Dirty Vegas

Das Schicksal schlägt manchmal seltsame Kapriolen. Als Paul Harris, Steve Smith und Ben Harris, drei Jungs aus Kent und den Vororten Südlondons, im vergangenen Jahr in ein Studio gingen, um den Song "Days Go By" aufzunehmen, waren sie weder eine richtige Band, noch hatten sie einen Namen für ihr Projekt. Sie waren lediglich ein DJ, der seit den frühen 90ern in berühmten Clubs wie "Milk Bar", "Venus" und "The Hacienda" aufgetreten war, ein Sänger und Perkussionist mit Songwriter-Ambitionen so...

Steckbrief
Name:
Dirty Vegas
Musikrichtung:
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Mitglieder:
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Label:
Homepage:
Dirty Vegas Lyrics
You re going down And it feels good But you ain t wearing What you should All...
First light in the morning Shadows start to fall Temptation is calling Coming...
I ll show you things that you never seen And I know places you ve never been ...
Biografie Dirty Vegas

Das Schicksal schlägt manchmal seltsame Kapriolen. Als Paul Harris, Steve Smith und Ben Harris, drei Jungs aus Kent und den Vororten Südlondons, im vergangenen Jahr in ein Studio gingen, um den Song "Days Go By" aufzunehmen, waren sie weder eine richtige Band, noch hatten sie einen Namen für ihr Projekt. Sie waren lediglich ein DJ, der seit den frühen 90ern in berühmten Clubs wie "Milk Bar", "Venus" und "The Hacienda" aufgetreten war, ein Sänger und Perkussionist mit Songwriter-Ambitionen sowie ein Gitarrist, der immer ein Meister der sechs Saiten werden wollte, bis er vom Dance-Virus befallen wurde. Trotz unterschiedlicher musikalischer Hintergründe verband die drei eine gemeinsame Vision und die Hoffnung, dass ihr Song über Liebe und Verlust mit seiner Mischung aus zerbrechlicher Melodie und fettem Beat zumindest im Underground zünden würde. Doch dann lief der Song Wochen lang im Radio, und als Parlophone ihnen nicht nur einen Vertrag für die Single, sondern gleich für ein ganzes Album anbot, musste ganz schnell ein Bandname gefunden werden. "Dirty Harry", ganz oben auf der Wunschliste stehend, fiel aus rechtlichen Gründen weg. Schließlich blieb "Dirty" übrig, ergänzt um das Wort "Vegas", was irgendwie glamourös schien. Passend dazu diskutierten sie den Bandnamen in einem Londoner Westend Casino, wenige Stunden vor der Vertragsunterzeichnung. Normalerweise kommt das Glücksrad der Popgeschichte erst ganz gemächlich auf Touren. Für Dirty Vegas ging indes alles sehr schnell. Die Automobilfirma Mitsubishi wählte "Days Go By" als Musik für eine große TV-Werbekampagne in den USA, und bevor sich die Band versah, durfte sie sich über einen US-Top-20-Hit freuen. Doch das war erst der Anfang der "Erfolg-über-Nacht"-Story. Das Debütalbum, schlicht "Dirty Vegas" betitelt, avancierte sogar zum Top-10-Seller mit einer halben Million verkaufter Exemplare. Wie es aussieht, hat das britische Trio genau den Geschmack des US-Publikums getroffen. Doch wer behaupten würde, ihre elegante Melange aus Pop und Dance wäre nur für amerikanische Ohren geeignet, liegt komplett daneben. Dirty Vegas werden mit Sicherheit auch in Europa die Hitlisten kräftig durcheinander wirbeln. Das Debütalbum bietet in jedem Fall ausreichend Stoff für vielfältigste Geschmäcker. Gleich der Auftakt "I Should Know" lässt fragile Gitarrenfiguren und Kopfhautkitzelnden Gesang auf harte Dance-Grooves treffen, die den Tänzern alles abverlangen. "Ghosts" gibt dem Beat einen weichen fast jazzig klöppelnden Takt und der Melodie einen beschwörenden melancholischen Unterton. "Lost Not Found" verbindet sphärische Vocals und spartanische Klangfantasien mit unwiderstehlichem Rhythmus, und "Throwing Shapes" ist ein instrumentaler Dancefloor-Bastard par excellence, ein berauschender Cocktail aus Elektronik, Rock, House und Funk. Gleichwohl