Kosmonauten gehen auf dem Weg zu den Sternen bekanntlich neue Wege. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus intelligenten deutschen Texten, modernen Gitarrenbeats und Gänsehautballaden haben sich Mischa, Ziggy und Jott bereits 99, damals noch als Kyd Moses, live in die Herzen vieler Fans gespielt. Als dann während der Tour mit Nena die Plattenfirma über Nacht aufgelöst wurde, ließen sich die drei Freunde, deren Wurzeln bis in ihre Zeit als Schülerband zurückreichen, nicht kleinkriegen. Und zu...
Kosmonauten gehen auf dem Weg zu den Sternen bekanntlich neue Wege. Mit ihrer eigenwilligen Mischung aus intelligenten deutschen Texten, modernen Gitarrenbeats und Gänsehautballaden haben sich Mischa, Ziggy und Jott bereits 99, damals noch als Kyd Moses, live in die Herzen vieler Fans gespielt. Als dann während der Tour mit Nena die Plattenfirma über Nacht aufgelöst wurde, ließen sich die drei Freunde, deren Wurzeln bis in ihre Zeit als Schülerband zurückreichen, nicht kleinkriegen. Und zuweilen wird Durchhaltevermögen für die, die daran glauben, mit einem kleinen Wunder belohnt: In einem Studio konnte sich Herbert Grönemeyer von den Songwriterqualitäten des Frontmanns Mischa Marin überzeugen, und so wurde der Band die Ehre zuteil, als erste Neuveröffentlichung auf dem Label Grönemeyers zu erscheinen. Die erste Single entstand unter Mitwirkung von Stefan Ullmann, Grönemeyer-Keyboarder Alfred Kritzer und Nick Davis in Rauenberg, London und Portland/Maine. BRICH MIR DEIN HERZ ist eine rätselhafte Ballade, deren besonderer Reiz sich beim Hören von mal zu mal mehr entfaltet, dann aber süchtig zu machen droht. Hintergründiges Gefühlskino mit Piano, Streichern, Elektrobeats und Gitarren. Der Song erzählt in narkotisierenden Bildern eine Geschichte irgendwo zwischen 9,5 Wochen und Nosferatu. "Wir liefern die Soundtracks zu den Filmen, die sich im Kopf abspielen", verrät Filmfreak Mischa Marin. Da verwundert es nicht, das der atmosphärische Deltasoul Remix mit gesprochenen Textpassagen an Film erinnert, nicht umsonst begannen die drei ihr Banddasein in nächtlichen Sessions, angeregt vom 'Club der Toten Dichter' und haben sich ihre Affinität zur Literatur seit dieser Zeit bewahrt. Neue Wege zu erkunden, das bedeutet für ADK, die sich augenzwinkernd als "Poeten des Zapping-Zeitalters" bezeichnen, Brücken zu schlagen als Grenzgänger nicht nur zwischen den Stilen, sondern auch zwischen Literatur, Kunst und dem schnellen Leben in der Zeit von "Anything goes". Der B-Track,Glückssternwunschlied, deutet mit tanzbaren Uptempo-Gitarren das Spektrum der Band an, und liefert die Antwort für die, die noch immer rätseln, ob der Trend im neuen Jahrtausend nun bei Papa Roach oder Westlife zu suchen ist. Man darf gespannt sein auf weitere Soundtracks, die süchtig machen.
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