Mitte der Achziger in West-Berlin: Alle reden vom New Wave, nur vier Jungs wollen nicht nur reden, sondern Teil dieser Bewegung sein. Sie gründen Element of Crime nach dem gleichnamigen Kultfilm. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten kommt 1987 ihr Album "Try to be Mensch" heraus, das wegen der John Caleschen Produktion in der Musikpresse für gehörigen Aufruhr sorgt. Es folgen zwei weitere Platten im Jahrestakt und schließlich eine Live-CD. 1991 wagen sie den Sprung, bringen das erste...
Mitte der Achziger in West-Berlin: Alle reden vom New Wave, nur vier Jungs wollen nicht nur reden, sondern Teil dieser Bewegung sein. Sie gründen Element of Crime nach dem gleichnamigen Kultfilm. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten kommt 1987 ihr Album "Try to be Mensch" heraus, das wegen der John Caleschen Produktion in der Musikpresse für gehörigen Aufruhr sorgt. Es folgen zwei weitere Platten im Jahrestakt und schließlich eine Live-CD. 1991 wagen sie den Sprung, bringen das erste komplett deutschsprachige Album heraus und stiften in Fankreisen Verwirrung. Nach mittlerweile neun Chansonalben düfte sich die Aufregung aber gelegt haben, und Fans wie Kritiker überschütten die intelligten Rockmusiker mit Lob. Garant für den -mittelerweile auch komerziellen- Erfolg bleiben dabei die Gänsehauttexte Sven Regeners, der es schafft, menschliche Gefühle ungeschönt in schimmernde Hüllen zu verpacken. Melancholische Lebensfreude könnte man Regeners Grundeinstellung nennen, dabei nicht zu vergessen seine augenzwinkernde Selbstironie und das kritisches Ausleuchten einer Welt, die sich wie ein unerwartetes komplexes Schreckenswunder jeden Tag neu vor ihm aufbaut und ihm Seltsames ins Ohr flüstert. Element of Crime lebt vom zartbitteren Nachgeschmack der zerfransten Melodien, die durchzogen von Akkordeon und Blasinstrumentenklängen erst die richtige Basis für die Texte bilden. "Too old to die young" steht mittlerweile auf den Band-T-Shirts, die an die Fans verkauft werden, und obwohl die Herren des Melancho-Pops wirklich nicht mehr die allerjüngsten sind, ist ihre Musik beinahe zeitlos geworden und bringt Gefühlssaiten im Hörer zum Schwingen, die altersunabhängig jedem bekannt sind. 2001 Romantik 1999 Psycho 1995 Die schönen Rosen 1994 An einem Sonntag im April 1993 Dicte-moi ta loi 1993 Weißes Papier 1991 Damals hinterm Mond 1990 Live: Crime Pays 1989 The Ballad of Jimmy & Johnny 1988 Freedom, Love And Happiness
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