Beyoncé, J-Lo, Ashanti und Ciara - aufgepasst! Eine neue Künstlerin betritt die R'n'B-Arena. Ihr Ziel? Der Sieg! Diese Dame greift nach der Krone. Denn die Zeit ist reif - reif für eine Künstlerin, die sich durch ihre Songs deutlich absetzt. Reif für eine Sängerin, die sich stilistische Freiheiten nimmt und sich nicht in das übliche R&B-Pop-Soul-Schema pressen läßt. Die Zeit ist reif für Brooke Valentine (19) aus Texas. Und dass es der Dame wirklich ernst ist, macht sie mit der ersten Single...
Beyoncé, J-Lo, Ashanti und Ciara - aufgepasst! Eine neue Künstlerin betritt die R'n'B-Arena. Ihr Ziel? Der Sieg! Diese Dame greift nach der Krone. Denn die Zeit ist reif - reif für eine Künstlerin, die sich durch ihre Songs deutlich absetzt. Reif für eine Sängerin, die sich stilistische Freiheiten nimmt und sich nicht in das übliche R&B-Pop-Soul-Schema pressen läßt. Die Zeit ist reif für Brooke Valentine (19) aus Texas. Und dass es der Dame wirklich ernst ist, macht sie mit der ersten Single "Girl Fight" ziemlich deutlich. "Girl Fight", ein Rhythm&Crunk-Partykracher, ist eine regelrechte Kampfansage an die First Ladys des R'n'Bs. Produziert vom selbsterklärten "King Of Crunk" Lil´ Jon. Ebenfalls mit dabei: OUTKASTs Big Boi, welcher die im Song beschriebenen Spannungen zwischen zwei Mädels so lange anstachelt, bis sie sich in einer zünftigen Straßenschlägerei entladen. Neue Standards, was Kreativität und Ausdruck betreffen, setzt Ms Valentine mit jedem Song ihres Debütalbums "Chain Letter" (Subliminal Entertainment/Virgin Records). Die Scheibe beschreibt die Gefahren und Freuden im Leben einer jungen Frau, wobei bei der Umsetzung auf zuviel Effekthascherei verzichtet und stattdessen Augenmerk auf echte Innovation gelegt wurde. "Chain Letter" zeigt auch den breiten Musikgeschmack der jungen Künstlerin, der von R&B über Pop und Rock bis hin zu Alternative Rock reicht. Das Resultat ist ein bunter Stilmix, bei dem für jeden Musikfan etwas dabei ist. Obwohl gerade erst 19 Jahre alt, beschäftigt sich Valentine in ihren Songs mit der ganzen Bandbreite menschlicher Gefühle. "Ich möchte, dass man beim Hören meines Albums merkt, dass das Leben auch Enttäuschungen mit sich bringt, über die man aber irgendwann auch wieder hinwegkommt. "Chain Reaction" nimmt dich mit auf eine Reise durch verschiedene Lebensabschnitte", erklärt Brooke. So führt die Reise von "Girl Fight" zur hypnotischen Ladies-Hymne "Taste Of Dis", die ebenso beschwingt wie verführerisch klingt und in der Brooke alle Frauen dazu aufruft, ihren eigenen Sexappeal zu feiern und "die innere Diva raus zu lassen". Auf "I Want You Dead" präsentiert sich Valentine von ihrer frechen Seite - der Song gibt clever-makabre Tipps zum Umgang mit Ex-Lovern. So empfiehlt sie, die Kondome des Verflossenen heimlich mit einer Nadel zu bearbeiten und seinen geliebten Wagen in den Straßengraben zu fahren, denn wenn es darum geht, ein gebrochenes Herz zu rächen, ist jede Schandtat erlaubt. Auf "Blah, Blah, Blah" erleben wir Miss Valentine im Wechselgesang mit Dirt McGirt, wohinter sich kein geringerer als der im November letzten Jahres verstorbene Ol´ Dirty Bastard versteckt. Der Song handelt von einer Frau, die sich von ihrem Mann eingeengt fühlt und die sowohl ihre Freiheit haben, als auch ihre Beziehung behalten will. Ganz im Gegensatz dazu steht das melancholische "Tell Me Why Don´t You Love Me", welches die Verletzlichkeit und Unsicherheit von Frauen in einer komplizierten Beziehung thematisiert. In "Cover Girl" erklärt uns die junge Chanteuse dann, dass "eine Frau immer das Gefühl haben muss, für ihren Mann die Einzige zu sein". Brooke Valentine ist nicht nur Interpretin ihrer Songs - sie schreibt sie selbst. Gemeinsam mit ihrem Produzenten Deja - seines Zeichens auch Präsident der unabhängigen Produktions- und Plattenfirma SUBLIMINAL ENTERTAINMENT, bei der Valentine unter Vertrag ist - schrieb sie die Songs für "Chain Letter" in gerade mal vier Monaten. Große Sorgfalt wurde auf die Auswahl der Produzenten gelegt. "Mir kam es darauf an, dass das Album mich als Person widerspiegelt", erklärt Valentine. "Wir haben daher mit Produzenten gearbeitet, die nicht versuchten, mich zu verändern." Deja (der bereits mit 16 begann als Produzent zu arbeiten und an diversen Alben beteiligt war, die weltweit mehr als sechs Millionen Einheiten