1998. Ein Tag in sonnigen Nashville, Texas. John Rich blinzelt Big Kenny an, der blinzelt zurück "Weißt Du was Du bist, Big Kenny?" "Was?" "Du bist ein Planet." "Tja, du auch." John nickt. Liegt es am Kaffee, liegt es am Crown Royal? Aber alles ergibt einen Sinn. "Weißt Du was passiert, wenn zwei Planeten kollidieren?" "Was?" "Ein neues Universum entsteht." Das neue Universum heißt BIG & RICH. Zwei Typen, einer aus dem Rock, der andere aus dem Country. Dreizehn Songs zwischen Fiddle und Powe...
1998. Ein Tag in sonnigen Nashville, Texas. John Rich blinzelt Big Kenny an, der blinzelt zurück "Weißt Du was Du bist, Big Kenny?" "Was?" "Du bist ein Planet." "Tja, du auch." John nickt. Liegt es am Kaffee, liegt es am Crown Royal? Aber alles ergibt einen Sinn. "Weißt Du was passiert, wenn zwei Planeten kollidieren?" "Was?" "Ein neues Universum entsteht." Das neue Universum heißt BIG & RICH. Zwei Typen, einer aus dem Rock, der andere aus dem Country. Dreizehn Songs zwischen Fiddle und Powerchord. 'Country without Prejudice', so nennen BIG & RICH das, was ihr Universum zu einem offenen System macht, in das alle eingeladen sind. Und 'Muzik Mafia': M - Musically A - Artistic F - Friends I - In A - Alliance Muzik Mafia, der Nashviller kreative Roundtable mit festem Club im Auge des Zyklopen, ist der Befreiungsschlag für all jene, die Country- und Rockmusik vom verstaubten Spießertum des Nashville-Monopols retten wollen. Jeder kann kommen und mitbringen, was er hat und kann, ganz gleich, aus welcher musikalischen Ecke er stammt oder welche Hautfarbe er hat. Und die Liste jener, die zu BIG & RICH auf die Bühne kommen, ist nicht von schlechten Eltern: Kid Rock ist Stammgast bei ihnen, genau so wie die hoch gehandelten Songwriter Jon Nicholson und James Otto. Country-Star Kenny Chesney gehört zum Sympathisantenkreis, Hank Williams Jr. ist dabei, und die Millionensellerin und Charttopperin Gretchen Wilson ist sogar eingetragenes Mitglied der Muzik Mafia. Und richtig Eindruck macht der 2 Meter große Cowboy Troy, der einzige schwarze Cowboy mit Übergröße und 130 Kilo Lebendgewicht. Und natürlich 2 Foot Fred, der es gerade mal auf 60 Zentimeter Scheitelhöhe bringt, aber unabdingbares Mitglied in der Band von BIG & RICH ist. Innerhalb kürzester Zeit weitete sich das Phänomen aus und das Event platzte aus allen Nähten. Mittlerweile gilt Muzik Mafia als der frische Wind der Szene. Und in diesem Jahr waren BIG & RICH sogar mit Vorzeige-Countryheld TimMcGraw unterwegs. Aber BIG Kenny und John RICH haben eine Mission zu erfüllen, und deshalb haben sie die Initiative ergriffen und nun ihr erstes eigenes Album A Horse Of A Different Color unter die Leute geschleudert. Und siehe da: Mehrere Wochen Top-10 (Peak 5) und Platin waren den Jungs sicher. In den iTune-Charts raste das Album auf Platz 6 der Download-Liste - und wurde (natürlich) bis zum weltweiten Release des Albums zunächst wieder gesperrt BIG & RICH Eine glückliche Fügung brachte die Muzik Mafia-Initiatoren BIG & RICH dazu, auch selbst die musikalischen Zügel in die Hand zu nehmen: Als Martina McBride die BIG & RICH-Komposition "She's A Butterfly" auf die 1 der Country-Charts brachte, wuchs der Gedanke, auch über das Live-Event