Wow! Was für eine steile Karriere! Christina Stürmer mag am 9. Juni gerade mal ihr 23. Lebensjahr vollenden und es erst seit 2003 richtig ernst meinen mit der Karriere als Sängerin, doch in dieser knappen Zeit hat es das Energiebündel aus dem oberösterreichischen Altenberg in Linz geschafft, zur erfolgreichsten und beliebtesten Künstlerin ihrer Generation in ihrem Heimatland zu avancieren.Warum? Weil Talent, Begeisterungsfähigkeit, Ausstrahlung sowie der unbedingte Wille zum Erfolg nach wie v...
Wow! Was für eine steile Karriere! Christina Stürmer mag am 9. Juni gerade mal ihr 23. Lebensjahr vollenden und es erst seit 2003 richtig ernst meinen mit der Karriere als Sängerin, doch in dieser knappen Zeit hat es das Energiebündel aus dem oberösterreichischen Altenberg in Linz geschafft, zur erfolgreichsten und beliebtesten Künstlerin ihrer Generation in ihrem Heimatland zu avancieren.Warum? Weil Talent, Begeisterungsfähigkeit, Ausstrahlung sowie der unbedingte Wille zum Erfolg nach wie vor die besten Garanten für den Weg ganz nach oben in den Pop-Olymp sind.Christina Stürmer besitzt zudem das Glück, dass sie aus einer extrem musikalischen Familie stammt. „Mein Vater“, erzählt sie, „leitet seit rund einem Vierteljahrhundert einen Chor in meiner Heimatstadt, meine Mutter singt dort. Ich bin zu Hause mit Gitarre und Klavier groß geworden, habe früh Notenlesen gelernt. Später hatte ich Unterricht in Querflöte, danach auf dem Saxophon. Fünf Jahre lang studierte ich auf der Musikschule. Und trotzdem habe ich eines Tages all das hingeschmissen, um ab sofort meiner eigentlichen Berufung als Sängerin nachzugehen.“Bereits als 15jähriger Teenager war Christina Frontfrau einer Jazzband, aus dieser Gruppe heraus entstand die lokal angesagte Formation Scotty, die in erster Linie Coverversionen von Musikern wie Toto, Allannah Myles aber auch Eigenkompositionen zum Besten gab. „Von Anfang an“, erinnert sich Christina, „hätte ich gerne Lieder in deutscher Sprache gesungen, doch das war damals in Österreich nicht angesagt. Doch 2003 war der innere Druck so groß, auf Deutsch zu singen, dass ich mich von meiner Gruppe getrennt habe. Ich besaß genügend Selbstbewusstsein, um mein eigenes Ding durchzuziehen. Ein Ding, an das ich mehr als an alles andere geglaubt habe.“Ehe Christina Stürmer ganz ihrer Berufung nachging, brach sie 1999 das Gymnasium ab, absolvierte in Linz eine Ausbildung zur Buchhändlerin und hat in ihrem Lehrbetrieb noch bis 2003 gearbeitet. „Dann war allerdings klar“, sagt Christina Stürmer mit fester Stimme, „dass ich eine Entscheidung treffen musste. Nun ja, ich setzte auf volles Risiko und entschied mich für die Musik als Lebensinhalt. Musik war und ist meine Berufung. Dieser Berufung wollte ich fortan nachkommen!“Christina nahm mit namhaften Komponisten und Produzenten ihr Debütalbum „Freier Fall“ auf, eine grandiose Gratwanderung aus der punkigen Energie von Avril Lavigne, der schrillen Extrovertiertheit von Pink, der packenden Massenkompatibilität von Nena und der scheuen Sensibilität eines weiblichen Herbert Grönemeyer. Mit „Freier Fall“ punktete Christina Stürmer bei Alternative- oder Indie-Rock-Sympathisanten genauso wie bei Anhängern von anspruchsvoller, herzerwärmender deutschsprachiger Pop-Musik. Fazit: die Scheibe verkaufte rund 100.000 Mal, ein ganz erstaunliches Resultat für das Debüt einer Künstlerin in einem Land, in dem gerade mal neun Millionen Menschen zu Hause sind.Nachfolgemeisterwerk „Soll das wirklich alles sein“, das nur ein Jahr später in die Läden kam, war genauso erfolgreich, wurde ebenso wie der Vorgänger mit mehrfach Platin prämiert. Zur gleichen Zeit absolvierte Christina etliche Konzerte vor Zehntausenden vor strahlenden Fans und wurde vor kurzem mit zwei „Amadeus Awards“ (dem österreichischen Pendant zu „Grammy“ und „Echo“) als „Künstlerin“ wie als „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet. Was für eine Karriere!Nachdem Österreich von Christina Stürmer erobert worden ist, sucht die so sympathische wie attraktive Power-Frau neues Areal, das es zu erobern gilt: Deutschland. Dort erscheint jetzt das Album „Schwarz/Weiß“, eine Mischung aus zwölf der besten Titel von den beiden bisher erschienenen Meisterstücken sowie zwei komplett neuen Liedern. Diese aufregende musikalische Reise führt vom charmanten „Engel“ über das nachdenkliche „Geh nicht wenn du kommst“ hin zur klassischen großen Ballade „Mama“ bis hin zur fetzig-schnodderigen aktuellen Single „Ich lebe“. „Mit dieser Platte“, grinst Christina, „will ich die Leute außerhalb von Österreich überzeugen, dass es in meinem Land mehr gibt als Jodeln, Volksmusik und banale Texte über die Liebe.“Ansonsten ist sich die quirlige Oberösterreicherin sicher, „dass ich mich trotz meines riesigen Erfolgs mit den beiden Scheiben nicht groß verändert habe. Merkwürdig an meinem Erfolg ist lediglich, dass ich seit einiger Zeit von Leuten auf der Straße erkannt, angesprochen und um ein Autogramm gebeten werde. Ich hatte nicht damit gerechnet, ganz schnell ganz berühmt zu werden. Doch da sowohl meine Eltern als auch meine Freunde als auch ich bodenständige Menschen sind, habe ich keine Angst, irgendwann abzuheben.“Christina Stürmers einziges Problem derzeit: „Dass ich nicht eine Minute Zeit habe, mich um eine Beziehung zu kümmern. Derzeit bin ich zwangsweise überzeugter Single. Früher hatte ich zudem nicht sehr viel Glück in der Liebe, daher sind auch eine Menge tragischer Texte in meinem Repertoire. Doch jetzt komme ich bald nach Deutschland und wer weiß: Vielleicht finde ich ja dort einen prima Typen? Und wenn nur aus dem einen Grund, damit die Lieder auf meinem nächsten Album etwas fröhlicher ausfallen...“
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