Obwohl Angel Dust eigentlich erst 1998 mit "Border Of Reality" richtig durchstarten, sind zumindest die beiden Gründungsmitglieder Frank Banx (b) und Dirk Assmuth (dr) alte Hasen. Diese veröffentlichen nämlich schon 1986 mit "Into The Dark Past" die erste Scheibe unter dem Namen Angel Dust, nachdem sie die Sache 1984 ins Laufen brachten. Kümmert sich auf dem Debüt noch Romme Keymer um den Gesang und die Gitarre, so wird ihm die Doppelbelastung bald zu viel und man schaut s...
Obwohl Angel Dust eigentlich erst 1998 mit "Border Of Reality" richtig durchstarten, sind zumindest die beiden Gründungsmitglieder Frank Banx (b) und Dirk Assmuth (dr) alte Hasen. Diese veröffentlichen nämlich schon 1986 mit "Into The Dark Past" die erste Scheibe unter dem Namen Angel Dust, nachdem sie die Sache 1984 ins Laufen brachten. Kümmert sich auf dem Debüt noch Romme Keymer um den Gesang und die Gitarre, so wird ihm die Doppelbelastung bald zu viel und man schaut sich nach einem anderen Sänger um, der in S.L. Coe auch bald gefunden ist. Zwar sind die Kritiken zu "To Dust You Will Decay" durchwegs gut bis hervorragend, jedoch will sich der kommerzielle Erfolg des Debüts nicht einstellen. Anstatt sich davon entmutigen zu lassen, touren die Dortmunder lieber mit der Crème de la Crème der deutschen Metal-Szene wie Blind Guardian, Destruction, Tankard oder Sodom. Doch nach einer sehr erfolgreichen Tour mit Running Wild ist 1989 erst mal Schluss, da es sowohl intern als auch extern zu unangenehmen Reibereien kommt. So ganz stirbt die Idee in den Köpfen von Dirk und Frank aber nicht und somit kommt es 1997 endlich zur erfolgreichen Wiederauferstehung mit Bernd Aufermann (g), Dirk Thurisch (v) und Franks Bruder Steven an den Keys. Konnte man Angel Dust in den 80ern noch eindeutig dem Thrash Metal zuordnen, zeigt sich die Band mit "Border Of Reality" melodiöser und somit eher im Power Metal Bereich, ohne jedoch gängige Clichés zu verwenden. Das Album sowie auch die folgenden werden über das ebenfalls in Dortmund ansässige Century Media Label veröffentlicht, die auf die Band durch einem Beitrag auf dem "Unerhört"-Sampler aufmerksam wird. Mit den folgenden Alben "Bleed" und vor allem "Enlighten The Darkness" können Angel Dust ihren Ruf ausbauen und vor allem ihre musikalischen Fähigkeiten bestens aufeinander abstimmen. Dass die Fans die Band gut aufnehmen, zeigt sich auf der Europa Tour mit Lefay, Steel Prophet und Stormhammer. Im Frühjahr 2001 gelingt es den Dortmundern, sich auch in Nordamerika zu etablieren, nachdem sie zusammen mit Opeth, Nevermore und God Forbid den Kontinent beackern. Dummerweise entscheidet sich aber Drummer Dirk, Angel Dust vorerst zu verlassen. Ersatz findet man kurzfristig in Michael Sticken. Zwar kehrt Dirk im Herbst 2001 zurück, jedoch musste man schon auf der USA Tour auf die Dienste von Bernd Aufermann verzichten, der aber vom befreundeten Ritchie Wilkinson adäquat vertreten wurde. Was der Knabe drauf hat, stellte er schon als Tour-Klampfer für Demons & Wizards, das Projekt von Blind Guardians Hansi Kürsch und Iced Earths Jon Shaffer unter Beweis. Mit ihm zusammen wird dann das 2002er Album "Of Human Bondage" eingespielt, welches die Combo deutlich düsterer, aber in keiner Weise weniger interessant, präsentiert. Auch Dirk Assmuth, der wieder auf seinen Platz hinter den Kesseln zurückgekehrt ist, zeigt eindrucksvoll, dass er nirgends anders hin gehört. 2002 Of Human Bondage 2000 Enlighten The Darkness 1999 Bleed 1998 Border Of Reality 1988 To Dust You Will Decay 1986 Into The Dark Past