hinaus zu gehen. BIG & RICHs erste Single Wild West Show spielte sich locker in die Top-20 der Country-Charts und führte direkt zum Debüt-Album Horse Of A Different Color, das sofortestens den Durchbruch brachte. Und das nicht ohne Grund. Horse Of A Different Color ist ein Feuerwerk an Inspiration und Ideenreichtum. Country meets Rock meets Fiddle meets Metalguitar meets Rap meets Banjo und Mandoline. Ganz im Zeichen des country without prejudice scheren sich BIG & RICH einen Kuhmist um Purismus und Konventionen. Beginnt das Album mit dem rockigen Rollin' (The Ballad Of Big & Rich), schließt sich daran das fette Country-Rock-Derivat Wild West Show an. Dann geht's aufs Pferd mit Big Time, und das zweiteilige Kick My Ass hält einen Steelguitar-Shuffle bereit, der sich nach der Hälfte in eine Rockgranate mit fettem Rap-Part anschließt. Yo, Yeehaaww! Nicht nur das Stilrodeo macht Horse Of A Different Color zu einem hörenswerten Album. Auch das feine Händchen für Melodien, gewitzte Instrumentierungen und Gänsehaut-Harmoniegesänge gehört zur Ausrüstung von BIG & RICH. Weiterhin beleben Martina McBride, Gretchen Wilson und Jon Nicholson als Gäste das Album, das von BIG & RICH und Paul Worley produziert wurde. Und natürlich die BIG & RICH-Crew: Cowboy Troy, der seine Rhymes gleich in drei Sprachen zum besten gibt, Limo Larry (ehemals ein heruntergekommener Junkie, der heute Stripperinnen und gescheiterte Musiker mit seiner Limousine von den Nashviller Straßen holt), Tim the Electrician mit seinem Papagei namens Santana, der sich an seiner Schulter festkrallt, während Tim die schwierige Disziplin des Stuhlhoppings auf der Bühne präsentiert, usw. usw. Insgesamt eine bunte Mischung an Gästen, die alle mal mehr, mal weniger ihre Seele auf dem Album niederlegten. "Wir sagen nie, 'nee, das ist jetzt aber kein Countrysong', oder 'das hört sich nicht an, wie irgendwas, das jemand spielen würde'", so Kenny. "Wir schreiben das Zeug, das einfach da ist. Wir haben Bone Country geschrieben, Psychedelic Rock und alles, was dazwischen liegt. Wir lieben Musik als solche, und wir wollen alle ihre Aspekte nehmen und sehen, was dabei rauskommt. Was wir spielen, das ist Amerikanische Musik. Und Country ist das amerikanischste aller Formate. Das Publikum versteht uns, sie hören nicht mehr nur Country. Sie hören Johnny Cash, Kenny Chesney, dann Ludacris oder Outkast oder Kid Rock. Johns kleiner Bruder trägt einen John Deere-Hut und ein Eminem-T-Shirt..." "Und Nashville wird das übernehmen," ergänzt John. "Sie wollen das." BIG & RICH rufen zur Party, und es ist ihnen wichtig, das alle wissen: Jeder ist eingeladen! Im August 2004 spielten die Jungs einen Showcase auf einem Hamburger Raddampfer, auf dem sie einen Eindruck davon gaben, wie es in der Muzik Mafia zugeht. Eine anderthalbstündige Party, als Show getarnt, ließ das Schiff auch ohne Wellengang bedenklich schaukeln und sorgte im Publikum für unkontrollierte "Yeehaw!"- und "Go Cowboy Go!"-Rufe. Als erste Single erscheint zeitgleich mit dem Album der Song mit dem denkwürdigen Titel Save A Horse, Ride A Cowboy, der in den USA ebenfalls zu einem Megaseller wurde und mit Banjo, Fiddle, Rockriffing und einem Gesang wie einem Bullride aufwartet.

