Furchtlos und frei, Ben Kweller hat zu Recht den Ruf, einer der überzeugendsten zeitgenössischen Musiker zu sein. Mit seinem ATO Records Debütalbum „SHA SHA“ zeigt er mit nur 20 Jahren eine grosse Begabung für intelligentes Songwriting und kinetische Auftritte. Kwellers warmes, launiges Wortspiel und unaufhaltbare Powerpop-Hooks kommen bei solchen Tracks wie „Wasted and Ready“ und dem pianogetriebenen „In Other Words“ voll zum Vorschein und umfassen verspielte Folkadelika, Indie-Punkpop und...
Furchtlos und frei, Ben Kweller hat zu Recht den Ruf, einer der überzeugendsten zeitgenössischen Musiker zu sein. Mit seinem ATO Records Debütalbum „SHA SHA“ zeigt er mit nur 20 Jahren eine grosse Begabung für intelligentes Songwriting und kinetische Auftritte. Kwellers warmes, launiges Wortspiel und unaufhaltbare Powerpop-Hooks kommen bei solchen Tracks wie „Wasted and Ready“ und dem pianogetriebenen „In Other Words“ voll zum Vorschein und umfassen verspielte Folkadelika, Indie-Punkpop und schwebende Balladen. Vom „Boston Herald“ als „a young, singing-songwriting Wunderkind“ gefeiert, hat der in Brooklyn lebende Kweller die vergangenen paar Jahre damit verbracht, die Herzen der Menschen mit seinen eklektischen und unwiderstehlichen Solo-Auftritten zu gewinnen. Jetzt, mit „SHA SHA“, macht BK sich daran, seinen Sound von Küste zu Küste und weiter zu verbreiten. BK ist in der Kleinstadt Greenville, Texas aufgewachsen. Er stammt aus einer musikalischen Familie und setze sich schon früh ans Klavier. „Jemand hat mir „Heart and Soul“ beigebracht,“ sagt Kweller, „und ich sah die Akkord-Reihenfolge und dachte, ‚Aha, was ist wenn ich den ersten Akkord spiele, den zweiten rauslasse und den dritten spiele, dann den zweiten und den vierten, also 1-3-2-4 statt 1-2-3-4? Ich versuchte es, und es war ganz anders als „Heart and Soul“! Danach fing ich an Sachen zu schreiben, die von Mädchen und Liebe handelten. Das war wie in den Beatles Songs, die meine Eltern ständig spielten. Ich war sieben und wusste kaum, was ein Mädchen ist, aber ich meinte, das ist wohl das, wovon man singen muss, wenn man Lieder schreiben will! Zum zwölften Geburtstag bekam BK seine erste elektrische Gitarre. 1993 gründete er die dreiköpfige Punkband „Radish.“ Radish wurde schnell zur beliebten Lokalgröße in der Dallas- Musik-Szene. Radish veröffentlichten 1994 eine EP und eine LP. Die Musikindustrie wurde aufmerksam und die Band unterschrieb 1996 einen Major-Vertrag. Nach Veröffentlichung eines Albums, Reisen um die Welt, einem UK Top-40 Hit und einem Mittagessen mit Madonna, entschied sich die Band 1999 zur Trennung. BK zog nach Brooklyn, NY, um eine Solokarriere zu starten. Er begann in seiner Wohnung in der Smith Street, reihenweise Lieder zu schreiben, die von New Yorks Anti-Folk-Szene inspiriert waren, aber stets die BK eigene Pop-Drehung enthielten. Bald begann er, als Opener für Künstler wie Evan Dando, Juliana Hatfield, Jeff Tweedy and Guster zu spielen. Künstler, die wie er dachten und seine Geisteshaltung erkannten. „Es war eine riesige Leistung,“ strahlt er, „Eines Abends war ich im Internet, und als ich rausging, war diese E-Mail da, ‚Hey Ben, hier ist Evan Dando, ich habe eine Kopie deiner Aufnahme von Juliana bekommen, ich liebe es, ich kann nicht aufhören, es zu spielen.’ Das bedeutete für mich mehr als irgendein Plattenvertrag oder die ganze Scheiße die ich erlebte als ich fünfzehn war. Jetzt passierten die Dinge auf natürliche Weise. Freunde gaben ihren Freunden meine Aufnahme und als Folge rief mich irgendwann Evan, einer meiner Helden, an!“ BK blühte in Brooklyn auf. Weitere akustische Solo-Auftritte folgten. Er spielte neben Creeper Lagoon, Eels and Dashboard Confessional, pendelte zwischen lädierter Gitarre und Klavier und genoss seine autonome Freiheit. Im Jahr 2000 veröffentlichte er „FREAK OUT, IT’S BEN KWELLER,“ eine organische Präsentation seines neuen Sounds. Herausragend die Vanilla Ice Parodie „BK Baby.“ Ende 2001 folgte sein 5-Track Debüt bei ATO Records, „E.P. PHONE HOME“ mit einigen Schlafzimmer-Aufnahmen und „SHA SHA“ Demos. Jetzt ist BK bereit, sein Solo-Debütalbum von der Leine zu lassen. BK zeigt in „SHA SHA“, dass er das klassische Songschreiber-Handwerk beherrscht. Der Opener „How It Should Be (Sha Sha)“ - mit Unterstützung von Kimya Dawson von den Moldy Peaches - zeigt den profunden und dauerhaften Einfluss des Velvets’ Songs „I’m Sticking With You“, während „No Reason“ und „Harriet’s Got A Song“ die besten Pop-Melodien sind, die Stephen Malkmus nie geschrieben hat. Als ehrlicher Fan von altmodischem Melodien, kennt Kweller den Wert eines gutplatzierten „ba-ba-ba“ Hooks. Das magische „Falling“ dient als Beweis. „SHA SHA“ wurde im Sommer 2001 in New York aufgenommen. Produziert hat Stephen Harris (Dave Matthews Band, U2). Musikalisch unterstützt wurde BK u.a. von Bassist Josh Lattanzi, und seinem alten Freund und Radish-Schlagzeuger, John Kent. Das Album verbreitet die gleiche ansteckenden Energie wie BKs Auftritte und Heimaufnahmen. Während viele moderne Künstler allzu leicht bereit sind, sich einengen zu lassen, ist BKs musikalischer und lyrischer Fokus erfrischend kaleidoskopisch. Von der Veranda-Wehmut des country-angehauchten „Family Tree“, über Anspielungen auf die heidnische Mythologie in „Make It Up“, bis zu den vielen Junk-Kultur-Hinweisen, die das ganze Album durchdringen - Ben Kweller kennt scheinbar keine Grenzen. „Ich bin Zwilling,“ erklärt BK, „ich habe all diese verschiedenen Persönlichkeiten in mir. Es gibt den „Natur-Ben“ - ich liebe Angeln, Zelten, Wandern und Rucksackreisen. Dann gibt es den „Computer-Ben“ - ich bin großer Apple- und Elektronik-Freak. Dann bin ich natürlich riesiger Musik-Fan - von The Violent Femmes über Carol King bis zu Garth Brooks! Und neulich fing ich wieder mit diesen Baseball-Sammelkarten an. Es ist wirklich komisch - ich habe so viele verschiedene Interessen. Und das kommt in meiner Musik dann eben zum Ausdruck, schätze ich. Meine Musik ist einfach ein grosses Puzzle von mir.“

