Mit blutiger Fresse und großspurigem Albumtitel "I Get Wet" präsentiert sich ein Milchbart aus L.A. der Musikszene. Dass es der Junge versteht, gute Partys zu feiern, mag man glauben, wenn man ihn so sieht. Dass er aber auch den geeigneten Sound dazu gleich mitliefert, davon kann man sich auf oben genanntem Album überzeugen.Geboren in L.A., zieht Andrew im Alter von fünf nach Michigan und von dort weiter nach New York City, welches er anscheinend ziemlich töfte findet ("I Love NYC"). Dass er ...
Mit blutiger Fresse und großspurigem Albumtitel "I Get Wet" präsentiert sich ein Milchbart aus L.A. der Musikszene. Dass es der Junge versteht, gute Partys zu feiern, mag man glauben, wenn man ihn so sieht. Dass er aber auch den geeigneten Sound dazu gleich mitliefert, davon kann man sich auf oben genanntem Album überzeugen.Geboren in L.A., zieht Andrew im Alter von fünf nach Michigan und von dort weiter nach New York City, welches er anscheinend ziemlich töfte findet ("I Love NYC"). Dass er zur Zeit irgendwo in Tampa, Florida rumhängt, andert aber nichts daran, dass er sich in der Bronx immer noch zu Hause fühlt. In New York bringt er auch seine erste EP mit dem klangvollen Namen "Girls Own Juice" über Bulb Records raus, nachdem er schon in Michigan durch die eine oder andere Highschool Band gerödelt ist. Nachdem er zunächst bei irgendwelchen abstrusen Karaokewettbewerben seine Kohle verdient, landet ein Demo Tape in den Händen von Foo Fighter Dave Grohl. Der zeigt sich von der blutigen Schnauze und der musikalischen Mischung aus Glam Rock und einer gehörigen Prise Metal beeindruckt und bietet einen Support Slot an.Mercury Records angeln sich die Rechte für den Proleten und seine Outputs. Es folgt eine ziemliche Manie in den Staaten, die in abgeschwächter Form auch auf anderen Kontinenten möglich wäre. Das geht schon so weit, dass man sich unter nebenstehendem Link in einem Computerspiel den Riechkolben polieren lassen kann. In England hat der 21-Jährige mächtig eingeschlagen, der britische NME ehrte ihn mit einer Titelstory und dem Slogan "Bigger Than Jesus". Was sich in Deutschland machen lässt, wird im Frühling abgecheckt, wenn Andrew W.K. die deutschen Clubs beackert und vielleicht für den ein oder anderen eingeschlagenen Zinken sorgt. 2001 I Get Wet
