Nach eigenen Angaben sind die drei Herren des Black Rebel Motorcycle Clubs weder schwarz noch rebellisch noch fahren sie Motorrad. Aber darum gehts auch gar nicht, wie es zumindest eingefleischten Marlon Brando-Fans langsam dämmern sollte. Im 50s-Filmklassiker "The Wild Ones" hört Brandos Motorrad-Gang auf diesen Namen und verbreitet kräftig Teenage Rebellion und natürlich Coolness. Themen, die auch zu Rock'n'Roll und somit ins Konzept des Rebel Clubs passen. Die meist Leder bejac...
Nach eigenen Angaben sind die drei Herren des Black Rebel Motorcycle Clubs weder schwarz noch rebellisch noch fahren sie Motorrad. Aber darum gehts auch gar nicht, wie es zumindest eingefleischten Marlon Brando-Fans langsam dämmern sollte. Im 50s-Filmklassiker "The Wild Ones" hört Brandos Motorrad-Gang auf diesen Namen und verbreitet kräftig Teenage Rebellion und natürlich Coolness. Themen, die auch zu Rock'n'Roll und somit ins Konzept des Rebel Clubs passen. Die meist Leder bejackten Peter Hayes (git, voc), Robert Turner (b, voc) und Nick Jago (dr) sind seit 1998 ein Trio. Peter und Robert spielen dagegen schon zu High School-Zeiten zusammen. Wir befinden uns in der so genannten Bay Area, genauer: San Francisco. Nachdem die Jungs entdecken, dass der Bandname The Elements von ca. zehn weiteren Bands geführt wird, entscheidet man sich für BRMC. Der Sound der Jungrebellen ist roh, sauber, psychedelisch, straight, verzerrt, vertrackt, melodisch. Jedenfalls: er rockt. Frisco frisst ihnen schon bald aus der Hand, und so satteln unsere Helden nach Los Angeles um, wo sie sich im Summer of '99 den Popo abspielen. Dort wird der Begeisterungsfaden aufgenommen und wie man sich das in Teenie-Träumen immer vorstellt, stehen plötzlich haufenweise Labels vor der Tür. Die eigenhändig angefertigten 500 Demo-CDs sind zu dem Zeitpunkt natürlich vergriffen. Auch Noel Gallagher und Johnny Marr sollen schon verrückt nach Black Rebel-Mucke gewesen sein, bevor die Platte überhaupt aufgenommen war. Nette Referenzen. Für Oasis darf das Trio im Februar 2002 dann auch in Londons Royal Albert Hall eröffnen. Virgin behält im Labelkampf schließlich die Oberhand, nicht zuletzt aufgrund der zugesicherten größten künstlerischen Freiheit. Noch dazu produziert und mixt die Band ihr Debutalbum "Black Rebel Motorcycle Club" in Eigenregie. Während die Vorabsingle "Whatever Happened To My Rock'n'Roll" mächtig nach vorne geht, sind die Albumtracks meist einen Gang ruhiger. Seit der britische NME die Band im Januar 2002 aufs Cover genommen hat, stehen aber wieder alle Gazetten Schlange, um keine neuen Nirvana zu verpassen. So weit ist der Black Rebel Motorcycle Club zwar noch nicht, im Auge sollten wir ihn aber schon behalten. 2002 Black Rebel Motorcycle Club
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