Es geschah vor rund zwei Jahren im Fendrichschen Haus in Florida. Vom regen Schaffen in den vergangenen Monaten ermattet, lag Rainhard Fendrich in der Couch und baumelte gedankenverloren mit der Seele, als einer der zahllosen TV-Sender ein Video der gerade reunierten Eagles, die gemeinsam mit Freunden spielten, ausstrahlte. Die grenzenlose Freude am Musizieren, die sich in den Gesichtern der Musiker widerspiegelte, hinterließ bei Rainhard einen dermaßen starken Eindruck, daß er noch Tage, Woc...
Es geschah vor rund zwei Jahren im Fendrichschen Haus in Florida. Vom regen Schaffen in den vergangenen Monaten ermattet, lag Rainhard Fendrich in der Couch und baumelte gedankenverloren mit der Seele, als einer der zahllosen TV-Sender ein Video der gerade reunierten Eagles, die gemeinsam mit Freunden spielten, ausstrahlte. Die grenzenlose Freude am Musizieren, die sich in den Gesichtern der Musiker widerspiegelte, hinterließ bei Rainhard einen dermaßen starken Eindruck, daß er noch Tage, Wochen und Monate später ständig daran denken mußte. Januar 1997: Rainhard Fendrich beschäftigte sich gerade mit der Planung für eine Benefiz-Gala. Was feststand war, daß der Erlös der Veranstaltung den Obdachlosen Wiens zugute kommt. Noch nicht fixiert war dagegen die Art der Darbietung für diesen Event. Und just zu diesem Zeitpunkt mußte Rainhard wieder an besagtes Video der Eagles denken. Was würde wohl dabei herauskommen, wenn er gemeinsam mit den von ihm überaus geschätzten Künstlern Georg Danzer und Wolfgang Ambros ein paar Songs einspielen würde? Von nun an ging es rasant weiter. Ein paar Telefonanrufe, ein gemeinsames Abendessen bei Wolfgang Ambros und schon stand endgültig fest: Im Rahmen eines Treffens in Mallorca wird man es miteinander versuchen - und Austria 3 war somit geboren. Was dann dabei herauskam, überstieg die Erwartungen der drei Herren gewaltig. Aus den ursprünglich geplanten paar Songs wurde ein dreieinhalbstündiges Programm und aus dem anfänglich zwanglosen Spiel entstand trotz aller Freude beinharte Arbeit. Am 10. Dezember 1997 war es dann schließlich soweit. Das Gala-Benefiz-Konzert zugunsten der Obdachlosen Wiens im Theater an der Wien ging von statten. Es gestaltete sich zu einem Feuerwerk an Emotionalität und in Rainhard Fendrich entstand genau jenes Feeling, das er einst im Eagles-Video zwei Jahre zuvor zu spüren bekam. Unter den schwerst beeindruckten Zuschauern befand sich auch Deutschlands Veranstalter -Guru Fritz Rau. Gleich im Anschluß an das Konzert überredete er das Trio doch weiterzumachen. Zumindest für eine Tournee in Deutschland. Diese Konzerte bescherten dem Trio einen derartigen Erfolg (vom Live-Mitschnitt des Dezember-Benefit-Konzertes wurden über 100.000 CDs verkauft), daß man sich entschloß, die Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Püntklich vor den Sommerkonzerten erscheint nun das ultimative Austria 3 Vol. 2 Album. Zu hören gibt es Ambros, Danzer und Fendrich in blendender Spiellaune flankiert von ihrem unnachahmlichen Wiener Schmäh. Ein echtes Schmankerl mit Highlights wie „Es lebe der Zentralfriedhof“, „Weus´d a Herz hast wia a Bergwerk“, „I Am From Austria“ und „Schifoan“.

