Heavy Metal steht nicht unbedingt in dem Ruf, anspruchsvolle Musik zu sein. Dass dies jedoch durchaus auch der Fall sein kann, beweisen die Schauspieler des Traumtheaters. Bis auf Sänger James LaBrie sind sie allesamt Absolventen der Berklee School Of Music. 1989 veröffentlichten Dream Theater damals noch mit Charlie Dominici als Sänger "When Dream And Day Unite".Ups, die Metalgemeinde war gehörig überrascht. Diese Mischung aus Progressiv-Metal und verspielten, schon fast ins jazzige abdrifte...
Heavy Metal steht nicht unbedingt in dem Ruf, anspruchsvolle Musik zu sein. Dass dies jedoch durchaus auch der Fall sein kann, beweisen die Schauspieler des Traumtheaters. Bis auf Sänger James LaBrie sind sie allesamt Absolventen der Berklee School Of Music. 1989 veröffentlichten Dream Theater damals noch mit Charlie Dominici als Sänger "When Dream And Day Unite".Ups, die Metalgemeinde war gehörig überrascht. Diese Mischung aus Progressiv-Metal und verspielten, schon fast ins jazzige abdriftenden Elementen, hat bislang noch keine Band zu spielen gewagt. Harter Tobak, fast schon zu hart für den Rest der Welt. Zu Beginn ließ der Erfolg auch auf sich warten. Deshalb verließ Dominici die Band. Nachfolger LaBrie passte wie die Faust aufs Auge zu Dream Theater, auch wenn sein Gesang der einzig wirkliche Schwachpunkt zu sein scheint. Der Zweitling "Images And Words" brachte die unerwartete Popularität. Schuld daran war wieder einmal MTV, die das Video zu "Pull Me Under" rauf- und runterspielten.Das Album zum Video war ein Meisterstück in Sachen Songwriting und Spieltechnik. Jedes Instrument bekam in den Liedern (meist mit epischer Länge) seinen Platz zum Austoben. Eine frustrierende Erfahrung für Gitarren-, Bass-, Schlagzeug- und Keyboardschüler, die drastisch ihre Grenzen aufgezeigt bekamen. Mit der 94er Platte "Awake" gingen DT ihren Weg konsequent weiter und vergrößerten ihre Fanschar erheblich.Nach der Mini-LP "A Change Of Season" folgte mit "Falling Into Infinity" ein für Dream Theater eher ruhig ausgefallenes Album. Immer noch technisch auf der Höhe, ist ihr Konzept jetzt jedoch einigermaßen ausgereizt und der Ami-Fünfer sollte sich etwas weiter entwickeln, um nicht aus dem Blickfeld zu verschwinden.Der bislang vorletzte Akt im Traumtheater nannte sich "Scenes From A Memory", ein Konzeptalbum, das den Faden von "Metropolis Part1" wieder aufnahm. Die Story dreht sich um einen gewissen Nicholas, der von verwirrenden Träumen über ein anderes Leben heimgesucht wird. Es stellt sich heraus, dass er die Reinkarnation eines Mädchens Namens Victoria ist, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelebt hat und nach einiger Verwirrung ermordet wurde. Der letzte Streich folgt sogleich: Sowohl technisch als auch vom Songwriting her stellt das Anfang 2002 erscheinende Album "Six Degrees Of Inner Turbulence" wieder mal so ziemlich alles in den Schatten. 2002 Six Degrees Of Inner Turbulence1999 Scenes From A Memory1998 Once In A Livetime1997 Falling Into Infinity1995 A Change Of Season 1994 Awake1992 Images And Words1989 When Dream And Day Unite

