DANIEL LEMMA wurde in Äthiopien geboren, wuchs in Schweden auf und klingt, als hätte er sein Leben in einem New Yorker Soulclub verbracht. Sein hochgradig stilvoller Mix aus zurückgelehntem Soul, smoothem Barjazz und Old-School Rhythm & Blues kommt jedenfalls dermaßen authentisch und entspannt daher, dass sein fulminantes Debut Morning Train ihm bahnbrechende Erfolge bescherte: Es ging von 0 auf 3 in die schwedischen Charts, wurde für einen schwedischen Grammy nominiert und erreichte dann Gol...
DANIEL LEMMA wurde in Äthiopien geboren, wuchs in Schweden auf und klingt, als hätte er sein Leben in einem New Yorker Soulclub verbracht. Sein hochgradig stilvoller Mix aus zurückgelehntem Soul, smoothem Barjazz und Old-School Rhythm & Blues kommt jedenfalls dermaßen authentisch und entspannt daher, dass sein fulminantes Debut Morning Train ihm bahnbrechende Erfolge bescherte: Es ging von 0 auf 3 in die schwedischen Charts, wurde für einen schwedischen Grammy nominiert und erreichte dann Goldstatus. Die aus dem Album stammende Single If I Used To Love erreichte die Top-10 und wurde zudem Titeltrack des Films Jalla Jalla, der am 7. März 2002 mit 40 Kopien auch in unseren Kinos anlief. Und noch immer findet man If I Used To Love in den Single- und Airplaycharts seiner Heimat. LEMMAmania haben die schwedischen Medien das Phänomen getauft, das das erste Album des 30-jährigen Göteborgers begleitete. Vor dem Januar 2001 war DANIEL ein Unbekannter, mittlerweile trägt fast jeder seinen Namen auf den Lippen, wenn die Sprache auf gut gemachte Popmusik kommt. Und wirklich, Morning Train überzeugt durch supermodern-altmodischen Sound, erstklassiges Songwriting im Geiste Otis Reddings und Ben Harpers und eine tief unter die Haut gehende Stimme, die eine große Reife mitbringt. LEMMA selbst erzählt seine Geschichte mit eigenen Worten: "Es ging für mich fast immer um den Rhythmus. Als ich sehr jung war, spielte ich Drums und wechselte dann zur Gitarre, blieb aber bei der Rhythmusgitarre. Rhythmus ist auch immer das Erzählen von Geschichten. Dylan kam und zeigte den Weg zum guten alten Folk. Taj Mahal ebenso. ‚So ist es,' schienen sie zu sagen, ‚dies ist der Beat des Folk. Vergesst ihn nicht.' Das waren die Beats von Leadbelly, Jimmie Rogers, Frank Stokes und ihrer Genossen. Sie wurden zum Beat von Rosette Tharpe und Mahalia Jackson. Es war die Mischung: Ray Charles und Sam Cooke. Das leichte Schlagen von John Lee Hookers Fuß gegen den Mikrophonständer. Bob Marleys Trance-ähnliche Visionen. So schritt ich voran. Blues & Soul, Gospel & Rock. Wir versuchten es mit Mo Blues, einer Band, deren Frontmann ich Mitte der neunziger Jahre war. Und dann trug mein Weg mich nach Brooklyn, New York, wo ich ein paar Jahre blieb. Ich übte, schrieb und nahm auf. Als der Beat stärker wurde, wusste ich, ich musste in meine Heimat zurückkehren. Kaum zurück, traf ich den jungen Regisseur Josef Fares, der mich einlud, an seinem Projekt Jalla Jalla mitzuarbeiten. Ich schrieb die Filmmusik, und bevor es mir wirklich klar war, beschritt ich einen ganz neuen Pfad. Ein Eisenbahnzug ist ein starkes Symbol für eine Reise. Daher heißt mein Album Morning Train, und auch wenn es viel um Verlust geht, ist es Musik der Hoffnung. Denn jede Reise beginnt mit einem Verlust. Und genauso birgt jede Reise die Möglichkeit, diesen Verlust in einen Gewinn zu verwandeln. Das ist Hoffnung. Keine kleine Sache..." If I Used To Love You schrieb DANIEL LEMMA extra für den Film Jalla Jalla, die Songs Haze und Something Evil werden dort ebenfalls gefeaturet, letzterer in einer Instrumentalversion.