geben Dirty Vegas nicht nur auf dem Tanzboden eine prächtige Vorstellung - hier machen sie mit dem hypnotisierenden "The Brazilian" sogar Underworlds Klassiker "Born Slippy" heftigst Konkurrenz. Das Trio schreibt auch Songs, die jede Pop- und Rockband vor Neid erblassen lässt. "Candles" etwa, eine soulig-bluesige Rockballade, würde auch Oasis gut zu Gesicht stehen. "All Or Nothing", mit narkotischen Bongos, trippigem Beat und perlenden Gitarren, ist ein Paradebeispiel für einen klassischen Song im modernen Gewand. Und das leicht psychedelisch angehauchte, flirrende "Alive" gehört zur Kategorie Popsong, die das Adjektiv "perfekt" verdient. Bei derart geballter Kreativität mag man kaum vermuten, dass die Albumproduktion zu Beginn alles andere als harmonisch verlief. Die drei kannten sich zwar schon geraume Zeit. "Dennoch war es keineswegs so wie bei einer Band, die schon seit Jahren zusammen ist", erzählt Ben Harris. "Wir wurden durch den Erfolg eines einzigen Songs zusammengewürfelt. Wir mussten erst mal herausfinden, ob wir überhaupt zusammen arbeiten konnten." Zunächst begannen sie mit einigen Stücken, die alle irgendwie nach "Days Go By" klangen. Doch jeden zog es in eine andere stilistische Richtung. Zwei waren sich sogar so uneins, dass die Spannungen fast unerträglich wurden. "Wir standen kurz davor uns gegenseitig umzubringen", gesteht Ben. Sie sprachen kaum noch miteinander, bis irgendjemandem die Idee zu "Lost And Found" kam, diesem wütenden Wortschwall gegen Party-Exzesse, unterlegt von einem verführerischen Beat, der alle auf Anhieb faszinierte. Das war der Wendepunkt. "Nach diesem Stück waren wir wie elektrisiert", gesteht Paul. "Wir zogen nun an einem Strang und legten los." Die Streitereien hörten auf. Die Produktion der Single-Clone wurde eingestellt, ebenso die puristischer Dance-Stücke. Stattdessen warfen Dirty Vegas ihre unterschiedlichen Einflüsse zusammen und kreierten einen berauschenden Sound-, Song- und Rhythmus-Cocktail. "Im Sound des Albums stecken unsere ganzen Emotionen, unser ganzes Wesen und die mannigfaltigsten Inspirationen", offenbart Steve: "Pauls Underground-Club-Erfahrungen, Bens Rock-Gitarrending und meine Liebe zu Songschreibern wie Neil Young oder James Taylor." Aber das sind längst nicht alle Vorlieben. Wenn Dirty Vegas zum Schluss aus der schwerblütigen Rock-Ode "Simple Things Part 2" nahtlos in Pink Floyds "Another Brick In The Wall" überwechseln, ist die Überraschung komplett. Zweifelsohne haben Dirty Vegas Talent, Ideen, Fantasie und mit ihrem Debüt auf Anhieb ein Album produziert, das den Rahmen üblicher Dance-Elaborate sprengt und sowohl im Club als auch auf der heimischen Couch nachhaltige Wirkung erzielt. Dass "Days Go By" als Eintagsfliege in die Pop-Annalen eingeht, ist wahrlich nicht zu befürchten.

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    Discografie
    ""
    2006
    "Trip, the"
    2005
    "Dirty Vegas [Vinyl LP]"
    2005
    "One"
    2005
    "The Trip"
    2005
    "Trip [Vinyl LP]"
    2004
    "One [10trx]"
    2004
    "One [UKImport]"
    2004
    "One"
    2004
    "Walk into the Sun, Pt. 2 [UKImport]"
    2004
    "Walk Into the Sun [UKImport]"
    2004
    "Walk Into the Sun [Vinyl LP]"
    2004
    "Dirty Vegas"
    2003
    "Dirty Vegas"
    2003
    "Hed Kandi:Es Vive Ibiza 2003"
    2003
    "Simple Things [6trx]"
    2003
    "A Night at the Tables"
    2003
    "Simple Things [UKImport]"
    2002
    "Days Go By [4 Mixes]"
    2002
    "Ghosts"
    2002
    "Days Go By [Vinyl MaxiSingle]"
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    Songtexte Dirty Vegas
    Candles, 7 00 A M , I Should Know, Simple things, Days Go By, Ghost, Lost not found,
    Kommentare zum Artist: "Dirty Vegas"
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