So verschwommen sind die Mitglieder von Blur gar nicht. Damon Albarn, der Singer/Songwriter, Student der Musik und Schauspielerei, trifft Anfang der 80er auf seinen Schulkameraden Graham Coxon und ab jetzt beginnt so langsam die Geschichte von Blur. In Deutschland geboren, greift Graham schon mit 12 Jahren zur Gitarre. Bassist Alex James und Trommler Dave Rowntree treffen ihn Mitte der 80er im Londoner College und der Gründung einer Band steht nichts mehr im Wege. Zunächst läuft alles unter...
So verschwommen sind die Mitglieder von Blur gar nicht. Damon Albarn, der Singer/Songwriter, Student der Musik und Schauspielerei, trifft Anfang der 80er auf seinen Schulkameraden Graham Coxon und ab jetzt beginnt so langsam die Geschichte von Blur. In Deutschland geboren, greift Graham schon mit 12 Jahren zur Gitarre. Bassist Alex James und Trommler Dave Rowntree treffen ihn Mitte der 80er im Londoner College und der Gründung einer Band steht nichts mehr im Wege. Zunächst läuft alles unter dem Namen "Seymour". Die vier jungen Briten damals noch eher in Sachen Punk unterwegs. 1989 kommt dann der neue Name und mit ihm der erste Plattenvertrag bei Food Records. Die erste Single "She's So High" verbreitet kaum Aufsehen. Erst der Nachfolgetrack "There's No Other Way" begeistert ein größeres Publikum. Nicht zuletzt verantwortlich dafür ist wohl der bekannte Produzent Stephen Street, der auch schon für die Smiths, Morrissey und The Cranberries gearbeitet hat. Bis 1997 wird er für Blur hinter den Reglern sitzen. Das Debut "Leisure" erscheint im Sommer 1991. Einflüße von Pink Floyd und den Liverpooler Pilzköpfen werden diskutiert. Nach dem zweiten Album "Modern Life Is Rubbish" erscheint 1994 "Parklife" zeitgleich mit Oasis' "What’s the story..." und es beginnt das hinlänglich bekannte mediale Ausschlachten der beiden neuen britischen Hoffnungsträger in Sachen legitime Beatles-Nachfolge. Beide Bands spielen plötzlich "Britpop", obwohl der Sound doch ziemlich wenig Gemeinsamkeiten aufweist. Tatsache ist, dass Blur vom Medienrummel profitieren, denn ihren ersten beiden Alben wird über britische Grenzen hinaus wenig Beachtung geschenkt. Mit "Parklife" gibt's dann grenzüberschreitenden Ruhm, Kritikerzuspruch und Award-Belohnung. Das Geheimnis des Erfolgs: schöne Melodien, beatleske Chöre, Plastikkeyboards neben Alphörnern und die erklärten Einflüsse von Heroen des Königreichs Marke Bowie, Madness und Kinks. Mit "The Great Escape", ihrem Megaseller, erweitern Blur ihre Vorstellung von Pop um ausgefeiltere Kompositionen und noch absurderen Arrangements. 1997 dann der Break: Blur werfen Pomp und Glimmersound über Bord und lassen die Gitarren sprechen. "Song 2" wird zum Clubhit und zeigt die Band von einer bis dahin unbekannten, harten Seite. Mittlerweile in Zusammenarbeit mit Producer William Orbit, der auch für Madonnas "Ray Of Light" verantwortlich ist. Mit "13" zeigen Blur, dass sie von ihrem Britpop-Image endlich loskommen wollen. Ungewöhnlich punkig, Songs wie "Bugman" oder "B.L.U.R.E.M.I". Einfühlsame Popballaden dürfen aber trotzdem nicht fehlen. "No Distance Left To Run". Der Trennungssong schlechthin. Ganz viel Soul beweisen sie in "Tender". Von einem Gospelchor wird die erste Singleauskopplung begleitet. Im neuen Jahrtausend überraschen uns die smarten Engländer dann leider vorerst nicht mit einem neuen Longplayer. Zu sehr waren alle Vier mit ihren Soloprojekten beschäftigt. Graham veröffentlicht bereits sein zweites Soloprojekt "The Golden D". Auf seinem eigenen Label "Transcopic" brachte er 1998 schon "The Sky Is Too High" heraus. Seine eigenen Ideen, die er mit Blur nicht verwirklichen kann, stellt er somit der Öffentlichkeit zur Verfügung! 2000 erscheint die erste "Best Of"-Scheibe der Band mit dem neuen Bonus-Track "Music Is My Radar". Die gemeinsame Aufnahme beendet allerdings nicht die Blur-Pause. Coxon veröffentlicht ein weiteres Soloalbum und Damon Albarn ist mit seinem Projekt Gorillaz mehr als nur ausgelastet. Erst Ende 2001 kommen alle Vier wieder im Studio zusammen, um für das neue Album von Marianne Faithfull den Song "Kissin Time" mit der 60s-Ikone aufzunehmen. Im Mai 2002 soll es dann laut Albarn wieder mit Blur ins Studio gehen, um die bereits komponierten 14 neuen Songs für das siebte Studiowerk der Band aufzunehmen. 2000 Best Of 1999 13 1997 Blur 1995 The Great Escape 1994 Parklife 1993 Modern Life Is Rubbish 1991 Leisure

