr einen Strich durch die Rechnung und so sang sie kurzerhand "Object of My Affection" und "Judy" und gewann.Der Bandleader Chick Webb wurde so auf sie aufmerksam und nach einigem Training, um ihre Schüchternheit zu überwinden, ging ihre Karriere richtig los. Webb wurde ihr Mentor und stellte sie Ira Gershwin vor. Ihre Interpretationen seiner Lieder gehören auch heute noch zu den Klassikern im Repertoire der Ella Fitzgerald.Ihre Kollaborationen mit Jazzgrößen wie Dizzy Gillespie, Louis Armstrong, Duke Ellington, Oscar Peterson, Count Basie, Charlie Parker und Lester Young sind Meilensteine der Musikgeschichte. Sie gewann mehr Grammys als jede andere Sängerin, wurde im Down Beat-Magazin 18 Jahre hintereinander zur besten Sängerin gewählt, was ihr beim Playboy lediglich dreizehn Mal in Folge gelang. Superlative am laufenden Band begleiteten sie durch die Jahre und noch mit 1992 - 75-jährig - stand sie auf den Bühnen der Welt. Zwar nicht mehr so stimmgewaltig wie in jungen Jahren, aber mit einer Ausstrahlung, die ihre offensichtlich gewordenen Defizite locker wett machte.Die Folgen der Diabetes, an der sie litt, kostete sie nach Ende ihrer aktiven Karriere beide Beine, von diesem gesundheitlichen Rückschlag erholte sie sich nicht mehr. Im Alter von 79 Jahren stirbt 1996 eine der größten Persönlichkeiten der Musikgeschichte und hinterlässt ein riesiges Repertoire von über 200 Bestsellern, an denen sich noch viele Generationen erfreuen werden.Da die Darstellung einer kompletten Diskographie jedweden Rahmen sprengen würde, seien hier exemplarisch nur ihre berühmten Songbook-Interpretationen erwähnt. 1994 The Best Of The Songbooks: Ballads 1993 The Best Of The Songbooks 1964 Sings The Johnny Mercer Song Book 1963 Sings The Jerome Kern Song Book 1960 Sings The Harold Arlen Song Book 1959 Sings The George & Ira Gershwin Song Book 1958 Sings The Irving Berlin Song Book 1956 Sings The Duke Ellington Song Book 1956 Sings The Rodgers & Hart Song Book 1956 Sings The Cole Porter Song Book

