Borknagar - klingt eigentlich wie 'ne fiese Art von Fußpilz, ist aber eine der führenden Black Metal Bands Norwegens. Gründer und ehemals alleiniges Mitglied der Band ist Gitarrist Øystein Garnes Brun, der Borknagar 1995 als Nebenprojekt zu seinem eigentlichen Betätigungsfeld Molested ins Leben ruft. Als sich Molested nach zwei Platten auflösen und die Musik für das erste Borknagar Album steht, sieht sich Øystein nach geeigneten Leuten um, die mit ihm das Album einzimmern. Diese finden sich i...
Borknagar - klingt eigentlich wie 'ne fiese Art von Fußpilz, ist aber eine der führenden Black Metal Bands Norwegens. Gründer und ehemals alleiniges Mitglied der Band ist Gitarrist Øystein Garnes Brun, der Borknagar 1995 als Nebenprojekt zu seinem eigentlichen Betätigungsfeld Molested ins Leben ruft. Als sich Molested nach zwei Platten auflösen und die Musik für das erste Borknagar Album steht, sieht sich Øystein nach geeigneten Leuten um, die mit ihm das Album einzimmern. Diese finden sich in Garm, der schon bei Ulver und Arcturus ins Micro röhrt, Ivar Bjornson an den Keys, der schon eine Vergangenheit bei Enslaved hat, Bassist Infernus von Gorgoroth und Drummer Grim, der ebenfalls bei Gorgoroth und Ancient die Felle verdrischt. Ohne auch nur ein einziges Demo abgeliefert zu haben geht dieser Haufen ins Studio, spielt das selbstbetitelte Debüt "Borkanagar" ein und bringt es über Malicious Records 1996 unters Volk. Die Vermischung von epischen Black Metal mit Volk und norwegischen Melodien erregt einiges Aufsehen und viele sind gespannt, was das nächste Album bringt. Vor allem Century Media, welche den Norwegern einen Deal anbieten. Bevor diese jedoch wieder ins Studio schleichen, verdrückt sich Infernus und übergibt den Bass an Kai K. Lie. Auch "The Olden Domain" sorgt für einiges Aufsehen in der Metal Szene, verzichtet die Band nicht nur auf das übliche, peinliche Geschminke, sondern man zeichnet sich musikalisch auch durch klassische Chöre, klassische Gitarren und auch Klavierparts aus. Es folgt eine Tour mit In Flames und Night In Gale durch Europa auf der man mit Jens F. Ryland einen neuen Gitarristen, und mit Simen Hestnæs alias I.C.S. Vortex einen neuen Sänger im Line-Up begrüßt. Beide sind auch auf dem 98er Album "The Archaic Course" zu hören und das Album ist dermaßen abwechlungsreich, dass Jens und Øystein einen Artikel im Guitar World Magazin bekommen, was für Gitarristen aus dem Black Metal Bereich eher selten der Fall ist. Auf der anschließenden Tour bröseln mal kurz mit Ivar, Grim, der kurz darauf an einer Überdosis Schlaftabletten stirbt, und Kai, zwei Drittel der Band dahin und man muss schleunigst nach Ersatz suchen, da man im Herbst mit Napalm Death und Cradle Of Filth auf Tour will. Anstatt irgendwas vom Zaun zu brechen, angagiert Borknagar Session Drummer Justin Greaves für die Tour und lässt den Keyboarder einfach aus der Dose tönen. Sänger Vortex greift sich noch den Bass und weiter geht's. Als letzterer jedoch von Dimmu Borgir das Angebot erhält, bei ihnen als Bassist und gelentlicher Sänger einzusteigen, kann er nicht widerstehen. Zuvor beackert man jedoch noch mit Drummer Nick Barker (ex-Cradle Of Filth, Dimmu Borgir) zusammen mit Emperor und Witchery die Vereinigten Staaten und auch auf "Quintessence" ist Vortex noch mit von der Partie. Wieder daheim, macht die Band sich daran, das Line-Up wieder zu vervollständigen und findet in Asgeir Mickelson, dem Mitbegründer des norwegischen Scream Magazines, einen geeigneten Drummer, und in Lars A. Nedland, unter anderem Solefald, einen willigen Keyboarder. Beide beweisen auf "Quintessence" was sie drauf haben. Aufgenommen und abgemischt wird die Scheibe in den Abyss Studios von Peter Tätgren (Hypocrisy, Pain). Da Vortex nach den Aufnahmen als festes Mitglied bei Dimmu Borgir aktiv ist, wird sowohl der Job am Bass als auch an den Vocals vakant. Die Lösung findet sich in Bassist Tyr, der auch bei Satyricon und Emperor aktiv ist, und in dem Schweden Vintersorg, der ebenfalls bei der gleichnamigen Band und Otyg singt. Zu hören sind beide erstmals auf "Empericism". Auch Vintersorg versteht es hervorragend, seine variable Stimme den unterschiedlichen Stimmungen der Songs anzupassen und muss sich somit keinesfalls hinter seinen Vorgängern verstecken. 2001 Empericism 2000 Quintessence 1998 The Archaic Cousre 1997 The Olden Domain 1996 Borknagar