verkauft haben) beschreibt es so: "Unsere Vision war, mit Produzenten zu arbeiten, die vielseitig sind und sich keine stilistischen Grenzen setzen. Die Vielfalt der Stile auf dem Album ist gewollt. Es ist, als ob man einen großartigen Film-Soundtrack hören würde." Als er sich auf die Suche nach den richtigen Partnern begab, hatte sich der Ruf seines jungen Signings bereits im Eiltempo verbreitet. Wie von selbst standen nach kurzer Zeit Produzenten und Künstler Schlange vor seiner Tür, um ihre Mitarbeit anzubieten. So kam es, dass sich auf "Chain Letter" eine ganze Schar illustrer Produzenten versammelt. Mit von der Partie sind Soul Diggas (Destiny´s Child, Missy Elliot), Heatmakers (Lil´ Flip), BloodShy (Britney Spears, Christina Milian), Bink (Jay-Z) und Tricky (Britney Spears, TLC). Alle zusammen produzierten sie einen Katalog von mehr als 200 Songs, welcher die musikalische Vielfalt der Einflüsse widerspiegelt, auf die sich Valentine beruft. So zählt die ursprünglich aus Houston, Texas stammende Senkrechtstarterin u.a. Janet und Michael Jackson, die Red Hot Chili Peppers, Alanis Morissette, Blondie, Pat Benatar, Sade, Angelea Winbush, Anita Baker, Faith Hill, Shania Twain und Linkin Park zu ihren Vorbildern. Als Kind verbrachte Valentine, welche übrigens die Älteste von drei Geschwistern ist, viel Zeit damit, die Songs im Radio mitzusingen. In der fünften Klasse hatte Valentine dann ein entscheidendes Erlebnis, welches sie letztlich dazu bewog, ihr Talent - dessen sie sich zu dieser Zeit durchaus schon bewusst war - weiter zu entwickeln. In einer Hofpause nahm das damals zehnjährige und eigentlich recht schüchterne Mädchen all seinen Mut zusammen, verblüffte die versammelte Schüler- und Lehrerschaft mit einem A Capella-Auftritt und sicherte sich so die Bewunderung der gesamten Schule. Hinzu kam, dass auch Valentines Großmutter das von Gott geschenkte Talent ihrer Enkelin erkannte und dafür sorgte, dass Brooke fortan bei Gottesdiensten die Solostimme singen musste. "Jeden Sonntag habe ich versucht, mich auf der hintersten Kirchenbank zu verstecken" erinnert sich Valentine lachend, "aber immer dann, wenn ich dachte, den Gottesdienst überstanden zu haben, ohne singen zu müssen, rief sie mich nach vorne und ich musste "His Eyes On The Sparrow" vortragen." Bald war es soweit, dass Valentine jede freie Minute dazu nutzte, ihre Fähigkeiten als Sängerin zu erweitern und zu verfeinern, allerdings ohne dass jemand groß Notiz davon nahm. Just zu dem Zeitpunkt, als sie ihren Traum von der Gesangskarriere schon aufgeben wollte, traf Valentine Deja. Er war die erste Person außerhalb der Schule, die sich wirklich die Zeit nahm, Brookes Stimme richtig anzuhören. Nach einer spontanen Session entschied sich der angesagte Jung-Produzent dazu, die inzwischen 14jährige Brooke mit zwei anderen Mädels zu einem Trio zu vereinen. BKS (Best Kept Secret), so der Name der Gruppe, traten in der Folge in diversen US-Staaten auf. Während ihre Partnerinnen bei BKS sich nach ihrem Schulabschluss dazu entschieden, andere Karrierewege einzuschlagen, blieb Valentine der Musik treu. "Ich war so daran gewöhnt, in einer Gruppe zu singen, dass ich mir gar nichts anderes vorstellen konnte. Bis mich Deja eines Abends bat, alleine aufzutreten. Erst da wurde mir bewusst, wie wohl ich mich als Solistin fühlte. Noch am gleichen Abend beschlossen Deja und ich, dass ich von da an immer solo auftreten würde." Im Jahr 2002 entschied sich Valentine dann dazu, ihrem Mentor und Produzenten nach Los Angeles zu folgen. Dort angekommen, begann die Südstaatenschönheit umgehend damit, an ihrer Karriere zu arbeiten. Tagsüber schrieb sie Songs, mit denen sie abends in kleinen Clubs in L.A. auftrat, immer in der Hoffnung, dabei von einem Talentspäher der Plattenfirmen entdeckt zu werden. Der große Durchbruch kam, als Deja einem Vertreter der Firma Virgin Records ein Demo-Tape mit Aufnahmen seines Schützlings gab. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Valentines Debütalbum setzt sich wohltuend von den 0/8/15-Soulstimmen ab, mit denen der Markt momentan geradezu übersättigt ist, und ist ein Paradebeispiel dafür, was man mit Originalität und Kreativität erreichen kann. Die Zeit ist reif für Brooke Valentine und ihr brillantes Album "Chain Letter".
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